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Volksentscheide zu Marihuana: Legalize it!
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Die US-Bundesstaaten Colorado und Washington wollen Anbau und Besitz von Marihuana legalisieren - eine Mehrheit stimmte für entsprechende Gesetzesänderungen. Beide Staaten hoffen auf neue Einkünfte aus Marihuana-Steuern, werden aber mit Bundesgesetzen in Konflikt geraten. Colorado und Washington legalisieren Marihuana - SPIEGEL ONLINE

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s.n.a.f.u 07.11.2012, 16:23
240.

Zitat von maledicto
Es gibt keine krankmachenden Substanzen, sondern nur krankmachende Dosen. Vitamin C ist in stark erhöhter Dosis tödlich, genauso wie Wasser. Wollen Sie auch Vitamin C oder Wasser verbieten, weil es Menschen gibt, die sich davon einfach zu viel reinpfeiffen? Geben Sie es zu, das wäre unsinnig!
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch - ich bin absolut für die Freigabe von Hanf - besser die Gleichberechtigung von Hanf, Alkohol und Tabak.
Idealerweise nach dem Spanischen Modell - mit Cannabis Social Clubs.

Ich bin aber gegen eine absolute Verharmlosung von Hanf.
Wie Sie schon treffend geschrieben haben: Die Dosis macht das Gift!

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friedi234 07.11.2012, 16:23
241. Wir können natürlich alle Regeln auflösen und schauen was passiert.

Zitat von zynisch
Ja Grundsatz der Verhältnismäßigkeit?? Nur weil 3% der Autofahrer das Rasen nicht sein lassen können, kommt auch niemand auf die Idee, dass Autofahren zu verbieten. .
Daher gibt es eben auch Regeln im Strassenverkehr weil eine Minderheit sich ein Sonderrecht herausnimmt.
Mit der Freiheit ist es eben so eine Sache. Die Freiheit zu rauchen hat nachweislich Tote hervorgebracht. Die Freiheit Waffen zu tragen tötet in USA , die Freiheit keine Geschwindigkeitsbegrenzung zu haben tötet eben auch.
Die Freiheit eines unkontrollierten Zugangs zu Cannabisprodukten oder wie einige fordern zu allen Drogen kennt niemand. Auch in den NL sind die Shops unter Aufsicht.
Das Auflösen von Regeln endet in Anarchie. Kein erstrebenswertes Ziel, wenn man regelfreie Gebiete dieser Welt betrachtet.
Ein signifikanter Rückgang der Kriminalität durch Legalisieren in den NL ist mir nicht bekannt.
Daher:
Abgabe von Cannabis und weiterer BTM über Apotheke und Rezeptpflicht als Medikament. Kein freier Anbau und freier Verkauf.

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maledicto 07.11.2012, 16:25
242. titel

Zitat von s.n.a.f.u
Das Problem dabei ist, das diese Studien von purem, gelegentlichen Hanfkonsum ausgehen. Das [pur] ist aber in D unüblich.
Wenn man die Wirkung von Cannabis untersuchen will, muss man natürlich die Wirkung des puren Cannabis untersuchen. Es macht keinen Sinn zu sagen, Cannabis führe zu Lungenkrebs, weil es häufig in Verbindung mit Tabak konsumiert wird, welches erwiesenermaßen zu Lungenkrebs führt.

Außerdem wird sehr wohl in Deutschland auch Marihuana pur konsumiert (Haschisch eher seltener). Es gibt z.B. die wunderbaren Purpfeifen, aber auch in jeder Bong kann man Marihuana pur rauchen. Es soll auch Leute geben, die Joints aus purem Marihuana drehen (brennt aber wohl eher mies).

Nichts desto trotzt muss man dann sagen, nicht das Marihuana führt zu Lungenproblemen sondern der Tabak.
Zitat von s.n.a.f.u
Hier wird nunmal vermehrt mit Tabak zusammen geraucht (9von10 Kiffern). Von der Problematik der Blättchen mal ganz abgesehen.
Das muss in einer Studie aber unberücksichtigt bleiben, um nicht die Ergebnisse des Cannabiskonsums mit den Ergebnissen des Tabakkonsums zu vermischen.
Vielleicht könnte man aus den Blättern der Pflanzen Blättchen machen, in der Art von Phillies.

