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Zehn Jahre Agenda 2010: Armutszeugnis für Deutschland
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Die Regierung hat versucht, den Armutsbericht zu schönen - dennoch zeugt er von der sozialen Misere im Land. Zehn Jahre nach Verkündung der Agenda 2010 ist die Ära der sozialen Marktwirtschaft am Ende. Jakob Augstein: Der Armutsbericht ist ein Armutszeugnis - SPIEGEL ONLINE

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heyho 12.03.2013, 01:04
730. Metamorphose des Politikers

von wegen Volksvertreter... ist leider typisch, dass die Politiker sich so verwandeln...

https://m.facebook.com/photo.php?fbid=536209959751857

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ron8 12.03.2013, 01:30
731. Danke!

Genau so ist es!

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Spiegeluniversum 12.03.2013, 01:50
732.

Zitat von Septic
Demonstrationen interessieren Politiker längst nicht mehr. Das wurde spätestens klar als mehrere Millionen Menschen in USA, UK, Deutschland und Frankreich gegen den Golfkrieg von Bush Junior demonstriert haben und die UN auch dagegen war und er trotzdem kam. Man ist schlicht vollkommen Machtlos. Bei den Finanzmärkten und der Macht der Wirtschaft ist es genauso. Vor der Wallstreet campen ist zwar ein tolles Woodstock feeling, änderte aber überhaupt gar nichts. Gewalt ist auch keine Lösung. Also bleibt nur der Frust und Resignation.
Netter Versuch, Bedenken-Troll. In Italien wurde vor kurzem gezeigt, daß Bürger etwas ändern können.

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Spiegeluniversum 12.03.2013, 01:52
733.

Zitat von schlusenbach
Mann,mann,mann,alleine die Überschrift reicht schon!Deutschland boomt und es kann eben nicht jeder Mensch reich sein.Wie bitte sollte so eine Gesellschaft funktionnieren,wenn alle reich wären?Guckt doch mal in Ausland,Afrika,Afgahnistan und Indien und vergleicht unsere (Sozialstaat)Bürger mal als arm!Hier muss niemand verhungern,und wer Arbeiten will kann dies auch unter mahr als angenehmen Bedingungen.
Welternährungstag : Hunderttausende Kinder hungern in Deutschland - Aktuelle Nachrichten - Politik - Inland - Berliner Morgenpost - Berlin

Hungern in Deutschland - YouTube

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wolleh 12.03.2013, 02:22
734. Absolut treffend

Selten hat jemand einen offensichtlichen Skandal treffender und knapper analysiert und auf den Punkt gebracht wie Jakob Augstein. Er hat in allem Recht. Schröder war der Totengräber. Die jetzige Regierung sein Nachfolger und Erfüllungsgehilfe. Der Analyse ist treffend. Hinzuzufügen ist nur, dass hoffentlich bald viele Menschen endlich aufwachen und mitmachen, den Sozialstaat wieder herzustellen. Es wird ein harter Kampf werden. Aber es ist zu schaffen. Der Wähler ist der Souverän. Keine Stimme der FDP, der SPD und der CDU. Enteignungen im großen Umfang (12 Billionen Euro) und eine Umverteilung auf alle Bürger muss kommen. Führt endlich die Demokratie in Deutschland ein und drängt die neoliberalen Haie und Lobbyisten ins Abseits. Schlagen kann man Gierige und Verbrecher nur bei Wahlen. Es liegt an uns, dem Wähler, reinen Tisch zu machen. Wir sind der Souverän, der die Demokratie herstellen und den Rechts- und Sozialstaat retten kann. Nieder mit dem Raubtierkapitalismus. Bereitet ihm ein Ende.

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Newspeak 12.03.2013, 02:26
735.

Zitat von rabula_raser
Blöd, dass wir alle zusammen, denn ich ich habe 98 und 05 Schröder gewählt, wofür ich mich heute noch selbst schlagen möchte, nicht begriffen haben, dass der moderne Besitzstandsfeudalnazistaat mit seinen modernen Zwangsarbeitssystemen und den subtilen Menschenausplünderungs- und -ausschlachtungsmethoden andere Erscheinungsformen der SA und SS haben würde. Heute wissen wir, was die real-existierende Agenda 2010 ist. Und wir können in die Neuen Ghettos gehen und die Neuen Untermenschen angucken, nachdem wir in unseren Neuen Zwangsarbeitsunternehmen wieder einmal "das unsere bekommen", damit wir durch die modere Form der Selbstvernichtung durch Arbeitsüberlast unserem Leben auch noch den letzten Sinn nehmen, um in den Orkus zu springen. Ganz schön dämlich.
Die Nazis haben 12 Jahre überdauert. Der gegenwärtige Kapitalismus wird keine 6 Jahre mehr machen. Die nächste inhärente Krise kommt absolut sicher und wird dann jedes Maß übersteigen. Schon dieses Mal waren die Nationalstaaten kurz vor dem Ende ihrer Eingriffsmöglichkeiten und eigentlich wurde die Krise bisher auch immer nur verschleppt, in der Hoffnung, der Zusammenbruch ließe sich noch hinauszögern. Das wird vielleicht auch noch eine Weile gut gehen, aber nicht auf Dauer. Jugendarbeitslosigkeiten wie in Südeuropa werden keine 10 Jahre Bestand haben. Entweder man hat dann vernünftigerweise dagegengesteuert, oder der ganze Laden fliegt außeinander. Die Reichen mögen mächtig sein, aber intelligent sind sie nicht, denn sie sehen nicht, daß sie ihre eigene Grundlage weggraben. Exorbitanter Reichtum hat sich noch nie gegenüber exorbitanter Armut behauptet. Nicht in der Masse. Das ist eigentlich ein Naturgesetz. Potentialdifferenzen tendieren dazu, sich auszugleichen. Und je größer man sie anwachsen lässt und je länger es bis zur Entladung dauert, desto heftiger wird die Reaktion sein.

