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Wahlkampf: Europas Liberale fordern Teilnahme an deutschen TV-Duellen

 

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Stäffelesrutscher 19.03.2014, 19:16
1.

»Wenn man ihn, Verhofstadt, einladen würde, "müssten wir auch die Spitzenkandidaten der Grünen und der Linken sowie möglicherweise weiterer Parteienfamilien berücksichtigen", heißt es in der Antwort.«
Das ist des Pudels Kern. Kein ÖR-Sender lädt freiwillig eine Figur der Linken ein. Notgedrungen werden dann auch die Liberalen ausgeschlossen.

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gustavsche 19.03.2014, 19:19
2.

Ich finde die Zuspitzung auf zwei Personen und zwei Parteien einfach grauenhaft und der parlamentarischen Demokratie nicht angemessen, gerade auch, weil dort ein nativer Sozenclown gegen einen schwarzen Sozenclown antreten soll. ZDF hat sich wohl die Bekämpfung des Liberalismus auf die Fahnen geschrieben.

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thelma&louise 19.03.2014, 19:38
3. Zu deutsche Perspektive

Selbstverständlich muss der liberale Kandidat eingeladen werden. Ich habe allerdings auch gehört diesen Artikel zu lesen an dem Punkt, an dem es hieß dies würde an Guido Westerwelle als Kanzlerkandidat erinnern. So ein Unsinn. Als ob die europäischen Liberalen gleichzusetzen seien mit der FDP. Das ist einfach falsch und diese Gleichsetzung verdummt das deutsche Wählervolk. Wir sind durchaus in der Lage drei Menschen in einem Fernsehformat zu folgen.

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tubelayer53 19.03.2014, 19:58
4.

Der blockpartei-eigene Sender müsste (und sollte, vielleicht aus - ja! - Demokratiegründen) dann auch allen ein Forum bieten. Also zumindest allen, die gegenwärtig über 3% liegen. Trifft das auf die "Liberalen" zu? Auf die AfD, beispielsweise, ja schon. Das will natürlich niemand. Aber andere über freie Wahlen belehren, das geschieht gern. Eine Wahl hat man aber nur, wenn auch Gleichheit hinsichtlich der Informationsangebote über die Inhalte der zur Wahl stehenden Parteien herrscht.

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hobbyleser 19.03.2014, 20:26
5.

Ich bin tatsächlich hin und her gerissen. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, das der Liberalismus und seine Auswüchse genug Schaden in Europa hinterlassen hat und deshalb nicht noch Air Time benötigt. Aber in Sachen Demokratie gibt es nun einmal nur eine Antwort! Alle Kandidaten ins Fernsehen! Ja, auch die der kleinen Parteien, der linken, der rechten, der grünen, gelben, blauen. Demokratie lebt vom Diskurs, nicht von der Verengung und Ausgrenzung. Im Übrigen würde man den extremistischen und populistischen Rattenfängern so die Gelegenheit geben, sich selbst zu disqualifizieren.

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joachim_m. 19.03.2014, 20:54
6.

Ich bin auch für eine breitere Debatte, an der alle Parteien teilnehmen dürfen, die sich zur Wahl stellen. Wenn das nicht geht, eben nur die im Bundestag vertretenen Parteien, wovon früher die FDP profitiert hat, heute müssen die "leider" zu Hause bleiben, genauso wie die Grünen früher, als sie noch nicht im Bundestag waren.

Aber davon ab: Auf die (Neo-) Liberalen kann man in der EU ganz gut verzichten: Die Interessieren sich inzwischen sowieso nur noch für Wirtschaft, das Fordern von Freiheitsrechten, insbesondere Bürger- und Grundrechte, war einmal und die Wirtschaftsform, die sie favorisieren funktioniert ungefähr so wie der Kommunismus: Keiner hat was und ein paar Privilegierte bereichern sich ungeniert auf Kosten aller.

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ssdctm 19.03.2014, 21:01
7. Absagen!

Bevor man die FDP einlädt, sollte man die Sache absagen. Juncker hat schon genug Foren und man kann ihn in Deutschland nicht wählen (oder hab ich was verpasst und Deutschland hat Luxemburg annektiert - blöder Scherz ich weiß) und was Schulz zu sagen hat weiß ich eh. Als Parlamentspräsident ist mir Schulz willkommen. Sonst halte ich von der EU nur wenig. Eine weitere Talkshow wie hunderte andere. Schade um die schöne Sendezeit. Besser eine wissenschaftliche Doku.

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Shiftenz 19.03.2014, 21:17
8.

Wir müssen anfangen mehr Demokratie zu leben. Also nicht nur die Liberalen ins Fernsehen, sondern auch alle anderen Parteien. Seien sie rechts, links, grün, blau oder sonst was. Jede Partei muss in einer Demokratie die Chance bekommen sich dem Wähler zu präsentieren und um Stimmen zu werben.

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Bad_Species 19.03.2014, 23:08
9.

Eine Debatte mit den Spitzenkandidaten der Grünen, Linken, Liberalen und meinetwegen auch einem von den "Europa-der-Vaterländer"-Deppen wäre sicher auch spannend.
Sowas gab's doch auch vor der Bundestagswahl mit Gysi, Trittin und Brüdere. Also ich würd's mir anschauen.

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