Zitat von s.n.a.f.u
Das 2. große Problem ist die Sauberkeit des verfügbaren Materials. Die Gefährlichkeit von Streckmitteln ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Und klar ist das ein Problem der Kriminalisierung, aber nunmal Realität.
Aber doch nicht bei Marihuana?! Marihuana kann man schlecht strecken. Vielleicht hat man da Probleme mit Pestiziden, Fungiziden und Dünger, aber Streckmittel ...
Das tritt doch eher bei Haschisch auf.
Aber auch dieses Problem ließe sich durch Legalisierung beseitigen oder zumindest stark minimieren.

Zitat von s.n.a.f.u
Das sich das Lungenvolumen vergrößert hängt wohl eher damit zusammen, das beim Bong rauchen halt eine große Menge an Rauchgas in die Lunge eingeatmet wird und man ja auch versucht ist, das so lange wie möglich drin zu lassen. Das hat aber meiner Meinung nichts mit Hanf an sich zu tun.
Laut dem Bericht zu der Studie wissen die Mediziner nicht, woher dieser Effekt rührt. Die haben die gleiche Annahme wie Sie getroffen. Fakt ist aber, dass sich sowohl das Lungenvolumen als auch die Kapazität nicht negativ durch den langjährigen Konsum von Cannabis verändern. Ganz anders als z.B. beim Tabakkonsum.

Zitat von s.n.a.f.u
Ich bin kein wissenschaftler - ich kann nur aus langjähriger Erfahrung berichten. Und ja ich trinke zu meiner Tüte in der auch Tabak ist, gern ein Bierchen... :)
Ich habe Zuhause noch immer eine Purpfeife und eine Wasserpfeife. Genussraucher werden wohl immer eine Tüte vorziehen.

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zodiacmindwarp 07.11.2012, 16:25
243. Danke für den Moralisten...

Zitat von SirLurchi
Immer wieder schön, wie Moralisten wie Sie, die zum Lachen in den Keller gehen, sich über Dinge ereifern, von denen sie entweder keine Ahnung haben oder sie doch tatsächlicher hinter verschlossener Tür betreiben. - Sie armer Moralfanatiker, für Ihre Parties würde ich ein gesetzliches Verbot erlassen.
Ziehen sie sich das Dope meinetwegen mit einem Alphorn rein und führen sie sich alternativ den Alk mittels Druckbetankung zu. Wenn die Wirkstoffe ihren Neocortex erreichen sind sie stets ein williges Opfer für mein Gelächter. Niemand mit klarem Verstand wird sie Ernstnehmen. Und keine albernen Unterstellungen bitte oder geht die Fantasie nach einem etspannenden Pfeifchen bereits wieder auf Reise..?
mkG Zodiacmindwarp

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maledicto 07.11.2012, 16:28
244. titel

Zitat von gg1963
... Die individuelle Freiheit ist eben nicht grenzenlos. Sie endet nämlich genau da, wo sie die des anderen beschneidet. Und die Gesellschaft benötigt keine zugedrönten oder besoffenen Individuen im Straßenverkehr, im ÖPNV, bei der Arbeit oder in der Freizeit. Da hilft auch kein schön reden.
Aber Ihre Freiheit endet nicht da, wo Sie andere Menschen nun mal ertragen müssen, ob die Ihnen passen oder nicht? Da sollen dann alle anderen ihre Freiheiten aufgeben, weil es Ihnen nicht passt?

Bevor Sie jetzt noch darauf antworten - das war eine rhetorische Frage, um die Dummheit Ihrer Aussage hervorzuheben.

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zynisch 07.11.2012, 16:30
245.

Zitat von gg1963
Wer sagt das, dass mir diese lieber sind ??? Ich hatte einen ebensolchen als Vater und ich weiß, was Sucht in einer Familie anrichtet, sie wohl nicht. Was soll daran aggressiv sein, wenn ich eine gefestigte Meinung dazu habe ? Ich sage wenigstens offen meine Meinung im Gegensatz zu Ihnen. Jeder der dies hier auch bei uns legalisiert haben will, will in Wahrheit ja nur aus der Strafbarkeit herauskommen, sagen Sie es doch offen. Wie es anderen dabei geht mit zugekifften Vätern / Müttern usw. klarzukommen ist dabei ja anscheinend völlig egal. DAS ist die Aggression der Süchtigen !!!
Zu ihrer Information. Der Konsum ist nicht strafbar. Ich komme aus der Jugendhilfe und kann ihnen daneben garantieren, dass kiffende Eltern keinerlei signifikante Gruppe von Auffäligkeiten im Rahmen der Jugenhilfe darstellen, obwohl es diese statistisch ja zu Hauf geben muss.
Meine eigenen Eltern konsumierten Zeit ihres Lebens abends ca 2l Bier. Nach heutigen Maßstäben zaählen sie damit zu Alkoholikern. Dennoch habe ich Zeit meiner Erziehung niemals auch nur ansatzweise irgend welche klischeehaften oder anders gearteten Auswüchse oder Suchtverhalten erdulden müssen....

