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Waffen: "Botschafter des Todes"

Weil sie kaum zu entdecken, tödlich und billig sind, droht ein weltweiter Rüstungswettlauf um die stärkste Drohnenflotte. Die Erfolge der USA beim juristisch fragwürdigen Einsatz der unbemannten Flugkörper gegen Terroristen heizen das Geschäft an, Israel und China drängen auf den Markt.

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lateral 19.10.2011, 18:16
1. d

Zitat von sysop
Weil sie kaum zu entdecken, tödlich und billig sind, droht ein weltweiter Rüstungswettlauf um die stärkste Drohnenflotte. Die Erfolge der USA beim juristisch fragwürdigen Einsatz der unbemannten Flugkörper gegen Terroristen heizen das Geschäft an, Israel und China drängen auf den Markt.
Drohnen sind toll. Da kann man schön von zu Hause arbeiten und den Standard-Hartz-IV-Empfänger mit einem Euro pro Stunde dafür bezahlen, dass er Vollbart-Träger abknallt, die in der Wüste herumhüpfen. Ausbildung für das virtuelle Töten brauchen die auch nicht, die können das schon. PS3 hochgefahren, Ego-Shooter CD raus, beim US-Militär/CIA/Mossad einloggen, Controller in die Hand und los gehts mit dem Ballerspaß. Danach erst mal ne kühle Büchse Karlskrone und ne Aldi-Zigarette. Und der Staat spart sich dann auch noch die Behandlungskosten für Kriegstraumata.
http://www.realnewsreporter.com/wp-c...ng-300x195.jpg

Schöne neue Welt.

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ted211 19.10.2011, 18:29
2. Friedensnobelpreis

Für den verstärkten Einsatz von Drohnen gibt es sogar den Friedensnobelpreis!

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hdudeck 19.10.2011, 18:55
3. Dieser Satz

Internationale Abmachungen könnten helfen, den Einsatz von Drohnen zu regeln

ist ja der blanke Hohn. Man muss sich nur das Gebaren der Nato/USA ansehen, die sich in letzter Zeit ueber alle internationalen Abmachung ohne weiteres hinwegsetzten, frei der Devise, Abmachungen muessen nur von der anderen Seite eingehalten werden, sonst bringen wir die vor den Internationalen Gerichtshof.

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hazadeur 19.10.2011, 18:57
4. Waffen: "Botschafter des Todes"

Zitat von sysop
Weil sie kaum zu entdecken, tödlich und billig sind, droht ein weltweiter Rüstungswettlauf um die stärkste Drohnenflotte. Die Erfolge der USA beim juristisch fragwürdigen Einsatz der unbemannten Flugkörper gegen Terroristen heizen das Geschäft an, Israel und China drängen auf den Markt.
Drohnen sind eine wichtige Weiterentwicklung der Luftwaffe, märzen sie doch eine erhebliche Schwäche von Kampfflugzeugen aus: den Piloten.
In einem längeren Konflikt wird es immer wieder zu Verlusten an Maschinen und Piloten kommen. Kampfjets kann man mit dem richtigen Rüstungsprogramm wie am Fließband produzieren, Piloten aber nicht. Der Verlust von Piloten wiegt daher schwer. Der Einsatz von Drohnen schafft diese Verluste aus der Welt, da die Drohnenpiloten gut geschützt ausserhalb der Kampfzone handeln.

Drohnen helfen auch, Verluste unter den möglichen Zielen zu vermeiden. Piloten von Hubschraubern oder Flugzeugen, die direkt an unterstützenden Bodeneinsätzen teilnehmen, unterliegen Stress und Lebensgefahr. Diese Mischung läßt die Piloten sicher häufiger den Abzug betätigen als nötig, was zu unnötigen Opfern führt. Der Drohnenpilot ist nicht in Lebensgefahr und kann eher mit klarem Kopf entscheiden. Er kann nur eine Drohne verlieren, aber nicht sein Leben - ihm droht bei Abschuss auch keine Gefangenschaft.

Die Argumente gegen die Drohnen, dass sie leichtfertig eingestzt werden, ist sicher übertrieben. Ob nun ein Ziel per Drohne oder CIA-Kill-Team (oder Navy Seals) ausgeschaltet wird, ist egal. Wenn die Entscheidung zu einer Exekution gefällt wird, dann wird sie gefällt. Wie sie ausgeführt wird, wird erst dann entschieden. Je nachdem welche Einsatzart am erfolgsversprechensden ist. Der Drohneneinsatz schützt nur das Leben der eigenen Leute und erhöht evtl. die Erfolgschance einer Operation.

