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Weibliche Werkstatt-Azubi: Johanna schraubt sich glücklich
TMN

Johanna Burger liebt Öl und Motoren, trotzdem wollte zunächst keine Werkstatt sie als Lehrling einstellen. Sie blieb hartnäckig und lernt jetzt doch noch KfZ-Mechatronikerin - als einzige Frau unter 20 Männern. Geht das gut? Tipps für Frauen in Männerberufen: Wie weibliche Azubis bestehen - SPIEGEL ONLINE

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joderbaer 12.05.2013, 18:32
20. optional

Arbeiten ohne Haarnetz? Hat man ihr keine Bilder gezeigt von skalpierten Mechatronikern, deren Haare sich um eine Kardanwelle oder Drehteil gewickelt haben? In meinem Ausbildungsbetrieb mußte der "langhaarige Bombenleger" immer mit Haarnetz arbeiten, nachdem die Berufsgenossenschaft dem Meister entsprechende Fotos gezeigt hatte...

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mitleser-an-board 12.05.2013, 18:55
21. @rentier75

Setzen Sie lieber dafür ein, dass der Leistungslohn abgeschafft und die SOLL-AWs von den Fahrzeugherstellern nach oben korrigiert werden! Stattdessen bekommen die Mechaniker einen mickrigen Grundlohn und dürfen dann für den Rest im Akkord ackern. Leistung und Qualität passt dann nunmal nicht zusammen! Und davon ganz abgesehen, liegt das Problem nicht am Geschlecht, sondern an der Einstellung Ihres/Ihrer Kollegen!

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rentier75 12.05.2013, 20:06
22. Das trifft für Deutschland zu

Zitat von mitleser-an-board
Setzen Sie lieber dafür ein, dass der Leistungslohn abgeschafft und die SOLL-AWs von den Fahrzeugherstellern nach oben korrigiert werden! Stattdessen bekommen die Mechaniker einen mickrigen Grundlohn und dürfen dann für den Rest im Akkord ackern. Leistung und Qualität passt dann nunmal nicht zusammen! Und davon ganz abgesehen, liegt das Problem nicht am Geschlecht, sondern an der Einstellung Ihres/Ihrer Kollegen!
und da bin ich eben aus den von Ihnen genannten Ideen nicht tätig bzw. bekomme ich keine Stelle in Deutschland in entsprechenden Bereichen. Meine Kommentare spiegeln eine persönliche Meinung wieder und keine Einstellung von Kollegen, das wäre ohnehin zu komplex. Die AW- Zeiten der Hersteller werden je nach Land mit x,x multipliziert, zuletzt in Norwegen mit dem Faktor 1,5. Jetzt nicht mehr. dafür ist der Bonuseinschlagspunkt von 80% Erfüllung auf 40-60% gesunken, der Grundlohn beträgt im Schnitt im deutschen Äquivalent (Wechselkurs/Kaufkraft etc) etwa 20 EUR/ Anwesenheitsstunde.

Für Verbesserungen in D sind die Gewerkschaften zuständig. Kfz- Handwerker stehen in Deutschland auf Platz 4 der "Working Poor"- Liste (siehe Wikipedia).

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calido46 12.05.2013, 20:08
23. Und

für viele kleinere Handwerksbetriebe ist es einfach zu teuer, Mädels auszubilden. Es müssen dann nämlich getrennte Sanitärräume, Umkleiden usw. vorhanden sein. Das alles muß dann ja erst mal eingerichtet werden. Und nicht jeder 3-Mann-Betrieb hat dafür Platz und Geld!

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OnTheRocks 12.05.2013, 20:50
24. Na dann Prost

Und dann wundern sich alle warum die heutigen Autos probleme machen und trotz Werkstattbesuch die Fehler immer noch auftauchen.

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FocusTurnier 12.05.2013, 21:08
25. @vielflieger_1970

Zitat von vielflieger_1970
Aber jetzt so zu tun, als gäbe es diese erst seit 2013 ist doch lächerlich!
Nein, das ist auch nicht erst seit 2013 so. Was dieser Artikel und dazu passende Kommentare gemein haben, ist, daß sie voll in den Wahlkampf und die geschlechtliche Ausrichtung aller linker Parteien wiederspiegelt.
Berichte wie dieser hier sind flankierende Maßnahmen um die in den Wahlprogrammen angepriesenen Gender-Mainstreaming-Bemühungen zu rechtfertigen..

Auf Seite 42 der SPD-Regierungsprogrammes für 2013 finden Sie den Satz:

" „Gender-Mainstreaming” soll wieder durchgängiges Leitprinzip im Regierungshandeln sein".

http://www.spd.de/linkableblob/96686..._2013_2017.pdf

Über nichts anderes als Gender-Maistreaming wird hier geschrieben. Aber die aus dem Feminismus hervorgegangenen Gender-Studies können sich irgendie nicht damit abfinden, daß Männer Männer sind und Frauen Frauen. Und das bestimmte Interessengebiete eben bei einem Geschlecht weniger besetzt sind als bei dem anderen Geschlecht.

