Forum: Blogs
Weibliche Werkstatt-Azubi: Johanna schraubt sich glücklich
TMN

Johanna Burger liebt Öl und Motoren, trotzdem wollte zunächst keine Werkstatt sie als Lehrling einstellen. Sie blieb hartnäckig und lernt jetzt doch noch KfZ-Mechatronikerin - als einzige Frau unter 20 Männern. Geht das gut? Tipps für Frauen in Männerberufen: Wie weibliche Azubis bestehen - SPIEGEL ONLINE

Seite 2 von 7
rentier75 12.05.2013, 13:11
10. Kfz- Mechatroniker/in

Fakt 1: Frauen arbeiten in diesem Bereich qualitativ deutlich besser als Männer
Fakt 2: Leider aber auch deutlich langsamer

Ich (Mann und sehr altmodisch) arbeite seit Jahren im QM genau in diesem Handwerksbereich und kann sagen das es eigentlich besser wäre es gäbe mehr Frauen als Männer in dieser Berufsgruppe. Das wäre zwar im direkten Vergleich sehr unwirtschaftlich, nachhaltig und dauerhaft aber deutlich besser für den Kfz- Werkstattkunden. Ein bis zwei Herren für grössere Reparaturen (z.B. Getriebewechsel) in jedem Betrieb sonst nur Frauen und wir hätten deutlich weniger Reklamationen und Wiederholungsreparaturen. Auch in der Kundenannahme sind Frauen ungleich deutlich besser als die Männer.

Ich kann wie gesagt nur für diesen Bereich sprechen, nicht für Karosseriebau oder andere Berufszweige.

Bei jeder Qualitätskontrolle (verdeckte Tests, Audits... usw.) habe ich immer gehofft das mindestens eine Frau an einer Schlüsselposition sitzt bzw. wirksam war, weil ich dann weniger arbeiten musste. D.h. die Qualität stimmte dann immer.

In Norwegen ist das alles noch einen Zacken schärfer und hier würde ich sagen das es Männern verboten sein sollte überhaupt an Kfz zu schrauben, ich würde sie noch nicht mal selbige waschen lassen... überspitzt gesagt.

Ich denke das Frauen, sollten sie erstmal ein bestimmtes Handwerk erlernt haben, qualitativ deutlich bessere Leistungen abliefern. Leider ist es in der heutigen Zeit aber so das die Unternehmer glauben die Arbeit liefe ihnen davon und setzen voll auf Quantität unter Vernachlässigung der Qualität, da gesamtheitlich gesehen Wiederholungsreparaturen offensichtlich mehr Gewinn abwerfen als höchste Qualität.

Frauen arbeiten leider deutlich langsamer als Männer, aber unter folgenden Bedingungen eines Ölwechsels mal kurz umrissen:
Frau: Ölniveau nach Vorschrift und kein Resttropfen an der Ablassschraube und am Ölfilterstutzen
Mann: Unter dem Fahrzeug Öltropfen, Ölniveau liegt irgendwo zwischen Minimum und Maximum

Frau: Abrechnung auf den Zehntelliter genau und Waschwasser aufgefüllt sowie Licht und Wischer gratis kontrolliert, evtl. Fehler behoben
Mann: Ölwechsel halbherzig durchgeführt, Öl abgerechnet nach Füllmenge und Fz rein, rauf, runter und raus.....

Erfahrung: Grundsätzlich arbeiten ausnahmslos alle Frauen wie beschrieben, es gibt einige sehr wenige Männer die die weiblichen Qualitätsleistungen im Fachbereich erfüllen.

MfG

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mr.ious 12.05.2013, 13:58
11. Vollblutmechatroniker der ersten Stunde ?

Zitat von rentier75
....... Frau: Abrechnung auf den Zehntelliter genau und Waschwasser aufgefüllt sowie Licht und Wischer gratis kontrolliert, evtl. Fehler behoben Mann: Ölwechsel halbherzig durchgeführt, Öl abgerechnet nach Füllmenge und Fz rein, rauf, runter und raus..... Erfahrung: Grundsätzlich arbeiten ausnahmslos alle Frauen wie beschrieben, es gibt einige sehr wenige Männer die die weiblichen Qualitätsleistungen im Fachbereich erfüllen. MfG
Ich hatte einen männlichen Kollegen (wenn man so sagen will) der hatte in einem artverwandten Berufsbild, und als sich noch jeder der wollte Mechatroniker nennen durfte, es als eindeutiger besser "empfunden" Leitungen (für Laien: Drähte) cm genau in Stücklisten aufzunehmen die selber Rechnungsgrundlagen darstellten.

