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Wegen Fotos auf Instagram: Wie eine Jägerin zur Gejagten wurde

Sinah Marie hat eine Leidenschaft, die nicht jedem gefällt: Sie geht auf die Jagd. Als sie im Netz Fotos davon postet, drohen ihr Fremde mit dem Tod. Doch die Studentin will sich nicht einschüchtern lassen.

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xc20 26.01.2019, 22:46
80.

Zitat von odapiel
Sie hat das Leben von ihren ZUCHTPFAUEN gesichert, und zwar durch Abschuß eines hier legitim jagenden Fuchses, der hauptsächlich Kleinnager frisst. Damit ist er ein besonders wertvoller Bestandteil des Ökosystems. Überhandnehmende Kleinnager sind nicht nur für erhebliche Ernteschäden verantwortlich, sondern auch für die Zeckenflut, die wir hierzulande haben. Was die Pfauen betrifft, so sind dies keine hier ursprünglich heimischen Tiere. Der Pfau kommt aus Asien und ist ein reines, ehemals hochherschaftliches Zuchttier des Adels zum Zweck des Angebens. Heutzutage wird er nicht einmal mehr verspeist. Ähnliches gilt übrigens auch für den Fasan, wiegleicht der noch gegessen wird. Dennoch wird er künstlich für die Jagd und das Aussetzen gezüchtet. Da stört halt der hier heimische Fuchs, wenn er sich sowas munden lassen will. Soll sie doch, wie das alle Geflügelhalter müssen, dafür sorgen, daß ihr Zuchtgeflügel gesichert ist. Ich habe Hühner, kann aber nicht einfach so den Fuchs erschiessen, der mir immer mal wieder eine Henne holt. Andererseits ist er mir recht, denn er jagt die Kleinnager, die meine Katze nicht mag.
So weit so richtig. Nur sollten sie im Hinblick auf den Fuchs, genauso wie Marder und den einwandernden Marderhund, nicht unerwähnt lassen, dass diese bei weitem nicht nur Mäuse und Ratten vertilgt, sondern vor allem einen großen Druck auf die Populationen des Niederwildes ausübt.
Dazu zählen neben Hasen und Kaninchen dann nämlich auf sehr viele in ihre Bestand bedrohte Arten der Bodenbrüter (Fasane, Rebhühner, Feldlerchen, etc.) und kleineren Wirbeltiere.

Es ist aus Sicht des Artenschutzes also eigentlich sogar überaus sinnvoll den Fuchsbestand innerhalb eines gewissen Rahmens zu halten. Dieses geht aufgrund der vielfach durch den Menschen zur Verfügung gestellten Nahrungsquellen(Tierhaltungen, Abfälle, etc.) und der damit fehlenden natürlichen Populationsbegrenzung nur über die Jagd.

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xc20 26.01.2019, 22:55
81.

Zitat von odapiel
Ganz egal wo ich bisher gewohnt habe, die Jäger wussten alle dieses Verbot zu umgehen. Da gabs dann halt plötzlich mitten im Wald und komplett abgeschieden einen Acker mit Weizen, Rüben oder Mais. Oder ein ungesichertes Heu- oder Silagelager. Und halt generell Felder mit Futteranbau ganz ganz nah am Wald. Honi soit qui mal y pense. Für wie blöd halten einen Jäger eigentlich? Tatsache ist, es wird deutlich zu wenig abgeschossen. Das Wild wird regelrecht gemästet, besonders jenes, welches Trophäen abwirft. Aber wehe die ansässigen Bauern oder Anrainer beschweren sich mal über die Wildschweinrotten, die 50 Kopf stark, am hellichten Tag durchs Dorf rauschen oder die Hirsche, die einem übern Zaun in den Gemüsegarten springen und dort den Salat und die Zucchini fressen. Habe ich alles schon erlebt, nicht nur bei mir. Nee, nee, weniger großkopfet angeben, stattdessen ordentlich dem Jagdauftrag nachkommen und sich damit nicht auch noch brüsten. Klar sind die Reaktionen zu heftig, aber ich wundere mich wiegesagt nicht ein bischen.
Die Jagdpächter sind den Landwirten gegenüber schadensersatzpflichtig. Soviel dazu, dass ihnen die Beschwerden der Landwirte egal wären. Desweiteren haben diese Futterstellen gleich mehrere Gründe.
Zum einen kann in solchen Bereichen entsprechend schnell der Wildbesatz ermittelt werden. Außerdem sind Jäger auch den Waldbesitzern gegenüber gesetzlich zum Schutz dieser verpflichtet, weshalb mittels dieser Futterstellen und Wildäcker (unterliegen übrigens netten Förderungen) versucht wird eine ausreichende Nahrungsquelle für den Winter bereitzustellen, damit das Schalenwild nicht beginnt die Rinde von den Bäumen zu schälen und Wälder nachhaltig zu schädigen. Gleiches gilt selbstverständlich ganzjährig auch für den Schutz der Getreide-/Gemüse-/was-auch-immer-Felder.

