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Volksentscheide zu Marihuana: Legalize it!
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Die US-Bundesstaaten Colorado und Washington wollen Anbau und Besitz von Marihuana legalisieren - eine Mehrheit stimmte für entsprechende Gesetzesänderungen. Beide Staaten hoffen auf neue Einkünfte aus Marihuana-Steuern, werden aber mit Bundesgesetzen in Konflikt geraten. Colorado und Washington legalisieren Marihuana - SPIEGEL ONLINE

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der.bergamann 11.11.2012, 01:43
320.

Zitat von Herr Hold
Danke für Ihre ausführliche Antwort. Worum es mir ging...[...]
Ihr Dialog war mir durchaus bewusst und ich grätschte nur ungern hinein.
Mir ging es darum darauf hinzuweisen, dass Gesetze nicht aus dem Irgendwo kommen und auch nicht gottgemacht sind, auch wenn sie als himmelschreiend ungerecht wahrgenommen werden.

Sie sind institualisierte Normenfestschreibungen eines gesellschaftlichen Moments und spiegeln damit die herrschende Meinung wider - so sollten sie es zumindest.

Allerdings unterliegt der gesellschaftliche Ethos dem permanenten Wandel, wohingegen Gesetze naturgemäß fortbestehen. §§ 128 oder 175 StGB wurden gestrichen, Purpur darf jeder tragen und wer freitags Fleisch ist wird auch nicht belangt.

So sind Normen/ Regeln/ Gesetze einer ständigen Hinterfragung ausgesetzt und müssen dieser bestehen. Die Aufklärer lehren uns, dass eine RTegel, die der Gesellschaft nicht dienlich ist, kein Gesetz wert ist. Vor dem Hintergrund stellen sich die Fragen: 'Warum eigentlich?', 'Warum immer noch?' und 'Zu wessen Nutzen?'.

Hier kommt Anslinger, stellvertretend für eine Kampagne, ins Spiel. Hier auch schließt sich der Kreis zum ursprünglichen Thema der Diskussion: Novellierung, Liberalisierung und das Ergebnis von Erörterungen des gesellschaftlichen Konsenses durch Befragung - Demokratie mithin.

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SirLurchi 12.11.2012, 08:58
321. Ui!

Zitat von zodiacmindwarp
Ziehen sie sich das Dope meinetwegen mit einem Alphorn rein und führen sie sich alternativ den Alk mittels....
Uuups! Erwischt! - Hätte nicht gedacht, dass ich mit meinem Beitrag so richtig liege!

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Antonio Peri 15.11.2012, 01:01
322. Emotional oder Rational?

Auffällig ist, dass die Gegner "siehe obiges Zitat von zodiacmindwarp" sich hier mit Plattitüden zu Wort melden, oder sehr emotional argumentieren. Nicht alle Beiträge der Befürworter eines liberaler regulierten - oder gar legalisierten Umgangs mit Cannabis sind fundiert - aber die große Mehrheit versucht auf der Sachebene zu argumentieren. Das fällt in der Retrospektive zu den Kommentaren einfach auf. Ich akzeptiere jeden, der anderer Meinung ist, wenn er dafür rationale Argumente anführen kann, die einer Überprüfung standhalten. Austausch ist in einer Demokratie wichtig. Die Emotionalität und Aufgeregtheit muss aber aus diesem wichtigen Thema dringend verschwinden - nur so können wir gemeinsam zu einer Lösung kommen, die die Mehrheit akzeptiert und die möglichst wenig Schaden anrichtet. Weniger Schaden jedenfalls, als die derzeitige Situation. Ich blogge zum Thema auf: http://antonioperi.wordpress.com/2012/11/12/bundestag-stimmt-uber-cannabis-clubs-ab/

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alfred-wilhelm 15.11.2012, 02:04
323. Zur Geschichte I

Bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts war Cannabis ein leicht verfügbares Medikament, - im 19. Jahrhundert sogar eines der am häufigsten verschriebenen.

Auf der zweiten Opium-Konferenz -19. Februar 1925 in Genf - unterzeichnete Deutschland ein Abkommen über den Handel mit Drogen, das am 25. September 1928 in Kraft trat.
Damals wurden Drogen wie Heroin, Kokain und auf Drängen von Ägypten auch Cannabis mit in die Verbots-Liste aufgenommen.