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RealityCheck 12.03.2013, 02:45
736. Drohungen

Zitat von dowhepole
Sehe ich nicht großartig anders. Ich spielte auf das den Unterton 'Alle die mal viel Geld hatten, sollen geköpft werden' an, der bei dem zitierten Betrag raus zu lesen war.
Wenn man die Leserbriefe im Forum aufmerksam liest, findet man mehr und mehr 'Warnungen' vor kommenden gesellschaftlichen Umschwüngen, die bis zu 'Millionen Tote kosten könnten'. Das sind natürlich keine Warnungen, sondern es sind Drohungen, von Leuten, die der Machtverlust des Sozialismus vielleicht ihre parasitären Existenzen gekostet hat. Da redet jemand von Robespierre, meint aber wohl Stalin.

Es scheint, dass die etwa 100 Millionen Toten, die der verflossene Sozialismus die Menschheit kostete, noch keineswegs das Ende der Geschichte gewesen zu sein brauchen.

Zwar wurden die Nazis weitgehend für ihre Massenmorde bestraft, bei den Kommunisten aber wurden solche Verbrechen nur pathetisch beklagt. Das wäre gar kein Sozialismus gewesen, genügt als faule Ausrede. Die Totschlägermentalität ist aber, wie man sieht, sehr wohl noch da. Die ehemaligen Anhänger von Stalin, Mao und Pol Pot, ebenso wie die der anderen Massenschlächter, die den Menschen mit ihrer sozialistischen Ideologie nur Armut brachten und die deshalb ihre Herrschaft durch Massenmorde verteidigten, wittern wieder Morgenluft.

Dass sie ihre Mordphantasien hier schon wieder frei äussern können, zeigt die Vergesslichkeit der Menschen.

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Scribulus 12.03.2013, 02:54
737.

Zitat von holde
Stimmt alles, aber (!) was sind wir hierzulande reich an Eigenheimen mit photovoltaik auf den Daechern!!!! Ich nehme an, dass die Besitzer ehrlich das Verdiente/Subventionierte teilen? Oder bin ich naiv?
Naiv ist, nicht zu fragen, welcher Prozentsatz der Bevölkerung tatsächlich in Eigenheimen und welcher in Mietwohnungen wohnt, ganz agesehen von denen, die überhaupt nicht "wohnen".

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Scribulus 12.03.2013, 03:08
738. Es macht mich sehr stutzig

Zitat von mps58
Es macht mich sehr stutzig wenn der Multi-Millionär und Erbe Augstein so hingebungsvoll über Armut schwadroniert. Kennt er sich da nun aus oder hat er nur ein schlechtes Gewissen? Die Wahrheit ist nämlich, dass sich die Einkommensverhältnisse seit 2005 in Deutschland nicht verschlechtert haben. Wie sieht es dagegen im sozialistischen Musterland Frankreich aus?
Ist ja schön, dass Sie stutzig macht, wenn Reiche auch denken können. Aber erklären Sie bitte mal den sachlichen Zusammenhang zwischen dem Vermögensstatus des Herrn Augstein und dessen Kritik. Im Übrigen: Es geht nicht um die Einkommensverhältnisse seit 2005, sondern um die Verteilung der Einkommen, bei denen sich nicht erst seit 2005 ein eklatantes Ungleichgewicht entwickelt hat, das im Artikel mit Zahlen belegt ist.

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CafeAuLait 12.03.2013, 03:20
739. alles relativ und was ist schon gerecht

ja. es gibt sehr viele reiche Menschen in Deutschland, die mehr haben, als man zu Lebzeiten ausgeben kann. Ich glaube dennoch, dass es den meissten Deutschen materiell besser geht, als vielen anderen Menschen in der westlichen Welt. Man muss nur sehen, was auf Deutschlands Strassen für grosse Autos rollen und wieviele Mrd aus Deutschland in den globalen Tourismus fliessen.

Dennoch, wenn es dem Nachbarn/Freund/Bekannten noch besser geht, fühlt man sich schlecht.

Aus dem Teufelskreis gibt es kein Entrinnen. Der Zustand bei dem alle gleich glücklich sind gleicht einem instabilen Gleichgewicht. Einer wird sich immer einen Vorteil verschaffen und damit besser dastehen, als der andere. Das ist die menschliche Überlebensstrategie. Und es werden alle diesem Trieb folgen.

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