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Zeugin im NSU-Prozess: Die Verhohnepipelung des Gerichts
DPA

Die Friseurin Silvia S. hätte als Zeugin im NSU-Prozess viel zu erzählen gehabt - wenn sie geredet hätte. Doch sie gab die Begriffsstutzige. Und ihre Aussage geriet zu einer Zerreißprobe für das Gericht. NSU-Prozess: Wortkarge Zeugin Silvia S. sorgt für Geduldsprobe - SPIEGEL ONLINE

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dubmaid 13.11.2013, 00:08
40. Lachnummer

Zitat von neanderspezi
Kommen die Anwälte der Angeklagten Zschäpe mitsamt dieser Angeklagten in diesem Prozess aus dem Grinsen überhaupt noch heraus. ... hier geht es darum, ein Vielfachverbrechen detailliert zu rekonstruieren, das von Verfassungsschutzleuten und der Polizei fast ein Jahrzehnt lang nicht einmal ansatzweise aufgedeckt werden konnte.
Außer einem "die machen doch, was sie wollen" fällt mir auch nicht mehr viel dazu ein. Trauerspiel. Habe die Justiz selten so machtlos erlebt.

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Krittler 13.11.2013, 05:27
41.

Zitat von ratschbumm
Jeder Zeuge darf folgenlos die Aussage verweigern, wenn er sich dadurch selbst belasten würde. Das ist ein uralter Rechtsgrundsatz. ( Lex Romana )
Ja, aber das liegt in diesem Fall nicht vor. Und enge Verwandte und andere wenige Ausnahmen ... . Das aber liegt bei dieser Zeugin alles nicht vor. Oder glaubst du, sie gehörte zur NSU und müsste sich belasten? Das hat sie aber doch auch nicht ausgesagt - oder wieder vergessen? Was also soll dann diese "Besserwisserei"? Beugehaft und nach ein paar Tagen wird sie (und andere gleichgesinnte Zeugen) schon reden.

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Krittler 13.11.2013, 05:53
42.

Zitat von Malshandir
Also man sollte Zeugen waehlen, die was zu sagen haben. Warum verhoert man Opferangehoerige, die nicht zur Tataufklaerung beitragen koennen. Es mag ja ein hartes Schicksal sein, aber wenn ein.....
Diese Zeugin wurde nicht geladen, weil sie sich durch den widerrechtlichen Verkauf ihrer AOK-Karte der Beihilfe des Betrugs schuldig gemacht hat. Vielmehr war sie Zeugin, weil sie Nähe zu den Terroristen hatte, eine Bekannte und Sympathisantin war, die diese Leute mit dem Verkauf ihrer AOK-Karte aktiv unterstützt hat.

Auch der Verkauf von Pistolen dient doch "lediglich" der Bereicherung. Siehst du das dann auch so?
Das Gericht will wissen, in wieweit es ein Umfeld, also aktive Unterstützung dieser Terroristen gab. Ist das denn wirklich so schwer zu begreifen?

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IngoHH 13.11.2013, 07:49
43. Naives Gericht

Zitat von ellenlasirene
..die deutsche Justiz wird vorgeführt und verhöhnt. Ich kann den Anblick dieser psychophatischen Selbstdarstellerin bald nicht mehr ertragen.
Ich halte die Zeugin für halbwegs glaubwürdig. Wenn ich ein krummes Ding drehe (wie eine Gesundheitskarte zu verkaufen) WILL ich gar nicht wissen, wozu sie der Käufer benutzt. Und wenn ich schon was geraucht und getrunken habe, interessiert es mich auch gar nicht. Oh man, von Richtern und Staatsanwälten, die ständig mit solchen kleinkriminellen Zeitgenossen zu tun haben, hätte ich mehr Erfahrung des wahren Lebens erwartet

Von Frau Friedrichsen hätte ich mehr erwartet als die vielen Unterstellungen:
"...tut so, als habe sie akustisch nichts verstanden. Das gibt etwas Zeit zum Überlegen."
"Silvia S. beteuert vor Gericht allen Ernstes, sie habe sich damals keinerlei Gedanken gemacht"
Woher kennt Frau Friedrichsen die Wahrheit?

Dass eine einfache Frisören davon ausgehen muss, dass die Karte für ein Leben im Untergrund benötigt wird, ist absurd.
Ich würde nicht davon ausgehen, dass alle Menschen dazu geboren sind, wie ein Atomphysiker oder Professor zu denken.

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qewr 13.11.2013, 07:52
44. Wieso...

Zitat von Malshandir
Also man sollte Zeugen waehlen, die was zu sagen haben. Warum verhoert man Opferangehoerige, die nicht zur Tataufklaerung beitragen koennen. Es mag ja ein hartes Schicksal sein, aber wenn ......
... fragt eigentlich nur der Richter?
Gibt es in Deutschland keine Kreuzverhöre?

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