Ist wirklich viel genauer als Meter. Das steht fest. Ist ja auch der hundertste Teil eines Meter. Ganz sicher.

Nur den Sinn und Inhalt des Wortes -Meterware- konnte man dem guten nicht so richtig nahe bringen. Aber ! Ich bin mir ganz sicher, daß viele Frauen aus dem Bereich
-Stoffverkauf- dieses durchaus mit weniger prinzipiellen Schwierigkeiten vermittelbar gewesen wäre.
Es ist wirklich nicht geschlechtsspezifisch anders selber festzustellen, daß ein ziemlich hoher Zeitaufwand die Genauigkeit der abgerechneten Ware nicht aufwiegen kann, schon gar nicht wenn man nur bestimmte Grundeinheiten einkaufen kann, die selber nicht die Kleinteiligkeit aufweisen wie es die Verkaufseinheiten dann tu sollen.

Im Grunde aber fast immer das alte Problem:
-staatliches Denken- vs. -privatwirtschaftliches Denken-
Wenn es um Material und Arbeitszeit geht, die zusammen den Preis ausmachen, ist das vermutlich noch in 100 000 Jahren so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vielflieger_1970 12.05.2013, 14:21
12.

Zitat von axel h.
Wird eindeutig und leicht verständlich erklärt. Offensichtlich hatten Sie am Sonntag Morgen den Drang, gegen einen Artikel anzuschreiben ohne ihn gelesen zu haben.
Was soll daran peinlich sein? Ich habe selber vor knapp 30 jahren den Beruf des Werkzeugmachers erlernt und wir hatten 2 Frauen in unserer Gruppe. Die eine arbeitet heute noch als Werkzeugmacherin, was ist daran also besonders? Ich bekomme heutzutage zum Anlernen immer öfter Azubinen/Jungfacharbeiterinnen mit: dass diese im technischen Bereich eindeutig unterrepräsentiert sind, hat ja niemand angezweifelt.

Aber jetzt so zu tun, als gäbe es diese erst seit 2013 ist doch lächerlich!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vielflieger_1970 12.05.2013, 14:26
13.

Zitat von rentier75
Fakt 1: Frauen arbeiten in diesem Bereich qualitativ deutlich besser als Männer Fakt 2: Leider aber auch deutlich langsamer ... Frau: Abrechnung auf den Zehntelliter genau und Waschwasser aufgefüllt sowie Licht und Wischer gratis kontrolliert, evtl. Fehler behoben Mann: Ölwechsel halbherzig durchgeführt, Öl abgerechnet nach Füllmenge und Fz rein, rauf, runter und raus..... Erfahrung: Grundsätzlich arbeiten ausnahmslos alle Frauen wie beschrieben, es gibt einige sehr wenige Männer die die weiblichen Qualitätsleistungen im Fachbereich erfüllen. MfG
Wow, wo haben Sie denn Ihren reichhaltigen Fundus her??? Grundsätzlich arbeiten alle geschlechtsneutral: ich kenne sowohl sehr gute Frauen wie auch Männer und umgekehrt. Frauen tendieren eher dazu, ihren Dreck wegzuräumen. Aber ich habe es auch schon anders erlebt, also hier die Geschlechterkeule auszupacken ist schon mehr als nur unangebracht;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
and_over 12.05.2013, 14:35
14. AW und Gruppenakkord

@rentier75: dann schafft den AW-Krampf und den Leistungsdruck im Gruppenakkord ab, dann gibts auch bessere Ergebnisse. Vielleicht werden die Frauen mit den besseren Ergebnissen AW-mässig von der Gruppe mit durchgezogen mit "Mädchen-Bonus", ich weiss es nicht. Ich weiss aber, dass ich durch dieses System nach der Lehre zum Pfusch gedrillt worden bin und letzendlich meinen gelernten Beruf verlassen habe, weil ich das so nicht mitmachen wollte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mr.ious 12.05.2013, 14:55
15.

