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Wallraff bei RTL: Ein jeder trage des anderen Päckchen
RTL

Einer trage des anderen Päckchen: In seiner neuesten Undercover-Recherche solidarisiert sich Günter Wallraff mit den Ausgebeuteten der Zustellerbranche - und organisiert dabei einen sonderbaren Zusammenschluss großer Medienmarken. Gewinner dabei ist vor allem einer: Wallraff selbst. Günter Wallraff undercover als Paketbote für RTL und "Zeit" unterwegs - SPIEGEL ONLINE

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herr.schaften 31.05.2012, 09:55
70. Hängt den Boten!

Zitat von pensatore libero
Sein ganzes Leben lang hat WallRAFF auf Kosten der Erniedrigten und Beleidigten Millionenen DM u. € gescheffelt.
Was bei Ihnen aber offenbar niemals dazu führen würde, Kritik daran zu üben, worum es im Beitrag ging? Um genau dasselbe Prinzip, nur um Potenzen größer.

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seti2012 31.05.2012, 09:57
71.

Naja Schmudelsender hin oder her, ich habe den Beitrag gestern gesehen und ich finde es positiv, dass solche Mißstände aufgedeckt werden und nich immer versucht wird hier alles schönzureden. Wer gehört bzw. gesehen hat wie diese aroganten GLS Manager über die Fahrer reden und mit Ihnen umgehen, bekommt das Gefühl zurück ins Mittelalter katapultiert zu werden, wo Leibeigene noch an der Tagesordnung standen. Jeder sollte sich nun genau überlegen ob er noch die Dienste von GLS in Anspruch nimmt. Ich werde sie als Selbständiger mit Sicherheit meiden.

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ThomasTM 31.05.2012, 09:58
72. was soll das?

Ich lese seit jahren hier bei spon, aber ich habe selten so einen schwachsinns artikel gelesen! Den leuten die das betrifft wird so nicht geholfen. Mir ist vollkommen wurscht ob ein hr. wallraff (danke dafür!) oder rtl davon provitieren könnte. Tun sie lieber was um solche missstände aufzuhalten. Berichten sie jeden tag von solchen sachen und klagen an, dann ändert sich hoffentlich was in dieser branche oder auch in anderen wo es ähnlich menschenverachtend zugeht!

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Phillsen 31.05.2012, 09:59
73. Leider Bekannt

Es ist ja leider nicht grade eine neue Nachricht, dass Paketfahrer nichts verdienen oder gar komplett gratis arbeiten (siehe Amazon Zentren+Arbeitsagentur)
Aber das wird sich wahrscheinlich auch nicht ändern bis die Angestellten dieser Dienste sich solidarisieren, organisieren und die Branche mal für ne Woche oder so per Streik komplett stilllegen.
Und ich meine Komplett.

Ich für meinen Teil bestelle regelmäßig im Internet und kenne daher zumindest unseren Hermes und unsere DHL-Fahrerin mittlerweile recht gut.
Es ist wie überall, man gibt "Trinkgeld".
Und zwar demjenigen der den Service erbringt.
Ich mach das immer. Werkstatt, Friseur, Handwerker, etc.
Meistens n fünfer oder so (habs ja nu nich dicke ^^) Aber als Wertschätzung reicht das.
Ich bin zwar ganz klar dafür, dass jeder Arbeitnehmer von seinem Lohn auch leben können muss. Aber ich bin auch dafür, dass man gute Arbeit wertschätzen sollte und nicht nur bezahlen.

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spon-facebook-10000056977 31.05.2012, 10:02
74. Sinn ?

Ich kann brille000 abolut zustimmen.
Die Reportage war sehr interessant und aufschlussreich und hat sicherlich viele Menschen erreicht. Ich werde sicherlich nicht mehr mit GLS zusammenarbeiten, bzw denen einen Auftrag geben.
Wieso der Spiegel wiedermal einen so sinnlosen und kritisierenden Artikel schreibt.. wer weiß das schon..

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sappelkopp 31.05.2012, 10:02
75. Das Thema ist ja nicht neu:

Zitat von sysop
Einer trage des anderen Päckchen: In seiner neuesten Undercover-Recherche solidarisiert sich Günter Wallraff mit den Ausgebeuteten der Zustellerbranche - und organisiert dabei einen sonderbaren Zusammenschluss großer Medienmarken. Gewinner dabei ist vor allem einer: Wallraff selbst.
Menschen werden in unserer Gesellschaft ausgebeutet, Beispiele gibt es genug, auch von Paketdiensten. Gesellschaft und Politik wollen jedoch nichts dagegen tun, weil es sie nicht stört und alle, bis auf 5 Millionen die davon betroffen sind, profitieren.

Eines weiß doch jeder: Nur Arbeitsplätze, die den Arbeitnehmer ernähren - er muss dabei keine Reichtümer anschaffen - sind Arbeitsplätze zu nennen. Alles andere ist nur Subvention der Unternehmen.

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Rodelkönig 31.05.2012, 10:02
76.

