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Zukunft des Menschen: "Wir werden Götter sein"
Florian Bayer/ DER SPIEGEL

Wann erreicht der Mensch die nächste Evolutionsstufe? Sehr bald, glaubt der Historiker Yuval Noah Harari. Dank neuer Technologien wird der gottgleiche Homo Deus den Homo sapiens verdrängen.

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karstenauswerder 23.03.2017, 07:00
1. Lauter Lacher am frühen Morgen

Tolle Gedanken, die der Mann hat. Der beste und zutreffendste ist der Vergleich der Religionen mit Computerspielen. Stimmen nahezu alle Komponenten. Für diese Erkenntnis hat sich der Kauf bei Spiegel-Plus schon geloht - ?

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buchmann-klaus 23.03.2017, 07:45
2. Guter Artikel

aber was sollen die Werbefilmchen rechts. Liebe Redaktion, planen Sie das weiterhin? Dann lohnt sich der Kauf nicht mehr, da ein konzentriertes Lesen unmöglich ist.

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lequick 23.03.2017, 07:53
3.

Ziemlich interessante und gruselige Vorstellungen, die zwar ihre Daseinsberechtigung haben, von denen ich aber nicht glaube, dass sie zutreffen werden. Es gab auch in Vergangenheit viele Zukunftsvisionen für die heutige Zeit, und nur ein Bruchteil dessen ist eingetreten. Heute belächeln wir diese, aber "damals" waren sie äußerst populär.

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GSYBE 23.03.2017, 08:51
4. Das 21. Jahrhundert könnte zur Geburt einer neuen sozialen Klasse führen: der Klasse der Nutzlosen.

So gruselig und erschreckend das ist, die Wahrheit ist erkennbar.

Ein längst überfälliges und immer noch viel zuwenig diskutiertes gesellschaftliches Mittel dagegen ist die Belegung von künstlicher oder besser - nicht-menschlicher - Arbeitsleistung mit Steuern und Sozialabgaben.

Arbeit gibt dem Individuum über seinen für die Gesellschaft generierten Beitrag seinen Platz in eben selber.

Soll eine Maschine die Arbeit des Individuums ersetzen, so muss sie auch ërsatzweise seinen Beitrag für die Gesellschaft generieren.

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GSYBE 23.03.2017, 09:00
5. Vergangenheit

Zitat von lequick
Es gab auch in Vergangenheit viele Zukunftsvisionen für die heutige Zeit, und nur ein Bruchteil dessen ist eingetreten. Heute belächeln wir diese, aber "damals" waren sie äußerst populär.
Es gibt auch (heutige) Entwicklungen, die in der Vergangenheit niemand auf dem Radar hatte und diese sind dafür umso dramatischer.

Oder erinnern Sie sich an Überlieferungen, dass jemand vor 200 Jahren eine mindestens Verzehnfachung der Weltbevölkerung vorrausgesagt hat?

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fiftysomething 23.03.2017, 09:00
6. Meine Prognose

ist, der Mensch ist, wie er ist. Es gab schon immer die 10%, die innovativ waren, Neuerungen vorantreiben und sie nutzten. Auch im alten Rom gab es Hunderttausende, die in die Arenen gingen und die Cleveren machten ihr Geschäft damit. Alles wird ökonomisiert und genauso wie hier bei Spiegel Online in normale Artikel und die Plus-Variante unterteilt. Wer es sich leisten kann oder will, kauft den Zusatznutzen, die anderen verweigern sich und werden abgehängt. Selbst wenn es mehr Menschen gibt, die Fortschritt verweigern als jene, die ihm folgen, wird es immer so weitergehen. Die Macht ist auf der Seite der Besitzenden und Wissenden. Das System bleibt im Gleichgewicht, weil die prekäre Masse zu wenig selbst macht, sie hat zuviel delegiert und verlernt, sich selbst zu erhalten. Wer von den heutigen Jugendlichen kann kochen? Wer etwas reparieren? Es wird einfacher, kaputte Dinge zu ersetzen oder andere machen zu lassen, weil es sich nicht lohnt oder weil die Fähigkeiten fehlen.

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thomasfutaba 23.03.2017, 09:25
7. Schwejk

Das ist doch alles ein ganz grosser Unsinn. Da halte ich es lieber mit dem guten und weisen Soldaten Schwejk, der da gesagt hat (nach der Erfahrung des ersten Weltkrieges): "Ikarus hat sich die Flügel verbrannt. Der Mensch möchte ein Gigant sein und ist ein Dreck, Kamerad." Der Einjährigfreiwillige zu Schwejk (S. 290)
"Auch Karthago ist zerstört worden, aus Ninive hat man Ruinen gemacht, lieber Freund, aber Kopf hoch!" Der Einjährigfreiwillige zu Schwejk (S. 291).

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ruhepuls 23.03.2017, 09:26
8. Die Nutzlosen?

Zitat von GSYBE
So gruselig und erschreckend das ist, die Wahrheit ist erkennbar. Ein längst überfälliges und immer noch viel zuwenig diskutiertes gesellschaftliches Mittel dagegen ist die Belegung von künstlicher oder besser - nicht-menschlicher - Arbeitsleistung mit Steuern und Sozialabgaben. Arbeit gibt dem Individuum über seinen für die Gesellschaft generierten Beitrag seinen Platz in eben selber. Soll eine Maschine die Arbeit des Individuums ersetzen, so muss sie auch ërsatzweise seinen Beitrag für die Gesellschaft generieren.
Und was machen dann die Nutzlosen den ganzen Tag? Brot und Spiele..?

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Newspeak 23.03.2017, 09:30
9. ...

Zitat von fiftysomething
Meine Prognose ist, der Mensch ist, wie er ist. Es gab schon immer die 10%, die innovativ waren, Neuerungen vorantreiben und sie nutzten. Auch im alten Rom gab es Hunderttausende, die in die Arenen gingen und die Cleveren machten ihr Geschäft damit. Alles wird ökonomisiert und genauso wie hier bei Spiegel Online in normale Artikel und die Plus-Variante unterteilt. Wer es sich leisten kann oder will, kauft den Zusatznutzen, die anderen verweigern sich und werden abgehängt. Selbst wenn es mehr Menschen gibt, die Fortschritt verweigern als jene, die ihm folgen, wird es immer so weitergehen. Die Macht ist auf der Seite der Besitzenden und Wissenden. Das System bleibt im Gleichgewicht, weil die prekäre Masse zu wenig selbst macht, sie hat zuviel delegiert und verlernt, sich selbst zu erhalten. Wer von den heutigen Jugendlichen kann kochen? Wer etwas reparieren? Es wird einfacher, kaputte Dinge zu ersetzen oder andere machen zu lassen, weil es sich nicht lohnt oder weil die Fähigkeiten fehlen.
Die Macht ist auf der Seite der Wissenden? Na dann fragen Sie mal ihren befreundeten Professor, was er so fuer Macht hat.

Nein, die Macht ist auf der Seite der Kriminellen und Skrupellosen. Der Psychopathen und Unmenschen. Der Staerkeren. Und die Geschichte zeigt, dass dies keineswegs immer so bleibt. Zumindest, was die individuelle Ebene betrifft. Mag sein, dass nach dem Zar Stalin kommt und nach Stalin Putin (man nehme irgendein anderes Land, geht auch), aber das System des Zaren ist weg, das System Stalins ist weg, und mit ihm viele seiner Profiteure.

Ansonsten muss ich bei diesen Prognosen immer an Wells denken. Eloi und Morlocks. Die einen schoen und dumm, die anderen haesslich, maechtig und kannibalisch. Klingt fast schon wie heute.

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