Zitat von vielflieger_1970
... Frauen tendieren eher dazu, ihren Dreck wegzuräumen. Aber ich habe es auch schon anders erlebt, also hier die Geschlechterkeule auszupacken ist schon mehr als nur unangebracht;-)
Ich hatte das Vergnügen in einer branchenspezifisch vermutlich ziemlich großen Werkstatt zu arbeiten als die 38,5 Stunden Woche eingeführt wurde. Es hatte tatsächlich nicht lange gedauert bis die Freude über diese Arbeitszeitverkürzung der Ernüchterung wich, die einige zuvor angekündigt hatten, denn Termine wurden nicht mit lägeren Fristen versehen, sondern die tägliche Rüstzeit (gibt's nicht nur beim Militär) hatte sich schlicht und einfach um 1,5 Stunden pro Woche reduziert. Voller Lohnausgleich bei vergrößerter Unordnung macht einfach nicht grundsätzlich Freude. Da ist das Geschlecht ziemlich nebensächlich.

Im Handwerk und vor allem bei Handwerkern mit direktem Kundenumgang, gibt es auch solche und andere, deren Unterschiedlichkeit was "Ordnung und Sauberkeit" angeht, auch allermeist nicht etwas mit dem Geschlecht zu tun haben kann, weil es ja praktisch nur etwa Eins gibt das da anzutreffen ist, wobei die Unterschiede und Ansichten verschieden begründet und immens sein können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
carlomundo 12.05.2013, 15:26
16.

Zitat von Stelzi
Fein, dass uns SozLib an seiner 32 Jahre alten, alle Berufe umfassenden Studie teilhaben lässt und uns die Wahrheit über die Geschlechterverteilung in Handwerklichen Berufen im Jahre 2013 erklärt. Andererseits habe ich den Artikel gelesen, wo auch echte Statistiken hierzu erwähnt werden, die die Realität nicht so so schln darstellen. Und die decken sich mit meinen Erfahrungen aus meiner Ausbildung zum Elektromechaniker vor 21 Jahren. Leider.
Frauen wollen meistens diese Berufe nun einmal nicht ausüben, sehen Sie sich die Müllabfuhr oder die Mitarbeiter der Stadtentwässerung an, dort sind zu über 90% Männer.
Wenn eine Frau dazu lust hat so einen Beruf auszuübern, dann werden die Männer sie nicht daran hindern. Das ein Chef etwas zurück schreckt, wenn eine Frau sich bewirbt ist doch nur natürlich, besonders seit die seltsamsten Klagen von Frauen statt gegen werden. So hat mein Sohn erzählt, dass er in seiner Firma aufgefordert wurde, nicht mit einer Frau alleine in einen Raum zu gehen. Dieses war eine Bitte der Geschäftsleitung, um unnötige Prozesse zu vermeiden. In einer solchen Situation kann ich jeden Chef verstehen, der in einem "Männerberuf" zweimal überlegt, bevor er eine Frau einstellt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pastry 12.05.2013, 15:56
17. handwerk

bin nun 67 jahre jung und unter anderem auch konditormeister und habe viele frauen in diesem beruf erlebt, hauefig waren sie besser als maenner---koechin,konditorin
baeckerin, es gibt sie massenhaft und sind hauefig gute kolleginnen,
hansito

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sertim 12.05.2013, 16:27
18. Geht das gut?

Was ist denn das für eine Frage bitte?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dani216 12.05.2013, 18:32
19. Unsinn, was Sie da erzählen.

Zitat von rentier75
Fakt 1: Frauen arbeiten in diesem Bereich qualitativ deutlich besser als Männer Fakt 2: Leider aber auch deutlich langsamer ... Erfahrung: Grundsätzlich arbeiten ausnahmslos alle Frauen wie beschrieben, es gibt einige sehr wenige Männer die die weiblichen Qualitätsleistungen im Fachbereich erfüllen. MfG
Die Sorgfalt bei der Arbeit hängt doch nicht von Geschlecht ab, sondern von der Person, die sie ausführt. Es ist doch viel zu kurz gesprungen, das von Geschlecht abhängig zu machen. Es gibt genug männliche Mchatroniker, die einen sehr guten Job machen.
Als QM - Mensch sollten Sie vielleicht eher ein Auge auf die Teile werfe, die von vornherein so konstruiert sind, dass sie in einer gwissen Zeit kaputt gehen, dann sind auch nicht mehr soviel Folgereparaturen notwendig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 7