Für geschädigte Gärten werden auch nur deshalb keine Entschädigungen geleistet, da diese als befriedete Bereiche nicht unter das Jagdrecht und somit auch nicht in die Zuständigkeit der Jäger*innen fallen.

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hansa_vor 26.01.2019, 22:59
82.

Zitat von odapiel
Sie hat das Leben von ihren ZUCHTPFAUEN gesichert, und zwar durch Abschuß eines hier legitim jagenden Fuchses, der hauptsächlich Kleinnager frisst. Damit ist er ein besonders wertvoller Bestandteil des Ökosystems. Überhandnehmende Kleinnager sind nicht nur für erhebliche Ernteschäden verantwortlich, sondern auch für die Zeckenflut, die wir hierzulande haben. Was die Pfauen betrifft, so sind dies keine hier ursprünglich heimischen Tiere. Der Pfau kommt aus Asien und ist ein reines, ehemals hochherschaftliches Zuchttier des Adels zum Zweck des Angebens. Heutzutage wird er nicht einmal mehr verspeist. Ähnliches gilt übrigens auch für den Fasan, wiegleicht der noch gegessen wird. Dennoch wird er künstlich für die Jagd und das Aussetzen gezüchtet. Da stört halt der hier heimische Fuchs, wenn er sich sowas munden lassen will. Soll sie doch, wie das alle Geflügelhalter müssen, dafür sorgen, daß ihr Zuchtgeflügel gesichert ist. Ich habe Hühner, kann aber nicht einfach so den Fuchs erschiessen, der mir immer mal wieder eine Henne holt. Andererseits ist er mir recht, denn er jagt die Kleinnager, die meine Katze nicht mag.
Zum einen handelt es sich um Fasane, nicht Pfauen.
Zum zweiten hat die Jägerin die legitime Erlaubnis den Fuchs zu töten.

Somit hat ihr Beitrag wenig (Kleinnager und Zecken) Inhalt aber ist schön geschrieben.

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Gleichstrom 26.01.2019, 23:00
83.

Zitat von hansa_vor
Weil Sie ein Problem haben abgetrennte Gliedmaßen zu sehen sollten alle Anderen unterlassen diese zu zeigen? Warum? Weil Sie Recht haben und andere immer Unrecht? Es zwingt einen ja keiner das Insta dieser Frau anzuklicken oder anzusehen. Aber, hey, wir sind hier in Deutschland, da muss verboten werden was Hans-Fritz oder Elfriede-Ursula stören könnte ;)
... und weil Sie es sehen wollen, dürfen Andere es nicht kritisieren? Sie haben immer Recht, Andere immer Unrecht?

Der Eindruck, der mit rosa Herzchen und totem Tier erweckt wird, muß von mir nicht geschmacklich beurteilt werden - aber auf anderer Ebene nehm ich mir das raus: Das ist unreifes Kokettieren. Dafür sollte man natürlich nicht physisch bedroht werden - aber Kritikimmunität steht auf einem ganz anderen Blatt. Das gehört nichteinmal demselben Buch an.

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scooby11568 26.01.2019, 23:03
84. Ein Jäger hat mal damit gedroht...

Meinen Hund zu erschießen, der neben mir bei Fuß auf einem Feldweg unterwegs war. Trotzdem habe ich doch nichts gegen Jäger im Allgemeinen. Arschlöcher gibt es überall, auch unter Tierschützern.

