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Weltkonjonktur: Kollektiv im Heimaturlaub

Der Traum vom Wohlstand lockte Quan Xiaoju aus der Provinz an die Fließbänder von Guangdong. Jetzt muss sie zurück, denn Chinas Boom ist - vorerst - zu Ende.

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xu81 08.01.2009, 16:34
10. Titel geändert

Ich freue mich darüber, dass Spiegel den Titel geändert hat.

Es ist traurig, dass viele Wanderarbeiter nicht mehr mit eigenen Händen und fleißiger Arbeit ein gutes Leben verdienen können.
Es ist aber keine Katastrophe, dass ihr Leben nicht viel schlechter als früher.

Eine kurze Pause, und dann neu losgehen!!

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snickerman 08.01.2009, 16:37
11. Das macht mich traurig.

Abermillionen von Wanderarbeitern, die die Wolkenkratzer hochziehen und in den zigtausenden Fabriken bis zur Erschöpfung schuften-
dank diesem Artikel sehe ich wieder die menschlichen Schicksale, die Wünsche und Hoffnungen dieser oft noch sehr jungen Männer und Frauen, die wie wir im Wirtschaftswunderland der 50er Träume haben von besserer Bildung, mehr Wohlstand und einer leuchtenden Zukunft.

Nun sind die Träume für viele von ihnen -hoffentlich nur vorerst- ausgeträumt und sie müssen in ein Leben zurück, dass sie in ihren Gedanken schon hinter sich gelassen hatten und in dem sie -wie das junge Mädchen im Bericht- verloren wirken wie ein notgelandeter Außerirdischer.

Nein, Lösungen habe ich keine, aber ich wünsche den Strebenden nach einer besseren Welt einfach Glück!

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StrangeWorld 08.01.2009, 16:58
12. Interssant..

Sehr interessanter Artikel. Und hierzulande muss ich mir das gejammer anhöhren, das mal das Geld nicht so dicke reicht für den jährlichen Skiurlaub. Aber ist ja nicht schlimm der Sommerurlaub steht ja.

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heveanson 08.01.2009, 17:04
13. Ironie

„denn Chinas Boom ist - vorerst - zu Ende.“

China hat voraussichtlich im Jahr 2009 eine Wachstumsrate von 8,5%, hingegen wird die deutsche Wirtschaft um 3 % schrumpfen. Ein Land mit minus 3 behauptet, dass ein Land mit plus 8,5 tot sein wird. Ist das nicht die komischste und ironischste Sache der Erde?

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heveanson 08.01.2009, 17:16
14. Problem heim

Ich schlage vor: bevor manche Leute hier wieder aus einer moralisch überlegenen Position um das Leiden der armen Chinesen kümmern, bitte kümmern Sie selber um das Problem heim, Arbeitslosigkeit, Hartz IV, Ein-Eurojob, Wirtschaftskrise, soziale Krise, Autobranchekrise, Exporteinbruch… Man kann eine grenzlose Liste machen, man braucht nicht sich mehr um arme Chinese kümmern, sondern eher um arme Leute heim!

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mhenny 08.01.2009, 17:54
15. Titel von der Bild übernommen

Zitat von heveanson
„denn Chinas Boom ist - vorerst - zu Ende.“ China hat voraussichtlich im Jahr 2009 eine Wachstumsrate von 8,5%, hingegen wird die deutsche Wirtschaft um 3 % schrumpfen. Ein Land mit minus 3 behauptet, dass ein Land mit plus 8,5 tot sein wird. Ist das nicht die komischste und ironischste Sache der Erde?
SPON nähert sich halt immer mehr der Bild-Zeitung an.
Denn sonst müsste SPON wohl schreiben, dass China trotzdem DE im Jahre 2009 als drittgrösste Wirtschaftsmacht und wohl im Jahre 2010 DE als Exportweltmeister ablösen wird.

Gruss
M. Henny

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Dr. Sorglos 08.01.2009, 18:46
16. Glaubenssätze

Der Spiegel schreibt nach wie vor aus einer irrwitzig Kulturchauvinistischen und überheblichen Warte.

Ein paar Stichworte sind hier bereits von anderen Kommentatoren genannt worden:

"China hat voraussichtlich im Jahr 2009 eine Wachstumsrate von 8,5%, hingegen wird die deutsche Wirtschaft um 3 % schrumpfen"

Und Leser "heveanson" bringt es auf den Punkt: Was für eine unglaublich Frechheit und Borniert es ist, bei Chinas Fabrikarbeitern von Arbeitssklaven zu sprechen, während man hierzulande von 1-Euro-Jobbern spricht.

Suchen Sie in China mal jemanden, der Vollzeit arbeitet und trotzdem staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen muss.

Im Land der Zeigefingerheber sieht das hingegen so aus:

"Im August 2008 bezogen den Angaben der BA zufolge insgesamt rund 1,4 Millionen Menschen neben ihrem Erwerbseinkommen Leistungen zur Grundsicherung"

Wann beginnt in Deutschland die - auch journalistische - Arbeit an einem neuen Gesellschaftssystem?

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Viktor Koch 08.01.2009, 22:05
17. jik

Die Juornalisten werden niemals über die Lage Ihrer eigener Arbeiter berichten.

1) Ist es langweilig!
2) Mann muss doch irgend wie China kritisieren (bitte nicht denken, dass es mir egal ist, wie es den Menschen dort geht!)
3) Wenn es würklich bei Uns zu einem solch Zusammenbruch kommen wird, werden diese Journalisten selber auf der Straße stehen^^

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shinnian 08.01.2009, 23:12
18. Viel Glueck!

Ah, endlich hat SPON einen China-Reporter, der die Landessprache spricht.
Man merkt, dass der Artikel gleich viel ausgewogener ist.

Druecke allen, die von der Wirtschaftskrise betroffen sind, die Daumen, dass sie es ueberstehen können. Und hoffe, dass der Chef aus Hunan ein anständiger Mensch bleibt.

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ronghua 09.01.2009, 03:50
19. ....ich versuche es wenigstens

Zitat von snickerman
Abermillionen von Wanderarbeitern, die die Wolkenkratzer hochziehen und in den zigtausenden Fabriken bis zur Erschöpfung schuften- dank diesem Artikel sehe ich wieder die menschlichen Schicksale, die Wünsche und Hoffnungen dieser oft noch sehr jungen Männer und Frauen, die wie wir im Wirtschaftswunderland der 50er Träume haben von besserer Bildung, mehr Wohlstand und einer leuchtenden Zukunft. Nun sind die Träume für viele von ihnen -hoffentlich nur vorerst- ausgeträumt und sie müssen in ein Leben zurück, dass sie in ihren Gedanken schon hinter sich gelassen hatten und in dem sie -wie das junge Mädchen im Bericht- verloren wirken wie ein notgelandeter Außerirdischer. Nein, Lösungen habe ich keine, aber ich wünsche den Strebenden nach einer besseren Welt einfach Glück!
Lebe fast schon 6 Jahre in China. Weiss aber, dass unsere Geschaeftspartner, Chinesen, ihre Arbeiter nicht ausbeuten. Es werden angemessene Loehne bezahlt, sowie ein gutes Mittagsmahl gereicht. Bewege mich in verschiedenen Grossstaedten/Provinzen in CHN.
Koreaner, Taiwanesen und Hongkonesen waren die Besitzer der vielen kleinen Betriebe in der Guangdong-Provinz, die sich schon im Spaetsommer 2008 "verpisst" haben, weil man in Peking ein Gesetz zu Gunsten der Arbeiter geaendert hat. Haben ausstehende Loehne auch noch mitgenommen.....

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