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Wegen Fotos auf Instagram: Wie eine Jägerin zur Gejagten wurde

Sinah Marie hat eine Leidenschaft, die nicht jedem gefällt: Sie geht auf die Jagd. Als sie im Netz Fotos davon postet, drohen ihr Fremde mit dem Tod. Doch die Studentin will sich nicht einschüchtern lassen.

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Weltfinanzexperte 26.01.2019, 21:40
50. Tja, so sind sie, die Stadtmenschen

Zitat von ttvtt
Aber ein Fuchs, den man nicht essen will, totzuschießen ist eben doch etwas anderes. Vielleicht sollte sie nicht so stolz auf Instagram posieren mit einem toten Tier, da kann sie angefahrenen Rehen noch so viele Gnadenschüsse geben (ich dachte, das Machen immer die Revierförster). Vielleicht sollte man nicht so stolz auf Instagram posieren mit einem toten Tier.
Ich züchte selber Geflügel (u.a. um die völlig realitätsfernen Berliner mit Bio-Weihnachtsgänsen zu versorgen und um alte Rassen zu erhalten) und wäre froh, wenn die Jäger mehr Füchse schießen würden - die fressen nämlich Enten, Hühner und Gänse. Man nennt das "Nahrungskette" oder auch "Natur" - ein mittlerweile eher unbekanntes Gebiet für viele Menschen.

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xc20 26.01.2019, 21:44
51.

Sie sagen es! Das wird ein riesen Spaß, zumal der Wolf ja auch dafür prädestiniert ist, sich in dichtest besiedelten Gegenden auszubreiten, nicht war?
Ach, der jagt gar keine Wildschweine solange noch irgendetwas anderes Fressbares in Reichweite ist? Dann wird es ja sicher niemanden stören, wenn diese sich auch zunehmend in den Städten heimisch fühlen werden.

Wie stehen sie eigentlich zu Kammerjägern? So ein paar Raten und Mäuse sind doch an sich auch was Feines, oder?

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grandpalais 26.01.2019, 21:45
52. Träume ich gerade...

... oder wird bei SPON gerad eine typische Anti-Jäger-Bewegung zum Seximusproblem umgedeutet? Wäre sie ein männlicher Jäger, gäbe es bei Bento ein 20seitiges Pamphlet über den typisch-männlichen Todestrieb und die Lust am Morden, zusammen mit einer romantischen Fotostory über Jagdgegner*innen. Jetzt, wo es sich um eine Jägerin handelt, wird derselbe Protest als typisch männliche Gewalteskalation gegen emanzipierte Frauen umgedeutet. Leute Leute, SPON ist wirklich zu tendenziös geworden. Mal im Ernst: Ihr vermischt Jagdkritik mit Antifeminismus, damit tut Ihr der Emanzipation einen Bärendienst.

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jockyx 26.01.2019, 21:47
53. Jeder d

Der auch nur ein wenig Ahnung von der Materie hat weiß das die Jagd sehr wenig mit der Lust am töten gemein hat.
Vielmehr besteht der größte Teil aus Hege und Pflege. Das erlegen von Tieren spielt nur am Rande eine Rolle.
Und da dem Fuchs in unseren Wäldern der natürliche Feind fehlt, entwickelt er sich zur Plage. Ausserdem ist er ein Überträger von so einigen Krankheiten.
Und nein. Ich bin kein Jäger.
Weidmanns Heil

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xc20 26.01.2019, 21:50
54.

Zitat von River Poet
Zitat: "Stehe er auch fünfmal die Woche um drei Uhr nachts auf, um verletzte Rehe aus Drähten zu befreien? Lasse er sich auch nachts wachklingeln, um einem Tier den Gnadenschuss zu geben, das bei einem Autounfall verletzt wurde?" Ich denke wir sind uns einig, dass Nachstellen, Auflauern, Bedrohen etc. nicht gehen. Das ist keine Art der Debatte. Aber ihre rührselige oben zitierte Darstellung ihrer Naturschutzaufgaben klingen ganz anders als ihre hämischen, herablassenden und zynischen Kommentare unter ihren Fotos, auf denen sie stolz mit dem erlegten Wild posiert. Die Wahrheit liegt meist in der Mitte. Ihre Motivation zur Jagd wird nicht primär Naturschutz sein, da kann man sich sonst auch anders engagieren. Natürlich gibt es "gute" und "schlechte" Jäger, genau so wie es gute und schlechte "Aktivisten" gibt.
In der Tat fände ich es auch deutlich angebrachter, wenn sie vermehrt Bilder von im Straßenverkehr zerfetzten Rehen, Hase, Vögeln etc. posten würde. Dazu noch das eine oder andere Bild von durch streunende Hunde und Katzen verletzte Tiere.
Dann noch einige Naturbilder und sie hätte mit ziemlicher Sicherheit 90% ihres Alltags abgebildet.

