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Vertrauen in Journalismus: Warum Redaktionen mehr Vielfalt brauchen
DPA/ Michael Kappeler

Der Journalismus droht, seine Glaubwürdigkeit zu verspielen. Es wird Zeit für einen Kulturwandel. Zehn Thesen, wie er gelingen kann.

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horstu 18.08.2017, 00:38
130. Alles beim Alten

Der Text beginnt mit journalistischer Selbstkritik...die Spannung beim Leser wächst...und endet mit dem Fazit, dass man NOCH MEHR gegen hate speech tun müsse, einer Wortschöpfung, die man gerade selbst erst medial definiert hat. Also noch mehr vom erzieherischen Aktivistenjournalismus, der Gegenmeinungen als Hassrede und Gefahr definiert, die der gesinnungsreine Akivistenjournalist beiseite räumen muss. Von "Vielfalt" reden, aber Begrenzung der Meinungsvielfalt im Schilde führen.

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timios 18.08.2017, 00:38
131. Hajo Friedrichs - der letzte Mohikaner unter den Journalisten

"Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es, daß die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen, dich jeden Abend einschalten und dir zuhören."

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artikel-5-gg 18.08.2017, 00:53
132. Hoffentlich

Eine sehr schöne Utopie. Wenn es halbwegs dazu kommt, schließe ich hier ein Plus Abo ab.
Die Ursachenanalyse finde ich sehr nachvollziehbar und bedanke mich für die Offenheit. Viel Glück bei der Transformation!

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HarleyDavidSonOfABitch 18.08.2017, 01:09
133.

Zitat von schlipsmuffel
Magazine und Zeitungen - auch dem SPON - wäre viel gewonnen, wenn man als Leser nicht bei jedem Artikel spüren würde, daß es hier wenger ium neutrale Information, sondern um Erziehung der Leser zu einer bestimmten Weltsicht oder die Vertretung einer Ideologie geht!
Das hat beim SPIEGEL leider unselige Tradition.

Enzensberger hat schon 1957 über Augstein und sein Nachrichtenmagazin geschrieben: " Objektivität ist ein Kriterium, das auf die Story schlechterdings nicht anwendbar ist. Maßgebend für das Gelingen einer Story ist einzig und allein ihr Effekt."

Wer würde das nach Lektüre des an den Haaren herbeigezogenen Beitrags über das Party-Gebaren beim KSK noch bestreiten wollen?

Wolf Schneider, Sprach-Ästhet und Doyen des deutschen Qualitätsjournalismus ist in einem seiner jüngsten Interviews im DLF noch einen Schritt weiter gegangen. Darin sagte der Gründer und langjährige Leiter der Henri-Nannen-Journalistenschule wörtlich: "Was mich an Rudolf Augstein abgestoßen hat, war seine beharrliche Weigerung, Meldung und Meinung sauber voneinander zu trennen".

In diesem Sinne machen der Spiegel und seine Schwester–Medien Politik, ohne dafür ein Mandat zu besitzen bzw. demokratisch legitimiert zu sein.

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mac4me 18.08.2017, 01:11
134. Journalisten..

...sind Dienstleister im Dienste der Wahrheit.

Wenn sie sich als politische Aktivisten verstehen, haben sie ihren Beruf verfehlt.

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micheleyquem 18.08.2017, 01:25
135. Unfassbar so eine Überschrift!

"Der Journalismus droht, seine Glaubwürdigkeit zu verspielen."

Man möchte Lachen, wenn so viel Heuchelei nicht zu Heulen wäre. Ist es so schwer zu kapieren dass sowas kontarproduktiv wirkt. Jeder normale Mensch dem man einen Artikel vorsetzt, man "drohe" Vertrauen zu verlieren kommt sich völlig verar,,, vor.

Ihr werdet es wohl erst lernen wenn ihr eure HartzIV Anträge ausfüllt, gell?

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prologo 18.08.2017, 01:38
136. Ergänzung zu Vertrauen in Journalismus

