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Weltkonjonktur: Kollektiv im Heimaturlaub

Der Traum vom Wohlstand lockte Quan Xiaoju aus der Provinz an die Fließbänder von Guangdong. Jetzt muss sie zurück, denn Chinas Boom ist - vorerst - zu Ende.

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duke_widin 09.01.2009, 05:42
20. Weltfabrik

es ist ja mal schoen wenn ein Journalist wie Wieland Wagner es zuerst mal zugibt und manche Provinzen in China als Weltfabrik bezeichnet.
Mit 17 Jahren verdienen Lehrlinge in der EU auch nicht mehr Geld als die kleine Chrisantheme und ich wundere mich,warum Herr Wagner nich von dem zu versteuernden Mindestlohn von 2500 RMB spricht,der uebrigens gerade auf 8000 RMB im Monat heraufgesetzt werden soll.
Vieleicht weil viele diesen Steuersatz in China erreichen und der Freibetrag in China hoeher ist als in Deutschland?

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Frank Schmuntzsch 09.01.2009, 06:16
21. Wanderarbeiter vs Investitionen im Hinterland

Sehr geehrter Herr Wieland Wagner

die geschilderte Geschichte mag war und fuer viele Beteiligte tragisch sein. Doch voellig unerwartet kommt der Einbruch der Exportnachfrage fuer die Chinas Regierung nicht. Bereits vor Olympia wurden verstaerkt Stützungmaßnahmen fuer das Hinterland eingeleitet. Subventionen fuer Billig-Exportprodukte wurden gestrichen und steuerliche Anreize fuer selbstaendige Bauern und Unternehmensinvestitionen fuer hoehertechnolgiserte Branchen veranlasst. Ein weiterer treibende Faktor fuer den Aufschwung und die Beschaeftiging dürften die höhere öffentliche Investitionen in die Infrastruktur und den Wohnungsbau des Hinterlandes sein.

So sollte es vielleicht schon bald moeglich sein, dass die "kleine Chrysantheme" einen neuen Job ganz in der Naehe ihrer Famile findet und sie erst gar nicht mehr an die ferne Kueste muss zum Arbeiten.

Greusse aus Peking
Frank Schmuntzsch

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faustjucken_de 09.01.2009, 07:20
22. würklich?

Zitat von Viktor Koch
3) Wenn es würklich bei Uns zu einem solch Zusammenbruch kommen wird, werden diese Journalisten selber auf der Straße stehen^^
Würklich würklich? Na, dann!

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Vorsignal 09.01.2009, 08:46
23. Wäre lustig, wenn´s nicht so traurig wäre

Zitat von teruoc
Der Staat hat Mindeslohn in China fuer die Arbeiter immer verbessert. Die Gewerkschaft in China bekommt viel mehr Macht und die Arbeiter deshalb, auch mehr Rechts. Frueher waren die Arbeiter oft ausgebeutet. Aber heute ist es nicht mehr. Ein Arbeiter mit einem Handy, weiss genau was in der draussen Welt passiert.
Wäre lustig, wenn´s nicht so traurig wäre:
Der Besitz und Gebrauch eines Handys soll Zuwachs von Infomrmation bedeuten?
Lächerlich...

Mir erreicht allein die Erfahrung mit den deutschen Micheln, die mit 10 Klingeltönen und ein paar Sexbildchen, sich den Zugang zur großen weiten Abzockwelt verschaffen. Als flachgelegter Handykonsument gehört sich das Versenden von belanglosen Grüssen und Vereinbaren von oberflächlichen,ungenauen und unzuverlässigen Terminabsprachen. Die Höhe der Telefonrechnung soll kein Schwein interessieren, Hauptsache die wird bezahlt und es reicht die Lizenz zum Geld verstrahlen richtig rum zu halten.

Da scheint es fast konsequent, dass wer soviel Geld für soviel belanglose Informationen verbrennt, sich dann im Umkehrschluss einen Scheissdreck dafür interessieren, wie die Verkäuferin im nächsten Kick-Markt oder die chinesische Wanderarbeiterein in der Endmontage des Strahlekistchens ausgebeutet wird.

So schafft es das Interesse an der großen unsozialen Welt nicht mal mehr bis zum nächsten Sendemast.

Früher musste man den Leuten noch Scheuklappen verordnen,um sie von den für sie wichtigen Informationen abzuschotten, heute bezahlen sie brav selber für die Reizüberflutung, die ihnen die Sinne für das wirklich Wichtige raubt.

Gruss Vorsignal

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