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Vollstrecker für Bosse: Der Betriebsrätefresser
picture alliance/ ZB

Kommt es hart auf hart, erledigen Spezialisten die Drecksarbeit für Firmen, die schwer kündbare Angestellte schassen wollen. Solch ein ausgebuffter Profi-Bösewicht ist Helmut Naujoks. Seine Gegner werfen dem Rechtsanwalt vor, Drehbücher der Eskalation zu verfassen - und Anleitungen zum Mobbing. Rechtsanwalt hilft Arbeitgebern bei Kündigung von Unkündbaren - SPIEGEL ONLINE

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amerlogk 05.04.2012, 13:52
10.

Zitat von Ray Cohen
Das könnte man so einfach lösen: Jedes Unternehmen bekommt pro 100 oder 200 Mitarbeiter eine Freikündigung im Jahr. Die Freikündigung gilt in allen Fällen, egal ob Betriebsrat, Krank, behindert, schwanger, Minderheit, langjährige Betriebszugehörigkeit. Das würde Mobbing so gut wie komplett eindämmen.
Von Rechtsstaatlichkeit halten sie nicht.

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larsknopke 05.04.2012, 13:53
11.

Zitat von paradiddlediddle
ist doch ein netter sympathischer Typ auf dem Bild, oder? Der kann doch keiner Fliege was zu Leide tun... Zu verurteilen sind diejenigen, die solche Dienste anheuern und bezahlen!
Natürlich ist schon der Anfang des Artikels ein schlagendes Argument: Ein Dicker im Anzug mit zurückgekämmten Haaren kann ja nur ein Bösewicht sein.

Doch der Autor wird noch objektiver: Er versucht einen Arbeitgebervertreter zu demontieren, in dem er seine Gegnerin, eine Spezialistin der Gewerkschaft, zu Wort kommen lässt. Gute Idee: Machen wir uns doch künftig ein realistisches Bild von der CSU, indem wir einen linken Generalsekretär dazu befragen.

Und dann führen dann Unternehmen 150 Gerichtsprozesse gegen Betriebsräte. Ich nehme mal an, dass wenigstens diese Zahl nicht erfunden ist. Hat mal jemand darüber nachgedacht, wieviel Zeit, Papier, Bürokratie und Aufwand das für ein Unternehmen ist? Wieiviel bares Geld das kostet? Wie viele Unternehmen können sich das überhaupt leisten? Garantiert kein normales KMU.

Klar wird es sowas geben, klar wird es Mobbing und unmöglichstes Verhalten von Arbeitgebern gegenüber Arbeitnehmern geben, kein Zweifel. Aber die Einseitigkeit und Undifferenziertheit, mit der das Thema hier dahingeschludert wird, ist doch wohl der deutlichste Beleg dafür, dass Naujoks nicht unrecht hat, wenn er von einem etwas einseitig verzerrten Bild von der Arbeitgeber-Arbeitnehmerbeziehung spricht.

Jedem der es nicht glaubt, rate ich einfach mal, ein paar Mail-Newsletter für Betriebsräte zu abonieren. Das gegeneinander Aufhetzten jnd errichten von Gräben, das Schüren von Vorurteilen wird ganz sicher nicht nur von den Arbeitgebern betrieben. Dieses Meisterstück des kritischen Journalismus hier ist ein weiteres Beispiel dafür...

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Oskar ist der Beste 05.04.2012, 13:58
12.

Zitat von sysop
Kommt es hart auf hart, erledigen Spezialisten die Drecksarbeit für Firmen, die schwer kündbare Angestellte schassen wollen. Solch ein ausgebuffter Profi-Bösewicht ist Helmut Naujoks. Seine Gegner werfen dem Rechtsanwalt vor, Drehbücher der Eskalation zu verfassen - und Anleitungen zum Mobbing.
das Problem ist nicht dieser sog. RA, sondern das Unternehmen, daß einen solchen Typen engagiert, um den Betriebsrat zu "brechen". Aus meiner eigenen Erfahrungen weiß ich, daß die meisten Betriebsräte viel zu angepasst sind als das es derartiger Methoden überhaupt bedürfe...die meisten schrecken doch schon zusammen, wenn der "Chef" zum Gespräch bittet.
Die Frage aber bleibt, ob die beschriebenen Methoden nicht strafbewährt sind. (etwa das Aufstellen unwahrer Tatsachenbehauptungen oder auch das Einmischen des Arbeitgebers in die Entscheidungsfreiheit der Arbeitnehmer, einen Betriebsrat zu betreiben.
Ich selber habe auch nie verstanden, wieso Arbeitnehmer den Unternehmern ueberhaupt zugehört haben, wenn diese verkündeten, daß sie keinen Betriebsrat haben wollen.

