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Zugewanderte Mediziner: Kammerchef beklagt schlechtes Deutsch von Ärzten
Corbis

Deutschland gehen die Ärzte aus, deshalb werden sie zunehmend aus dem Ausland rekrutiert. Doch jetzt beklagt der Präsident der Berliner Ärztekammer: Die Mediziner könnten oft kaum Deutsch - das Risiko für Patienten steige. Klage über mangelhafte Deutschkenntnisse von Ärzten - SPIEGEL ONLINE

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bjuv 02.01.2013, 12:31
300. Schuld haben allein die Landesgesundheitsminister, denn

diese müssen die Sprachkunde vor Arbeitsaufnahme in jedem einzelnen Fall überprüfen. Es reicht eben nicht aus, wenn der Aspirant einen Fachzeitungsarikel verstehen (nicht etwa: in eigenen Worten wiedergeben) kann. Die BUNDESLÄNDER sind also gefordert, das Problem JETZT zu lösen - oder wir prästentieren alsbald den ersten Toten aufgrund Sprachinkompetenz und weisen die Angehörigen auf Mithaftung der Ministerpräsidenten hin!

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Oelteichscheich 02.01.2013, 12:41
301. Eben nicht.

Zitat von zechpreller
Arzt beherrscht in der Regel die Englische Sprache wie jeder Skandinavier oder Brite. Es mangelt bei orientalischen und osteuropäischen Ärzten auch an der Fachkenntnis.
Die beste fachliche Kompetenz und Voraussetzung bringen Osteuropäer und Asiaten mit. Selbst "orientalische" Ärzte sind fachlich ausgezeichnet. Gehen Sie nicht von ihrem örtlichen Hospital oder der Provinzpraxis nur aus.

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Plasmabruzzler 02.01.2013, 12:44
302.

Zitat von c++
Es geht um etwas anderes. Da werden wegen Ärztemangels Mediziner importiert, deren Qualifikation zweifelhaft ist, andererseits wird sehr vielen hoch motivierten Abiturienten in Deutschland aus politischen Gründen ein Studienplatz und damit der Zugang zum Arztberuf verweigert. Ich möchte mal wissen, wie die zuständigen Politiker diesen Skandal rechtfertigen.
Kein Skandal. Problem ist nicht, dass hierzulande zu wenige Ärzte ausgebildet werden, sondern dass ein Großteil der ausgebildeten Ärzte Deutschland aus verschiedensten Motiven den Rücken kehrt.

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zahlenmeister 02.01.2013, 13:15
303.

Zitat von Neuer Debattierer
Darunter laut BÄK auch jene Ausländer, die in Deutschland Medizin erfolgreich studiert haben und in ihre Heimat zurückkehren.
....und auch ältere Ärzte, die ihr Schäfchen bereits ins Trockene gebracht haben und ihren Lebensabend im Ausland verbringen wollen. Interessant hierzu finde ich diesen Artikel über in die Schweiz eingewanderte Akademiker (unterschiedlicher Fachgebiete; nicht nur Ärzte): Wie die neuen Ausländer die Schweiz verändern - Schweiz - bazonline.ch

Zitat daraus:

Zitat von
[…..] Schweizer Arztpraxen: eine lukrative Anlage Beispiel Gesundheitswesen: Noch bis Ende nächsten Jahres [Anmerkung: Damit wäre das Jahr 2009 gemeint gewesen] werden in der Schweiz keine neuen Arztpraxen zugelassen. Die Massnahme, ursprünglich eingeführt, um die unkontrollierte Ausbreitung ausländischer Ärzte zu stoppen, bewirke das Gegenteil, klagt VSAO-Präsident Bossard. Gehe es - etwa nach einer Pensionierung - um den Verkauf einer bestehenden Praxis, würden «gut situierte, über-50-jährige ausländische Spezialärzte» derart hohe Summen bieten, dass der 40-jährige Schweizer Oberarzt keine Chance habe. Ausländische Ärzte würden sich auf diesem Weg ihren Lebensabend in der Schweiz organisieren, so Bossard - mit einer Investition, die ihnen von Vermittlungsagenturen in Deutschland als Steuersparmassnahme wärmstens empfohlen werde. «Statt weniger haben wir‹dank› des Zulassungsstopps mehr ausländische Ärzte in Schweizer Praxen», so Bossard. Auch der Gesundheitsökonom Willy Oggier beobachtet die «preistreibende Wirkung», die durch mitbietende ausländische Ärzte entstehe. Allerdings, so Oggier, beschränke sich das Phänomen vorwiegend auf städtische Zentren.
Wie weit das, was dort steht, tatsächlich stimmt, kann ich nicht nachprüfen. Außerdem ist der Artikel schon von 2008. Es wäre schon interessant, mehr darüber zu erfahren.

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sorry ich bin bloß arzt 02.01.2013, 16:56
304.

Zitat von Neuer Debattierer
Meine Güte! Nur weil Montgomery und ein paar Gesundheitspolitiker es als Ärztemangel bezeichnen, dass wir heute fast 50 Prozent mehr Ärzte haben als zur Ärzteschwemme Ende der 90er Jahre, schaut wohl niemand mehr auf die Zahlen etwa der Bundesärztekammer. Jedes Jahr steigen die Zahlen der niedergelassenen und der Krankenhausärzte. Da wird also der Anstieg zum Mangel gemacht.
Ärztemangel ist, wenn es tausende OFFENE Stellen gibt. Da endet Ihr kassenpolitisches Kauderwelsch.

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sorry ich bin bloß arzt 02.01.2013, 16:58
305.

Zitat von Neuer Debattierer
Darunter laut BÄK auch jene Ausländer, die in Deutschland Medizin erfolgreich studiert haben und in ihre Heimat zurückkehren.
... und trotzdem fehlen mehrere tausend Ärzte in den Krankenhäusern, komisch gelle?

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bjuv 02.01.2013, 17:16
306.

Zitat von Neuer Debattierer
Meine Güte! Nur weil Montgomery und ein paar Gesundheitspolitiker es als Ärztemangel bezeichnen, dass wir heute fast 50 Prozent mehr Ärzte haben als zur Ärzteschwemme Ende der 90er Jahre, schaut wohl niemand mehr auf die Zahlen etwa der Bundesärztekammer. Jedes Jahr steigen die Zahlen der niedergelassenen und der Krankenhausärzte. Da wird also der Anstieg zum Mangel gemacht.
Es ist ein übles Politikersprech, nur auf die Arztzahlen abzustellen. Einzig zielführend ist die Anzahl der unter Beachtung der Arbeitszeitgesetze zulässigen ArztSTUNDEN. Und die wurden weniger, weil auch Ärzte den Feierabend und die 42Std/Woche sowie Teilzeit für sich in Anspruch nehmen. Wenn die Lufthansa so denken würde wie sie, wäre sie viele Probleme los. Einfach ein paar Piloten mehr einstellen, diese aber ein Drittel länger arbeiten lassen, auch wenn das gesetzlich verboten ist. Schönen Flug (OP) noch

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Putinfreund 02.01.2013, 17:42
307. Das kann doch nicht wahr sein !