Zitat von prologo
Ich danke der Autorin für diesen hervorragenden Artikel. Und auch dafür dass er bei SpOn nicht zensiert wurde. Und ich hoffe sehr. dass sich alle Journalisten von SpOn bis hin zur Chef Redaktion das auch auf die Fahne schreiben. Ich lese Spiegel SpOn von Anfang an. Der Grundstein dafür war der alte Augstein. Spiegel hat sich damals das Vertrauen durch gnadenlose Berichterstattung der Wahrheit in Politik und Wirtschaft regelrecht erkämpft und erworben. Dieses gewonnene Vertrauen hält noch bis heute, aber mit sehr großen Zweifeln an der heutigen Redaktion. Ich benutze die Offenheit der Verfasserin dieses Artikels, um Ihnen mal meine Sicht und damit auch die meiner Freunde und Bekannten zu schreiben, aus den letzten 6 SpOn Jahren. Spiegel SpOn vermittelt inzwischen teilweise den Eindruck, ein Regierungsbericht Blatt zu sein. Themen, welche der Regierung unangenehm sind, werden einfach nicht gebracht, also verleumdet. Besonders Merkel betreffend. Und wenn so ein Thema gebracht wird, dann ist das Forum dazu gesperrt. Und wenn doch ein Forum fei geschaltet ist, dann wird zensiert, alles was der Redaktion nicht passt, bzw. was der Regierung peinlich sein kann. Ich nenne das Manipulation der freien Meinungsäußerung. Und das von einem Spiegel Magazin. Das für freie Presse und Meinungsäußerung ohne Ende kämpft. Die Strafe dafür kennen Sie doch. Die Print Ausgabe rasselt in den Keller. Die Klicks für SpOn werden immer weniger. Ich sehe das an den Forumschreibern. Die Jahrelangen Schreiber schreiben nichts mehr. Deshalb habe ich Euch schon mehrmals an den Journalistischen Ehrenkodex erinnert. Gibt es diesen nicht mehr. Dieser Ehrenkodex basiert nur auf der Wahrheit. Solange und so gut zu recherchieren, dass man die Wahrheit ungestraft schreiben kann. Siehe Spiegel Affäre, Starfighter, sogar Kohl und Schäuble waren noch dran, mit der Spenden Affäre. Dann war es aus, seit Merkel. Gut, Diesel kam noch. wird aber bis nach der Wahl verschoben. das ist schlicht eine Sauerei. Halten Sie sich selbst an diesen Artikel. Dann geht es wieder aufwärts. Und danke auch dafür, dass SpOn das Forum noch aufrecht hält, für freie Meinungsäußerung. prologo
Zu meinem Beitrag noch einen wichtigen Hinweis. Damit man sich auch wieder daran erinnert, was ein Ehrenkodex der Presse bedeutet:
Hier der Ehrenkodex der deutschen Presse:
https://newswatch4u.wordpress.com/2012/04/21/ehrenkodex-des-deutschen-presserates-2/
http://www.refrago.de/Was_ist_der_Pressekodex.frage338.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Pressekodex

Darüber sollen sich endlich mal wieder alle Journalisten, und auch Leser wieder Gedanken machen.

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Die gehörnte Ratte 18.08.2017, 01:40
137. Diversität im Lebensentwurf nicht gleich Meinungsdiversität

Worauf ich hinaus möchte ist wenn man jetzt mehr Migranten und Menschen mit alternativen Lebensentwürfen einstellt die alle z.B. links progressiv sind ist das Ergebnis das selbe wie wenn man nur hetero sexuelle Biodeutsche einstellt die der selben politischen Weltsicht angehören, es ist quasi das selbe in grün. Was die Glaubwürdigkeit angeht erwiese man sich damit einen Bärendienst da nur Themenbereiche beleutchtet würden die genehm sind oder die als Kritik noch verkraftbar sind. Daher glaube ich wäre es besser mehr politische Diversität anzustreben auch mit Ansichten die nicht so genehm sind z.b der AFD oder der Linken.

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JensMauerer 18.08.2017, 01:55
138. Späte Einsicht

Fürs Erste würde es schon helfen, wenn der SPIEGEL neben Jan Fleischhauer noch einen zweiten konservativen Journalisten anstellen würde. Konservative machen mindesten die hälfte der Gesellschaft aus, beim SPIEGEL sind aber 99% aller Journalisten eindeutig links. Das kommt leider bei den meisten Artikeln sehr stark durch. Ich habe als Student sehr gerne den SPIEGEL gelesen, da war ich auch noch voller Ideologie, mittlerweile bin ich eher bei der WELT gelandet.

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Schwarzer Luxemburg 18.08.2017, 02:20
139. Berichterstattung über die Sperrspitzen des Kapitalismus et al.

Wo sind all die krititischen Berichte über die Sperrspitzen des Kapitalismus, sprich den Hedgefonds, Vermögensverawltern und Private Equity-Unternehmern? Wir wissen doch alle, warum ihr darüber nicht berichtet: Es käme eine Wahrheit zu Tage, die ABSOLUT nicht sein darf.
Wo sind all die krititischen Berichte über die Vorstände der weltgrößten Medienunternehmungen, die mit Ihren Erzeugnissen den Menschen die Welt (v-)erklären und diese in die Irre führt? Wir wissen doch alle, warum ihr darüber nicht berichtet: Es käme eine Wahrheit zu Tage, die ABSOLUT nicht sein darf.

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