Auch die Möglichkeit, eine Drohne zu verlieren, ist kein Gegenargument. Kriegsmaterial, seien es Panzer, herkömmliche Flugzeuge, Hubschrauber oder Transportfahrzeuge laufen Gefahr zerstört zu werden. In dem Punkt bietet die Drohnen keinen wesentlichen Vorteil, aber auch keinen Nachteil.

Dass Drohnen auch von "Räuberstaaten" und Terroristen eingestzt werden können spricht auch für einen Drohnenprogramm der "Westmächte", denn Terroristen haben letztlich keine Skrupel, Drohnen einzusetzen. Es wäre dumm, den Rüberstaaten und dem Terrorismus dieses Feld zu überlassen. Das "Böse" hat sich schon immer erfolgreich bewaffnen können.

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Grummelchen321 19.10.2011, 19:00
5. Nur eine

Frage der Zeit bis mann am Himmel nur noch Drohnen sieht die sogar eine Nukleare Last tragen können.
Mir macht der Gedanke ein wenig Angst.Mal abgesehen davon das es Hackerangriffe auf die Infrastruktur geben wird.Nicht auszudenken was geschehen würde wenn die Dinger nicht mehr kontrolliert werfen könnten.
Folgendes Szenario wäre denkbar:" per Virus Kapern einer Drohne mit einer Atomwaffe.Angriff und Abwurf der Waffe über dem Land des Gegners.Somit wird die eigne Bombe zur Gefahr.

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Transmitter 19.10.2011, 19:03
6. Ich nix verstehen!

Zitat von hdudeck
Internationale Abmachungen könnten helfen, den Einsatz von Drohnen zu regeln ist ja der blanke Hohn. Man muss sich nur das Gebaren der Nato/USA ansehen, die sich in letzter Zeit ueber alle internationalen Abmachung ohne weiteres hinwegsetzten, frei der Devise, Abmachungen muessen nur von der anderen Seite eingehalten werden, sonst bringen wir die vor den Internationalen Gerichtshof.
Häh? Ich habe nichts verstanden. Könnten Sie bitte einmal etwas verständlicher eläutern, was genau Sie eigentlich mit Ihrem Beitrag meinen? Danke!

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A-Schindler 19.10.2011, 19:05
7.

Ach wie gut das kaum jemand weiß das auch der Feind die Drohnen zu übernehmen weiß...

Es ist ja schon mehrmals vorgekommen das die Drohnen vom Gegner übernommen wurden, nur davon ließt man kaum etwas.

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Grummelchen321 19.10.2011, 19:06
8. Es war

ja auch zu lesen das es im Irak gelungen war mit simpler Technik auf den Videostream einer Drohne zuzugreifen.Also ist es nur eine Frage der Zeit bis es gelingen wird eine Drohne per Software zu übernehmen.In den Staten wurden schon Schädlinge auf Rechnern gefunden die für die Steuerung benutzt werden..Dabei handelte es sich um Festplatten die für die Auswertung mit einem Wechselsystem entnommen werden können.

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maka2 19.10.2011, 19:09
9. Falsch gefragt

Bei der Ganzen Diskussion wird ständig ignoriert, dass die Dronen-Technologie überhaupt nicht das Problem ist. Die Dronen können nichts, was man nicht auch mit einem Hightech-Flugzeug auch machen könnte. Es ist lediglich einfacher und billiger.
Ich erinnere mich noch sehr gut wie vor 10 Jahren Ständig F16-Piloten aus versehen Bomben auf irgendwelche Menschen-Ansammlungen in der Wüste geworfen haben, weil man sie für feindliche Soldaten gehalten hatte. So gesehen sind die Drohnen schon deutlich sichererer, weil man es sich mit denen viel einfacher erlauben kann sich die Situation am Boden etwas länger im Detail anzuschauen bevor man sich entschließt nen neuen Krater in die Wüste zu hauen.
Solche Geschichten haben ich eigentlich schon seit Jahren nicht mehr in den Nachrichten gesehen. Und bei all den Angriffen, die jetzt durchgeführt werden hätte man genau so gut eine Aufklärungs-Drohne für nen Tag spähen lassen können und dann eine F35 hinterherschicken, die dann eine Bombe aufs Ziel wirft. Dronen nimmt man nur deshalb, weils einfach billiger und weniger aufwändig ist.

Das Problem ist hier wirklich nicht die Technologie.

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