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chinataxi 05.04.2012, 13:58
13. zusammenlegen

Zitat von sysop
Kommt es hart auf hart, erledigen Spezialisten die Drecksarbeit für Firmen, die schwer kündbare Angestellte schassen wollen. Solch ein ausgebuffter Profi-Bösewicht ist Helmut Naujoks. Seine Gegner werfen dem Rechtsanwalt vor, Drehbücher der Eskalation zu verfassen - und Anleitungen zum Mobbing.
und mit ein paar russischen privatdedektiven dem typen nachstellen, und zwar so dass er es bemerkt : ) einfach mal bei den nachbarn fragen

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loncaros 05.04.2012, 14:00
14.

Wenn dieser mann tausende von Klagen verursacht die alle verlieren, gehört im die Zulassung entzogen.

Leider funktionieren in einem Verbrecherstaat solche Kontrollmechanismen nicht.

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avolk11 05.04.2012, 14:01
15. mich gruselts...

Wäre dieser Typ in der DDR aufgewachsen und gäbe es die DDR noch, wäre dieser Typ jetzt Parteibonze oder Stasi-Oberst und würde Leute zersetzen.

Wann begreifen wir endlich, das es solche Typen überall gibt und das sie vom gesellschaftlichen Leben isoliert werden sollten, damit sie der Gesellschaft keinen Schaden zufügen können. Wir haben schon genug Angst, Misstrauen und Entsolidarisierung.

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Tadaa79 05.04.2012, 14:01
16. Alles rechtens...?!

Scheinbar ja, aber vielleicht ist hier der Trigger für die Regierung. Nein, nicht mehr Macht für BR und Gewerkschaften, die sind schon mächtig genug.

Viel mehr sollte hinterfragt werden, ob es sinnig ist, dass AN so häufig am Stück mit Kündigungen überzogen werden können? Ob im Umkehrschluss bei Niederlage vor gericht der AN horrende Schadensersatzzahlungen zugesprochen kommt? Dann wäre die Hemmschwelle viel höher für das Unternehmen.

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Vex 05.04.2012, 14:03
17. abstruse Idee

Zitat von Ray Cohen
Das könnte man so einfach lösen: Jedes Unternehmen bekommt pro 100 oder 200 Mitarbeiter eine Freikündigung im Jahr. Die Freikündigung gilt in allen Fällen, egal ob Betriebsrat, Krank, behindert, schwanger, Minderheit, langjährige Betriebszugehörigkeit. Das würde Mobbing so gut wie komplett eindämmen.
Der Kündigungsschutz für Schwangere, Behinderte etc hat seinen guten Grund.
Was sie beschreiben erfüllt nicht den gesellschaftlichen Zweck den ein Unternehmen hat.
Die Wirtschaft ist da um "allen" Wohlstand zu sichern und nicht um uns zu knechten.
Sie fordern mehr Willkür und somit mehr Ungerechtigkeit ...
Zudem heisst eine Entlassung noch lange nicht das sie schlecht arbeiten oder dem Unternehmen schaden ... kann auch bedeuten das ihr Gesicht oder ihre Meinung dem Chef oder Vorstand nicht passt.

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zynik 05.04.2012, 14:05
18. neues vorbild

Zitat von vincentvega58
...sog."deutschen Herbst"hätte sich so etwas schnell erledigt!
...und heute ist er eines der neuen deutschen Karrierevorbilder. So ändern sich die Zeiten.

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prokrastinierer 05.04.2012, 14:09
19. In der Tat

Zitat von vincentvega58
...sog."deutschen Herbst"hätte sich so etwas schnell erledigt!
... hab ich mir auch gedacht... vor allem als ich mir sein Gesicht angeschaut habe und den entsprechenden Artikel gelesen habe, musste ich zwangläufig an diese ganzen alten NSDAP-Juristen denken...

Naja... was hilft? Wir brauchen endlich wieder starke Gewerkschaften, damit solche widerlichen Typen erst gar nicht zum Zuge kommen. Bin da aber leider sehr pessimistisch...

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