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Warnung vor staatlicher Regulierung: Bundespräsident Gauck verteidigt Neoliberalismus
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Es ist ein eindringlicher Appell für mehr Wettbewerb und gegen einen zu stark regulierenden Staat: Bundespräsident Joachim Gauck hat in einer Festrede den Neoliberalismus verteidigt. Er nannte es "merkwürdig", dass der Begriff so negativ besetzt sei. Gaucks neoliberales Plädoyer: Er fordert mehr Mut zum Wettbewerb - SPIEGEL ONLINE

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ragrn 16.01.2014, 15:20
220.

Zitat von Wassup
Die Staatsgläubigen vergessen immer, das die Politik der kreditfinanzierten Wirtschaftsankurbelung nach der Methode Keynes zur US-Immobilienkrise geführt hatte.
George W. Bush war ja ein richtiger Keynesianer, und die Immobilienblasen der 50er-60er Jahre waren katastrophal für die USA.

Und bezüglich Fannie Mae/Freddie Mac, ihnen ist schon klar das wenn der Häusermarkt einbricht werden Immobilienfinanziers stärker betroffen sein als klassische Banken.

Der Subprimemarkt wurde auch nicht von Fannie/Freddie dominiert sondern von privaten Banken wie Countrywide.

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m.ohler 16.01.2014, 15:23
221. Wenn man die meisten Kommentare...

...hier liest, kann man sich nur eine Aufwertung des Geschichtsunterrichts in den Schulen wünschen. Wem der kurze Blick in eine Enzyklopädie der Wahl nicht zu aufwendig ist, der wird die Richtigkeit der Aussagen Gaucks zum Begriff "Neoliberalismus" kaum bestreiten können.

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pablo1 16.01.2014, 15:24
222. Nennen Sie doch...

Zitat von trolleyhog
merkwürdig ist es nicht, dass der begriff neoliberalismus negativ besetzt ist. da darf sich herr gauck bei der fdp bedanken. die interpretation durch die fdp hat dem grossen freiheitsgedanken sehr geschadet. allerdings seh ich parallelen zum kommunismus....beides hat in seiner grundidee gute vorstellungen des oekonomischen miteinanders, allerdings in ihrer realform wird beides ad absurdum geführt und endet zwangsläufig in einer wirtschaftlichen und humanitären katastrophe
mal Belege aus dem FDP-Programm, was dort angeblich marktradikal ist. Sie haben das mit Sicherheit nicht gelesen und plappern einfach nach, was beispielsweise Sarah Wagenknecht so von sich gibt.

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wuchtbrumme 16.01.2014, 15:24
223. ...

Zitat von sysop
Es ist ein eindringlicher Appell für mehr Wettbewerb und gegen einen zu stark regulierenden Staat: Bundespräsident Joachim Gauck hat in einer Festrede den Neoliberalismus verteidigt. Er nannte es "merkwürdig", dass der Begriff so negativ besetzt sei.
Ganz ehrlich, NUN kann er auch die Klappe halten. Monate lang nichts zum NSA-Skandal gesagt, DAS wäre mal wichtiger.
"Neoliberalismus" ist ganz zurecht negativ zu werten, wenn man sich die Vertreter dessen einmal anschaut. Grade jemand der unter einem totalitären Staat leben musste sollte sich mehr für die Freiheit des einzelnen einsetzten, nicht für die Freiheit des sogenannten Marktes

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naklar? 16.01.2014, 15:24
224. Man muß sich nur umschauen. Um einen herum ...

... nur noch Fast-Monopolisten. Unsere Wirtschaft ist zugrunde geregelt worden; ganz zum Wohle der Big-Spender und Anschlußposten-Versorger. Solange dem Staat noch die Fütterung Ihrer Sklaven-Arbeiter mit Billig-Fett und Zucker gelingt, solange kann die Politkaste fleißig so weitermachen; hofft sie jedenfalls. Aber alles ist endlich im Leben.

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vwl_marlene 16.01.2014, 15:24
225. Funktionierender Wettbewerb

bedeutet aber auch, dass es viele kleine (nicht marktbeherrschende) Anbieter gibt. Deswegen brauchen wir eine Regulierung, die es verhindert, dass Banken "too big too fail" werden.
Funktionierender Wettbewerb bedeutet auch, dass die Konsumenten verstehen, was sie kaufen. Er braucht Transparenz. Manchmal kann man dise Transparenz eben nur mit Regulierung hinbekommen.

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sch123 16.01.2014, 15:24
226. Wow

Zitat von pablo1
Herr Bundespräsident, aber wie eben bei Linken üblich, begreifen sie dieses wirtschaftspolitische Konzept nicht. Der Begriff Neoliberalismus ist in den 40iger Jahren entstanden und steht für die Erkenntnis, dass eine wettbewerbsorientierte Marktwirtschaft Regeln braucht. Und auf diesem neoliberalen Konzept beruht die soziale Marktwirtschaft und mit irgendwelchem Marktradikalismus hat das nichts zu tun. Mit diesen Kampfbegriffen kaschieren Linke, dass sie eben kein wirtschaftspolitisches Konzept haben, sondern nur Klassenkampfbegriffe runterleiern können.
Sie unterstellen anderen, Klassenkampfbegriffe runterzuleiern, faseln selber aber von den "Linken" und "...wie bei Linken üblich"?
So merkbefreit muss man erstmal sein.
Und wie der Begriff "Neoliberalismus" HEUTZUTAGE, also in DIESEM JAHRZEHNT besetzt ist scheint Ihnen ebensowenig klar zu sein wie Herrn Gauck. Es haben schon mehrere hier drauf hingewiesen: z.B. wikipedia kann da helfen.