Zitat von diezweitemeinung
Ausländische Ärzte stellen generell ein großes Problem dar - viel größer als es bisher in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Freiberuflich tätige deutsche Ärzte, die viele Kliniken kennenlernen, sind entsetzt. Neben der Unfähigkeit zu einer sinnvollen Kommunikation mit Patienten, Ärzten und Vorgesetzten kommt oft auch noch die Unwilligkeit hinzu, dies abzuändern. Das Problem wird dadurch verschärft, dass ausländische Ärzte aufgrund einer oft grottenschlechten Ausbildung auch nur rudimentäre Medizin-Kenntnisse haben. Sie stellen damit eine akute Gefahr für die Patienten dar. Eine deutsche Krankenschwester hat wahrscheinlich eine bessere Ausbildung als ein Arzt, der aus Russland oder aus Syrien kommt. Schlechte ausländische Ärzte vergiften auch - wie ein metastasierender Tumor - die gesamte ethische Atmosphäre in einer Klinik. Dagegen kommt auch ein engagierter Chefarzt nicht an........................ Ärzte sind in vielen Ländern noch immer "Halbgötter in Weiß". Wenn ein Patient in Syrien, dem Irak oder der Ukraine grundsätzlich als ein lästiges Übel empfunden wird, so ändert sich diese Einstellung nicht, sobald sich der Arbeitsplatz nach Deutschland verlagert............. Die Ausbildung der Ärzte erfolgte beispielsweise in Russland bis zur Wende unter Voraussetzungen, die an Schwarz-Afrika erinnerten. In einem großen Krankenhaus in Leningrad konnte ausländischen Journalisten beispielsweise kein Blutdruck-Messgerät präsentiert werden. Und wie die sozialen und ethischen Rahmenbedingungen in Griechenland oder Syrien sind, haben wir in der Vergangenheit gesehen. Sie sind viel schlimmer als wir es ohnehin schon vermutet haben. Es fällt daher nicht schwer, daraus auch den Stand der fachlichen und menschlichen Integrität griechischer und syrischer Ärzte abzuleiten. Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel....................Grundsätzlich sollte man als Patient ausländische Ärzte immer dann ablehnen, wenn sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Das wird zwar in einem Krankenhaus keinen unmittelbaren Effekt haben - steter Tropfen höhlt aber gelegentlich den Stein. Wenn Patienten eine Klinik mit Hinweis auf dieses Problem verlassen, dann hat dies früher oder später einen Effekt. Mangelhafte Sprachkenntnisse verraten einen absoluten Mangel an Achtung vor dem Patienten - bei dem individuellen Arzt, aber auch bei den Krankenhaus-Managern. Kann ein Arzt nicht mit dem Patienten kommunizieren kann, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zu Kunstfehlern kommt. Das ist nur eine Frage der Zeit .... Aber der Patient hat eben keine Lobby..
Es wurde in diesem Forum noch nie so viel Unsinn über die Ausbildung und die Kenntnisse von Ärzten aus der ehemaligen Sowjetunion verbreitet wie von diesem "einezweitemeinung". Das strotzt ja vor vorsätzlicher Desinformation.

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mundi 02.01.2013, 17:50
308. Immer die Anderen

Zitat von Oelteichscheich
Die beste fachliche Kompetenz und Voraussetzung bringen Osteuropäer und Asiaten mit. Selbst "orientalische" Ärzte sind fachlich ausgezeichnet. Gehen Sie nicht von ihrem örtlichen Hospital oder der Provinzpraxis nur aus.
Sie sind auch nicht an den Organspendenskandalen beteiligt. Hygieneprobleme an deutschen Kliniken haben sie auch nicht verschuldet.

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bjuv 02.01.2013, 18:04
309. Leider beides falsch:

Zitat von mundi
Sie sind auch nicht an den Organspendenskandalen beteiligt. Hygieneprobleme an deutschen Kliniken haben sie auch nicht verschuldet.
Der Arzt, der den Transplantationsskandal ins Rollen brachte, kam aus Jordanien, wohin er auch verbotener Weise zuvor ein Organ verkauft hatte. Soviel dazu.

Und seit dem mehr arabische Ärzte und Patienten hier arbeiten/behandelt werden, gibt es eine gehäufte Anzahl Acinetobacter baumanii-Infektionen (multiresistent), die zuvor nur in deren Heimatländer gehäuft vorkamen. Aus eigener Anschauung weiss ich auch: Viele Infektionskrankheiten werden dort gar nicht ausdiagnostiziert, sondern direkt mit Antibiotika behandelt, die hier nur als Reserve dienen.

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