Zitat von Mirko D. Walter
Ich will ja nicht schönreden, was hier an Arbeitsbedingungen herrscht. Aber ist eigentlich jemandem, der hier Mindestlöhne fordert, klar, dass gerade diese Klientel mit höheren Versandkosten (die die Folge von höheren Löhnen sein müssen) abgestraft wird? Wenn ein Durchschnittsverdiener 20 oder 50% mehr für den Versand bezahlt, ist das was unangenehm für den Geizhals in uns, aber in der Regel noch zu verkraften. Wenn jemand mit Mindestlohn diese erhöhten Versandkosten bezahlt, kann das schon deutliche Auswirkungen haben. Deshalb verstehe ich auf moralischer Ebene die Forderungen nach Mindestlohne zwar, halte sie aber für den falschen Weg. Denn das schafft nur neue Probleme.
Das Argument ist Quatsch. Denn wenn der Fahrer vorher noch nichtmal einen Mindestlohn von meinetwegen 8€ bekommen hat, sondern lediglich 3 oder 4€, dann konnte er sich den Versand auch vorher schon nicht leisten, geschweige denn irgendetwas zu kaufen, was er sich hätte zusenden lassen können.

Zitat von Mirko D. Walter
Das eigentliche Übel liegt darin, dass das Management heute jedes Jahr erhebliche Gewinnsteigerungen einfahren muss. Dieser Druck führt dazu, dass wir in einer Spirale gelandet sind: Weniger Kosten heißt weniger Lohn heißt weniger Geld zum Ausgeben heißt kleinerer Preis heißt wiederum weniger Kosten, weniger Lohn, etc. pp.
Richtig. Aber mit Moral und Ethik brauchen Sie den Leuten im Management und den Aktionären nicht kommen. Das funktioniert nicht. Dem Sozialismus wurde immer vorgeworfen, er würde nicht funktionieren, weil er von einem grundsätzlichen guten Menschen ausgeht, der konstruktiv an allem mitarbeitet und dass dieses Menschenbild aber nicht der Realität entspräche. Aber genau dasselbe Argument gilt auch für den Kapitalismus. Nur mit harten Regeln, die ein Staat vorgibt, kann eine Marktwirtschaft auf Dauer halbwegs gerecht funktionieren. Fehlen diese Regeln oder ein Staat, der sie durchsetzt, führt das irgendwann zwangsläufig zu derart großen sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verwerfungen, dass das betreffende Gesellschaftssystem zusammenbricht und man irgendwie neu anfangen muss.
Die einzige Möglichkeit, eine derartige Lohnspirale nach unten zu stoppen in einer Welt, in der Dank Produktivitätssteigerung und Automatisierung immer weniger Arbeitskraft gebraucht wird, sind Mindestlöhne. Anders geht es nicht. Selbst wenn wir alle Arbeitslosen zu Millionen von Ingenieuren und Technikern ausbilden würden, müssten sie letztendlich doch irgendwo als Kellner oder Reinigungskraft arbeiten. Es gibt nunmal einfache Tätigkeiten, die zwingend von irgendjemandem verrichtet werden müssen, aber es ist ein Versagen eines ganzen Systems, wenn diese Millionen Menschen dann wie Sklaven behandelt werden ohne Rechte, ohne sichere Einkommen, ohne Basis, auf der sie ihr Leben aufbauen können.

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bicyclerepairmen 31.05.2012, 10:04
77.

Zitat von joschitura
Tja Leute, wer ist denn schuld an der Misere? Ich erinnere mich noch daran, wie bei der von der Lobbypolitik durchgesetzten Abschaffung des Postmonopols alle gejubelt haben, hach, jetzt wirds billiger, schneller, besser... Pustekuchen:

Also ich kann mich nicht an jubilierende Massen auf den Strassen nicht erinnern.

Schon damals war es den meisten Nutzern ( ich spreche jetzt nicht von der durch die Gewinnler hofierten Bezahljournalisten oder den geschmierten Politiker ) das das so enden wird -
mieser Service (Post) und wie jetzt, in durch 3 Tagescrashkursen geschultes Postbackkaffeetogoshoppersonal die die Portokosten in den gleichen Heftchen nachlesen müssen wie der Kunde vor dem Tresen.

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Jom_2011 31.05.2012, 10:05
78. .

Zitat von fleischwurstfachvorleger
... Die Spirale muss wieder in die andere Richtung gehen. Arbeit muss wieder gerecht bezahlt werden. Mindestlöhne sind ein muss. Davon würden alle profitieren.
Mindestumsatz für jede Branche, einen "gerechten" Mindestpreis für jedes Produkt, staatlich festgelegt...gabs schon einmal. Planwirtschaft ?

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Rodelkönig 31.05.2012, 10:05
79.

Zitat von i-projekt
Das ist doch ein alter Hut! Hej Günnie wie sind denn die Arbeitsverhältnisse bei RTL & Co? In meiner Heimatstadt haben es gerade die lokalen Journalisten schwer mit der hiesigen Zeitung einen Tarifvertrag abzuschliesen.
Also wenn selbst Journalisten einen Undercover-Aufdecker brauchen, um sich selbst in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen, dann weiß ich auch nicht. Das wär ja so, als würde ein Automechaniker sein Auto in eine andere Werkstatt bringen, um es dort reparieren zu lassen.

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