Übrigens unterstelle ich Herrn Gauck, dass er ganz bewusst die alte Schule und die neue Schule -nennen wir es mal so- des Neoliberalismus durcheinanderschmeisst. Er spricht sich ja offensichtlich GEGEN Regulierung aus, auch im Widerspruch zu Ihrer Definition:
Zitat von pablo1
Der Begriff Neoliberalismus ist in den 40iger Jahren entstanden und steht für die Erkenntnis, dass eine wettbewerbsorientierte Marktwirtschaft Regeln braucht.
Ist Ihnen nicht aufgefallen im Eifer des Gefechts, gell? Hauptsache erstmal gegen "die Linken" pöbeln, wer immer das auch sein soll. Der heutige Neoliberalismus, also der marktradikale, wird bei Weitem nicht nur von Linken kritisiert...naja, da wären wir dann wieder beim Klassenkampf. Der Klassenfeind wird überall gewittert.

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Spiegelkritikus 16.01.2014, 15:24
227. Peinlicher Gauck

Zitat von sysop
Es ist ein eindringlicher Appell für mehr Wettbewerb und gegen einen zu stark regulierenden Staat: Bundespräsident Joachim Gauck hat in einer Festrede den Neoliberalismus verteidigt. Er nannte es "merkwürdig", dass der Begriff so negativ besetzt sei.
Merkwürdig ist allenfalls dieser BP, der sich zu als gelernter Pastor zu Dingen äussert, von denen er augenscheinlich keine Ahnung hat. Er kann froh sein, dass man ihn aus Respekt vor seinem Amt bei dieser Festrede nicht ausgelacht hat.

Der Begriff "neiliberal" hat natürlich eine grundlegende Wandlung durchgemacht. Der Ordoliberalismus der Freiburger Schule wurde in Absetzung von Milton Friedmans klassischer Wirtschaftstheorie entwickelt und auch als Neoliberalismus bezeichnet. Aus ihm ging bekanntlich das Konzept der sozialen Marktwirtschaft hervor, das Ludwig Erhard politisch umzusetzen suchte.

Di heutige Verwendung dess Begriffs "neoliberal" bezeichnet jedoch das Zurückdrängen des Sozialen zugunsten eines freien Marktes und des Kapitals, also den Rückfall in die Zeit vor einer sozialen Marktwirtschaft. Es ist schon peinlich, wenn ein BP sich nicht einmal die Mühe macht, sich über solch grundsätzliche Fragen zu unterrichten, bevor er darüber vor teilweisem Fachpublikum einen Vortrag hält.
Jetzt wurde jedenfalls noch deutlicher, was Gauck für einen Freiheitsbegriff hat: Freiheit für die Herrschenden und das Kapital.

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herecomesthebut 16.01.2014, 15:25
228. Der Gauck

Zitat von sysop
Es ist ein eindringlicher Appell für mehr Wettbewerb und gegen einen zu stark regulierenden Staat: Bundespräsident Joachim Gauck hat in einer Festrede den Neoliberalismus verteidigt. Er nannte es "merkwürdig", dass der Begriff so negativ besetzt sei.
Der labert aber auch mehr Müll, als er selber denkt. Die Leute sehen den Wettbewerb nicht negativ weil er unbequem ist, sondern weil er vorgetäuscht ist. Entscheidender als das, was man zu leisten bereit ist, ist was deine Vorfahren so geleistet haben. Echter Liberalismus wäre eine echte Abhängigkeit von der Leistung, der aktuelle Neoliberalismus ist eine Abhängigkeit von dem Geld das man schon hat.
Die Lebensrealität der Menschen ist, dass Banken etwas von Freiheit und hoher Verantwortung und hohen Gehältern reden und dann jeder diese Verantwortung trägt, ausser den Bankern. Leistung muss sich lohnen... Diese Phrase kann ein normal denkender Mensch nicht ernst nehmen.
Ich fordere auch mehr Mut zum Wettbewerb, Erbschaftssteuer massiv rauf und mal kucken, wie sich die Eliten dem Wettbewerb stellen...

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derkrieger 16.01.2014, 15:25
229. Herr Gauck hat Recht!

Die meisten benutzen en Begriff "Neoliberalismus" als Schimpfwort, ohne zu wissen, für was das eigentlich genau steht, nur weil es eine Frau Wagenknecht, ein Herr Lafontaine oder andere geistige Tiefflieger permanent als Erklärung für alles negative benutzen. Das sieht man auch hier im Forum an vielen Beiträgen.

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