Ich habe Verständis für ihre Einstellung aufgrund ihrer persönlichen Erfahrung. Hinsichtlich der Substanzen, über die wir hier reden, also Alkohol und Cannabis, kann ich ihnen aber garantieren, dass ihre Form der Erfahrung gemessen an der Summe aller (normaler) Konsumenten eher die Ausnahme darstellt.

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s.n.a.f.u 07.11.2012, 16:35
246.

Zitat von friedi234
Das Auflösen von Regeln endet in Anarchie. Kein erstrebenswertes Ziel, wenn man regelfreie Gebiete dieser Welt betrachtet.
Wissen Sie was?
Für Anarchie benötigt man viel Geld. Denn der wahre Anarchist kauft sich das Gesetz!
Das was Sie als Anarchie vermuten, ist ein linkes Hirngespinst.
Der wahre Anarchist sitzt ganz oben auf der Leiter...

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maledicto 07.11.2012, 16:38
247. titel

Zitat von s.n.a.f.u
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch - ich bin absolut für die Freigabe von Hanf - besser die Gleichberechtigung von Hanf, Alkohol und Tabak. Idealerweise nach dem Spanischen Modell - mit Cannabis Social Clubs. Ich bin aber gegen eine absolute Verharmlosung von Hanf. Wie Sie schon treffend geschrieben haben: Die Dosis macht das Gift!
Was soll dann an meinem Kommentar verharmlosend sein?
Vitamin C ist tatsächlich tödlich - in der richtigen Dosis.

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friedi234 07.11.2012, 16:39
248.

[QUOTE=Stampfi-Gang;11298430] Zitat von friedi234
Wenn Ihnen der therapeutische Wert von MDMA nicht bekannt ist, kann ich Ihnen nur raten Ihren eigenen Ratschlag zu beherzigen und nach Ihnen nicht bekannte Informationen zu googeln...
Es gibt eben nur Vermutungen über Wirksamkeit beim Einsatz bei Minimaldosen. Daraus einen therapeutischen Wert abzuleiten ist skurill, ähnelt aber der Cannabisdiskussion.
Der Kampf gegen Alkohol ist übrigens ein jahrhundertealter Kampf. (u.a. , Frankfurter Stadtrecht zum Branntweinausschank, div. Reichsverordnungen, Prohibition in USA, ...) Weder Prohibition noch Legalisierung haben dazu geführt, dass diese Droge keine gesellschftlich negativen Auswirkungen hat.
Warum soll eine Gesellschaft zusätzlich expermentieren? Weil ein paar Individien ihre Droge noch nicht legalisiert haben?
Es ist halt so: Wenn 3% der Menschen mit der Freiheit nicht umgehen können, werden die anderen 97% per Gesetzt eingeschränkt. Das ist so beim Autofahren als auch beim Kiffen.

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s.n.a.f.u 07.11.2012, 16:40
249.

Zitat von maledicto
Aber doch nicht bei Marihuana?! Marihuana kann man schlecht strecken. Vielleicht hat man da Probleme mit Pestiziden, Fungiziden und Dünger, aber Streckmittel ... Das tritt doch eher bei Haschisch auf. Aber auch dieses Problem ließe sich durch Legalisierung beseitigen oder zumindest stark minimieren.
Doch leider ist es relativ einfach Gras zu strecken. Ich möchte jetzt nicht ins Detail gehen - dazu gibt es den Streckmittelmelder des Deutschen Hanf Verbandes - aber gestrecktes Weed ist seit ca. 5 Jahren in zunehmendem Maße im Umlauf und IMHO das größte Gesundheitsrisiko. Nur ein Stichwort - Brix - ein Produkt aus Zuckerlösung und synthetischen Substanzen wurde extra entwickelt um Grass zu strecken...

Das ist aus meiner Sicht einer der Hauptgründe für die Freigabe.

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