Deutschland sah zunächst keinen Grund, Cannabis mit aufzunehmen. Ägypten aber drohte mit Importbeschränkungen für Kokain (Merck KGaA) und Heroin (Bayer AG) so dass Bayer bei der damaligen Reichs-Regierung intervenierte und diese sich dem Verbot von Cannabis anschloss.

Cannabis wurde durch die direkte Überführung des Opium-Gesetz des Deutschen Reiches, in der Fassung vom 10. Dezember 1929 (RGBl. I S. 215) in das Betäubungsmittelgesetz am 24. Dezember 1971 (BGBl. I S. 2092) in der BRD illegalisiert.

MfG

Alfred

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alfred-wilhelm 15.11.2012, 02:20
324. Zur Geschichte II

Anfang 1936 setzte in den USA ein gezielter Lobbyismus der Hearst Corporation des Medien-Zar William Randolph Hearst gegen eine neue Droge mit dem Namen Marihuana ein.
Der Begriff Marihuana entstammt der Sprache mexikanischer Einwanderer und damals stellte noch keiner eine Verbindung zwischen Marihuana und Hanf her.

Kritiker meinen, das diese Kampagne eingeleitet wurde, da Hanf eine preisgünstige Quelle zur Herstellung von Papier und anderen Rohstoffproduktion hätte sein können. Das hätte aber hohe finanzielle Verluste für Hearst (Wald und Papiermühlenbesitzer) und die Chemiefirma DuPont bedeutet.
DuPont patentierte in dieser Zeit Nylon und Rayon die in Konkurrenz zum Hanf standen. Letztendlich führte das zum De-facto-Verbot im Jahr 1937.

Eine der treibenden Kräfte des US-Cannabisverbots war der Vorsitzende des „Bureau of Narcotics“ Harry J. Anslinger, der bis 1933 im „Prohibition Bureau“ für die Durchsetzung des Alkoholverbots zuständig war. Geholt und eingesetzt vom damaligen Finanzminister der USA Andrew W. Mellon, dem Schwiegeronkel von Anslinger, dem Banker und Geldgeber von William Randolph Hearst und DuPont.

Die Produktion des Hanfs lebte während des Zweiten Weltkrieges in den USA noch einmal auf, da Hanf als Rohstoff für Uniformen, Verbandszeug, Flugzeugbau und ähnlichem benötigt wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden der Anbau von Hanf wieder verboten.

MfG

Alfred

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fitzcarraldo66 16.11.2012, 12:05
325. Drogen-Reha

Zitat von Eu1ropa
... Erfahrung hat weiß Marihuana ist einstiegsdroge nr 1
Ich kannte mal einen glücklichen Kiffer der von seinem Arbeitgeber zu einer "Therapie" genötigt wurde, die wochenlangen Demütigungen durch die sogenannten Therapeuten, das Korbflechten, die Seidenmalerei, das verabreichen von chemischen Psychopillen um ihn vom Konsum einer harmlosen Pflanze zu "heilen", haben ihn in den Wahnsinn getrieben. Er hat sich das Leben genommen! Vor der Therapie war er ein glücklicher Mensch!!!
Die Sozialmafie arbeitet Hand in Hand mit der Pharmlobby, es geht um Krankheitserhalt, nicht um Heilung.

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freisein233 29.11.2012, 15:30
326.

Also, die weiblichen Blüten der Cannabispflanzen sind sehr stark THC-haltig, weshalb die feminisierten Samen in der Nachfrage sehr weit verbreitet sind. Nachgewiesen sind die positive Wirkungen auf Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und krankhaften Abmagerungen. Daher wird, wenn überhaupt, das Rauchen der Pflanze vor allem bei Krebs- und AIDS-Patienten genutzt, um die Beschwerden durch die starken chemischen Therapien zu entlasten. Das Rundum-Potenzial bei Schmerz- und Depressionserkrankungen wird derzeit intensiv erforscht.

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freisein233 29.11.2012, 15:32
327.

Und hir gibt es mehr info:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/cannabis-als-medizin-die-heilkraft-des-hanfs-1.524929

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