MfG
FT

MfG
FT

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roedschi 12.05.2013, 22:11
26. Realität

Ich bin gelernte Elektronikerin und wollte mir während meines Elektrotechnik-Studiums etwas auf dem Bau dazu verdienen. Auf alle Bewerbungen kamen nur Absagen. Mein heutiger Mann hat sich zur gleichen Zeit um einen Nebenjob bemüht (gleiche Ausbildung, gleiches Studium) und mehrere Angebote bekommen. Ein einziger Firmenvertreter war ehrlich zu mir. Zitat: Mensch Mädel, wenn ich dich einstelle, habe ich hier 10 Männer, die dir aufn Arsch glotzen statt zu arbeiten und wo soll ich dich duschen lassen?
Ich habe dann nur noch klassische Frauennebenjobs für deutlich weniger Geld gemacht.

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Carlo Nappo 12.05.2013, 22:49
27. Och Joh!

Da ist er mal wieder, der sabbernde Artikel über die ach so armen weiblichen Hascherl in "Männerberufen" - als ob es Männern in "Frauenberufen" einen Deut besser gehen würde.

Letzten Endes entscheidend für diese Azubine wird sein, ob sie nicht permanent nach Hilfe ruft, wenn ein Rad, eine Hinterachse oder ein Motor ausgebaut werden muß. Es gibt genug Frauen, die dies seit Jahrzehnten mindestens ebenbürtig einfach "machen".

Interessant wird die Frage, ob etwa diese absolute Interessensminderheit der Frauen in diesen Berufen, letzten Endes dann per Quote, also absolut unabhängig von jeglicher Leistung und Können, in irgendwelche Führungspositionen gehievt werden.

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Carlo Nappo 12.05.2013, 22:55
28. Och Joh!

Zitat von calido46
für viele kleinere Handwerksbetriebe ist es einfach zu teuer, Mädels auszubilden. Es müssen dann nämlich getrennte Sanitärräume, Umkleiden usw. vorhanden sein. Das alles muß dann ja erst mal eingerichtet werden. Und nicht jeder 3-Mann-Betrieb hat dafür Platz und Geld!
Das stimmt so nicht. Sie müssen als kleiner Betrieb lediglich eine getrennte Nutzung sicherstellen, was ein banaler Schlüssel bewirken kann.

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Carlo Nappo 12.05.2013, 23:04
29. Och Joh!

Zitat von Jobuch
was die "Kfz-Mechatroniker" (männlich) oftmals für Nieten im Blaumann sind, dann nehme ich mir meinen Youngtimer lieber selbst unter meine Fittiche, denn wie in den sog. "Fachgeschäften" hat man als Kunde oftmals mehr Ahnung als die Fachverkäufer, die's eigentlich wissen sollten. Sicheheitsrelevante Dinge wie z.B. Bremsen und Reifen lasse ich von freien Werkstätten erledigen, aber der große Rest der Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten mache ich selbst. Es ist jedoch nicht so, daß ich mich drum reißen würde, aber wenn man mal seinen Wagen mit lockeren Zündkerzen aus der VERTRAGS-Werkstatt zurückbekommen hat und dann auch noch satte Preise für Standard-Öl zahlt - da sage ich Nein Danke. Mir wäre es 100x lieber, ich könnte den Wagen in pflegliche, sachkundige, weibliche Hände geben, als in die eines männlichen Grobschlachts, der hilflos ist, wenn er keinen Diagnose-Stecker findet, der keine Ahnung hat, was ein Vergaser ist und für den Ventile einstellen Böhmische Dörfer sind. Und wenn das weibliche Wesen einen starken männlichen Arm braucht, um eine festgerostete Schraube aufzukriegen oder eben beim Reifen umstecken, dann wäre ich höflich genug, da mit anzupacken. Es sind aber eher die feinen Arbeiten, von denen die heutigen Mechatroniker leider keinen Schimmer mehr haben, vor allem deshalb, weil es sie nicht die Bohne interessiert. Wenn eine junge Frau diesen Beruf unter allen Umständen erlernen WILL, dann gehe ich davon aus, daß sie auch INTERESSE mitbringt und dann wird das auch was. Bitte MEHR von diesen Frauen.
Grundsätzlich stimme ich Ihnen durchaus zu. Ich selbst verlange stets, das ein KfZ-Meister ab dem Alter von 50, sich meines jeweiligen Wagens annimmt und kein Mechatroniker. Da besteht meist gute Aussicht, das der noch eine entsprechende Ausbildung genossen und Erfahrung gesammelt haben kann.

Allerdings ist es inzwischen wohl weniger mangelndes Interesse, sondern vielmehr nicht mehr existente Bestandteile der Ausbildung, die die Mechatroniker zu banalen Teiletauschern mutieren lassen. Da gibt es Null Unterschiede ob Mann oder Frau.

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