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Wie tickt der Wähler?: "Solches Toben und Wüten, so viel Hass - das habe ich noch nie
Hermann Bredehorst/ DER SPIEGEL

In Tiefeninterviews hat Stephan Grünewald ergründet, was die Bürger vor der Wahl bewegt. Er warnt: "Es rumort in Deutschland."

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braindead0815 06.09.2017, 10:02
10. das größte wählerpotenzial

die nichtwähler.
die sich ihrer macht nicht bewußt sind und die Politik (CDU/SPD) natürlich auch nicht interessiert diese zu mobilisieren.
wenn zwischen 30-50% nichtwähler plötzlich an der urne erscheinen würden und irgendwas (außer CDU/CSU/SPD/grüne/FDP) wählen würden ?
das wäre mal ein politisches (demokratisches) erbeben.
eigentlich hoffen (bewußt/unbewußt) ja alle wähler der großen Parteien (siehe oben), das diese Wählerschaft nicht wählen geht.
da wäre ja schlagartig Unruhe im ruhe-Staat. Veränderung im staate stillstand. Revolution im land der Versicherungen. totales chaos und der schrei nach Merkel noch größer.

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ruhepuls 06.09.2017, 10:04
11. Andere Politik?

Zitat von rgw_ch
Der Wähler ist erbost über die Politik, aber den Zusammenhang zwischen seinem Wahlverhalten und der gewählten Regierung versteht er offenbar nicht. Er wählt alle vier Jahre immer wieder CDU oder SPD und glaubt wohl ernsthaft, dass allein durch diese Beharrlichkeit auf magische Weise irgendwann eine andere Politik entsteht.
Ja welche andere Politik soll der Wähler denn wollen? Im Grund will man eines: Bitte weiter wie bisher - nur irgendwie anders. Wirklich ändern wollen doch die wenigsten, denn das wäre verunsichernd und unbequem. Außer man denkt in sehr einfachen Bahnen: Flüchtlinge raus, Reiche enteignen, Freibier - und alles wird gut...

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io_gbg 06.09.2017, 10:23
12.

Zitat von Worldwatch
Es braucht daher das Korrekturinstrument des Volksentscheid wie Volksbegehren.
"Volksentscheide" sind für komplexe Themen, wie sie in überregionaler Politik die Regel sind, ungeeignet und öffnen dem dumpfbackigen Populismus Tür und Tor.
Der Brexit ist ein warnendes Beispiel.

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kabeljau2 06.09.2017, 10:26
13.

Zitat von mxmchn
Sollten die Ergebnisse dieser Studie die realen Verhältnisse in ihrer Tendenz wirklich abbilden, wäre dies ein klarer Beleg nicht nur für die absolute politische Desorientierung größerer Teile der Wählerschaft, sondern für eine zunehmende fundamentale Unfähigkeit, politische Zusammenhänge überhaupt zu begreifen. Einerseits die Globalisierung zu fürchten, ......
dem ist nichts hinzu zu fügen. genau das ist das grundproblem unserer zeit. mangelnde politische bildung führt zu einer entwertung der demokratie. außerdem verstärkt sie nicht nur an den unaufgeklärten rändern des politischen spektrums die tendenz zur radikalisierung.

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TscheffichheißeTscheff 06.09.2017, 10:39
14. Ich gehe mal davon

Zitat von sojetztja
Natürlich rumort es in Deutschland und ich kann das teilweise auch verstehen. Und ich hoffe inständig, dass unsere großen, demokratischen Parteien endlich kapieren, dass man sich mit den Sorgen der Bürger ernsthaft auseinandersetzen muss, wenn man nicht will, dass es hier so läuft wie in Polen, Ungarn, Türkei etc.. Dort sind längst die Hetzer, Kraftmeier und Kriegstreiber.......
aus, dass wir in Deutschland dann doch ein bisschen zu clever sind, um aus unserer im Vergleich recht komfortablen Situation heraus nicht die "Hetzer, Kraftmeier und Kriegstreiber" an die Macht wählen, zumal wir ja auch auf umfassende Erfahrung mit diesen zurückgreifen können. Wäre ja auch aberwitzig.

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mac4me 06.09.2017, 10:57
15. Es rumort also im Wahlvolk..

...na sowas.
Die Zweidrittelgesellschaft lässt grüßen. Die einen haben eben so viele Ressourcen, dass sie die negativen Entwicklungen der Gesellschaft persönlich abfangen können, und die anderen nicht. Das ist der Unterschied.
Hier im Osten sind ganze Generationen massiv abgewertet worden, inklusive der technischen Intelligenz, die plötzlich einfach aufs Abstellgleis geschoben wurde. Das sind aber Leute, die die Mechanismen durchschauen. Sie wissen, auch durch ihre Erfahrung in der DDR, wie Macht ausgeübt wird und wie Manipulation funktioniert.

Der mediale Tsunami gegen die AfD ist so eine Manipulation, aber bei weitem nicht die einzige. Die Flüchtlingskrise ist nur der Anlass, der die unbewältigte deutsche Wiedervereinigung mit ihren sozialen Verwerfungen wirksam hat werden lassen. Denn die Generation der aussortierten 40-jährigen zu Wendezeiten bekommt jetzt Minirente, hat aber viel Zeit, ihren Unmut zu posten.

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hardeenetwork 06.09.2017, 11:06
16. Satte Wähler

Das Jammern auf höchstem Niveau geht weiter. Alles ist schlecht und die Politiker sind die Schuldigen. Und der ach so arme Wähler wird dabei völlig "übersehen". Dinge selber in die Hand nehmen ist halt unbequem.

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Charly 06.09.2017, 11:12
17. Die Loser

im Osten proben die Revolution. Die sollten sich aufregen über die Nazis in ihren Reihen und versuchen mal die in den Griff zu bekommen. Selbst das funktioniert nicht.

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Bernd.Brincken 06.09.2017, 11:21
18. Auftrag

Der Schluß von den inneren Befindlichkeiten und Bildern von 50 Menschen auf die politische Landschaft ist hier schon sehr kurz-schlüssig.
Dass man überhaupt solche Bilder herausarbeitet und strukturiert, ist ein Verdienst der Salber-Schule, auf die auch Grunewald aufbaut. Aber sein Ehrgeiz, daraus auch medial prägnante Schlüsse zu hier, und sich publizistisch hörbar zu machen, wie man ihn hier erlebt, wird der Methodik nicht gerecht.
So klingt da Ganze eher wie eine Auftragsarbeit; auch wenn es keine sein mag.

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Starmoon 06.09.2017, 11:22
19. Hink weiter, Vergleich

zu mac4me: Ja, es gibt Ungerechtigkeiten beim Ost-West-Vergleich. Es gibt aber auch Gerechtigkeit für jedermann. Hüben und drüben, was genauso gut drüben und hüben heißen könnte. Entscheidend für die Betrachtung ist die persönliche Erfahrung mit dem Fremden, den Fremden. Und da hatte die DDR außer ein paar hegemonistischen Sowjets nichts zu bieten. Auch das rächt sich jetzt. Der Osten kapiert nicht, dass es vorbei ist mit der Allmacht der Bleichgesichter auf der Straße, in der Kneipe, im Amt, auf dem Sportplatz, in der Schule. Ein Tsunami gegen die AfD? Könnte nicht schaden, ist aber in weiter Ferne. Diese Damen und Herren dürfen im nächsten Bundestag zeigen, was sie können. Ich erwarte nicht viel für mein Vaterland.

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