Welche andere Art des Engagements im Naturschutz, welche auch nur annähernd eine ähnliche Art der Hege und Pflege abdecken würde, würden sie der jungen Frau denn empfehlen?

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rudolfsikorsky 26.01.2019, 21:52
55. Weltfinanzexperte

Ganz genau ! Das nennt man Natur und Nahrungskette. Wenn ein Fuchs sich eine freilaufende Ente holt ist das Natur , dann haben sie das zu akzeptieren oder ihr Federvieh besser unterzubringen , aber kein Grund den Fuchs abzuknallen.

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Richard.M 26.01.2019, 21:52
56. Können wir uns drauf einigen...

... dass es immer falsch ist, wildfremde Leute für irgendwas, was sie ins Netz stellen, zu terrorisieren? Wenn das, was da im Netz präsentiert wird, gesetzeswidrig ist, ruft man die Polizei. Wenn es das nicht ist, aber einem gegen den Strich geht, kann man meinetwegen höflich kommentieren, dass man das nicht gut findet, und es ausdiskutieren, wenn der andere sich darauf einlässt. Alles, was darüber hinausgeht - Beschimpfungen, Drohungen, Vorm-Haus-Auftauchen und noch krassere Stalking-Maßnahmen - ist indiskutabel. Wo sollte das denn sonst hinfürhern? Wir leben in einer vielschichtigen, multiethnischen, multireligiösen Gesellschaft - JEDER tut irgendwas, was irgendwem anders nicht passt, und wenn jeder sich das Recht herausnähme, andere für irgendwas zu terrorisieren, hätten wir demnächst Bürgerkrieg.
Wenn einem das mal klar ist, fallen die meisten anderen Sachen, die hier diskutiert wurden - musste sie den Fuchs erschießen? Muss sie das denn im Netz posten? Warum jagen Leute überhaupt? - als völlig irrelevant unter den Tisch.

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Steini 26.01.2019, 21:53
57.

Den Tieren die Menschenwürde geben wollen und Anderen Menschen nicht mal die Grundbedüfnisse eines Tieres gewären.
Als Kind zu viel sprechende Tiere im Fehrnsehen gesehen und nie die Katze beim Spass an der Jagt beobachte?
Wer hohe so Moral von Anderen einfordert, sollte wohl selbst leben wie ein Heiliger.
Aber auf keinen Fall instinktgesteuert Wut auf Andere gutheißen.

Deutschland wird immer schräger....
Eigentlich sollte man erwarten, das solche Menschenquäler verfolgt werden, Hetzen ist doch strafbar.

Die meisten verstehen nicht einmal das es einen Unterschied zwichen Tierschutz und Naturschutz gibt.
Reicht oft nur noch für den Tierschutzgedanken, moralisch aber unbedeutet..

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xc20 26.01.2019, 21:57
58.

Zitat von grandpalais
... oder wird bei SPON gerad eine typische Anti-Jäger-Bewegung zum Seximusproblem umgedeutet? Wäre sie ein männlicher Jäger, gäbe es bei Bento ein 20seitiges Pamphlet über den typisch-männlichen Todestrieb und die Lust am Morden, zusammen mit einer romantischen Fotostory über Jagdgegner*innen. Jetzt, wo es sich um eine Jägerin handelt, wird derselbe Protest als typisch männliche Gewalteskalation gegen emanzipierte Frauen umgedeutet. Leute Leute, SPON ist wirklich zu tendenziös geworden. Mal im Ernst: Ihr vermischt Jagdkritik mit Antifeminismus, damit tut Ihr der Emanzipation einen Bärendienst.
Nur das Allerwenigste dessen, was in diesem Artikel beschrieben wurde, sollte man als "Jagdkritik" bezeichnen. Ein Großteil fällt wohl eher in den Bereich des Straftatbestandes.
Ganz davon ab würde ich ihnen aber in dem Punkt recht geben, dass ich SPON unterstellen würde, dass es einen solchen Bericht über einen männlichen Jäger mit ziemlicher Sicherheit nicht gegeben hätte.
Zudem ist die Geschichte mittlerweile auch schon beinahe ein Jahr alt.

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xc20 26.01.2019, 22:02
59.

Zitat von rudolfsikorsky
Ganz genau ! Das nennt man Natur und Nahrungskette. Wenn ein Fuchs sich eine freilaufende Ente holt ist das Natur , dann haben sie das zu akzeptieren oder ihr Federvieh besser unterzubringen , aber kein Grund den Fuchs abzuknallen.
Wenn die Ratte bei ihnen durch die Toilette in die Wohnung kommt, dann haben sie das auch zu akzeptieren, dass ist dann schlicht die Eroberung neuer Lebensräume für ihre Art.


Übrigens ließe sich unter der Betrachtung von Nahrungsketten auch argumentieren: Der Mensch schützt durch das erlegen des Fuchses seine Nahrungsquelle und seine zum eigenen Leben notwendigen Ressourcen. Machen diverse andere Tierarten schließlich auch so.

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