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pikolomini 26.01.2019, 23:08
85. Jäger sein

Jäger sein bedeutet immer auch töten wollen, das gehört unabdingbar zur Jagd. Wenn ich also töten ablehne, werde ich kein Jäger. Wenn ich mich aber dafür entscheide töten zu wollen - und das ist ja die freie Entscheidung - sollte ich auch dazu stehen und in Kauf nehmen, daß Teile der Bevölkerung das ablehnen.
Wenn die Dame dieses Töten nun auch noch zur Selbstdarstellung nutzt, darf die Dame sich nicht wundern, daß Ihr Verhalten geächtet wird.
Da diese Dame offensichtlich ihr Verhalten - auch mit 25 Jahren - nicht reflektiert, glaube ich nicht, daß sie das erfüllen kann, zu was ihr Studium sie befähigen soll.

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hisch88 26.01.2019, 23:09
86.

Zitat von lapje
Und das mit dem Kreislauf sehe ich auch ein wenig anders: Würde der Mensch nicht so maßiv in die Natur eingreifen, bräuchte es Jäger nicht...
Das mit dem "Kreislauf" ist so eine Sache.

Landschaftlich nicht mehr zu ändern in D.

Wenn Jäger nicht ausreichend Rehe oder Wildschweine schießen, haben sie die Bauern an der Hacke. Ich kenn auch als Nichtjäger die Situation, das in manchen Revieren bis zu Euro 20.000 Wild-Schadensersatz von Bauern an die Jäger gehen. Das Kleingeld muss man erstmal haben.

Bei den Rehen geht man pro Jahr von einer Verdoppelung der Population aus, bei den Wildscheinen noch höher.

Wenn es keine Jäger mehr gibt muss der Staat ran und das sind staatliche bezahlte Jäger die den Bundesbürger noch zusätzlich Geld kosten. Während im derzeitigen Zustand die Privat-Jäger mit ihrem eigenen Geld verantwortlich sind.

PS: generell vermerkt (nicht Sie betreffend), die Großteil der hier schreibt, kennt nicht den Unterschied zwischen Jägerprüfung und Jagdschein, aber Kommentare abgeben.

Um mitreden zu können, habe ich die Prüfung gemacht ohne zu jagen.

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betonklotz 26.01.2019, 23:27
87. Genau da liegt der Hase im Pfeffer!

Zitat von sailor60
Auf der Jagd nach den Pfauen der Frau? Wir haben hier in Mengen zu viel Wild, letzten Endes weil wir zu wenig Wölfe haben :-) Wir brauchen Jäger. Jemand der andere Leute bedroht (oder deren Familie), die nichts Gesetzwiedriges getan haben, sondern nur etwas tun was Ihnen nicht gefällt, sind verkappte Stalinisten. An dieser Stelle bin ich direkt für 5 Jahre Haft als Mindestmaß. Wildbret ist das beste Fleisch was man bekommen kann! ;-)
Es gibt zu viel Wild in unseren Wäldern, weil die Jägerlobby dafür sorgt. Sich dann hinzustellen und zu behaupten, die Jäger würden den Bestand regulieren ist scheinheilig. Es ist nicht so, daß ich grundsätzlich was gegen das Jagen an sich habe, aber die Bestände weit über die gesunde Grenze zu päppeln um möglichst viel zum jagen zu haben ist nicht in Ordnung. Was die "Tierschützer" angeht, es scheint sich in der Tat eher um aggressive Misanthropen zu handeln. Es dürfte wohl kein Tier (zumindest keines mit funktionierendem Selbsterhaltungstrieb) geben, wlches von denen "beschützt" werden möchte.

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materialist 26.01.2019, 23:49
88. nebenbei

Alle Jäger die ich kenne verstehen was von der Natur und Tieren und achten sie .Die selbst ernannten Tierschützer aus Berlin Kreuzberg und Prenzlauer Berg haben davon null Ahnung und müssen nur irgendwie ihren privaten Frust loswerden.

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mg0031 27.01.2019, 00:04
89.

//Eigentlich war ich auf der Suche nach meinen geliebten Sauen... aber ein mittelalter Hirsch auf 5 Metern tut es auch" und "Ich bin soooo dankbar, dass der liebe Gott mir solch eine perfekte Situation geschenkt hat" - garniert mit Herzchen in Pink. Mehr als 10.000 Follower lesen regelmäßig mit.//

Mir fällt dazu nur ein Wort ein. PERVERS

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