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Zwölf Monate ALG I: Wenn das Geld schneller aus ist als die Arbeitslosigkeit
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Die Hälfte seines Lebens wartet der Arbeitslose vergebens: Firmen haben keine Eile mit Bewerbern, drei Monate im Jahr läuft sowieso nichts. Und vor einer Neuorientierung muss erst der Kündigungsschock verarbeitet werden, erklärt Karriereberaterin . Arbeitslosengeld I: Zwölf Monate sind zu kurz - SPIEGEL ONLINE

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hypnos 09.12.2013, 08:46
1. SPD führte Schuld ein

Zitat von sysop
Die Hälfte seines Lebens wartet der Arbeitslose vergebens: Firmen haben keine Eile mit Bewerbern, drei Monate im Jahr läuft sowieso nichts. Und vor einer Neuorientierung muss erst der Kündigungsschock verarbeitet werden, erklärt Karriereberaterin Svenja Hofert.
Die SPD führte unter Schröder das Prinzip der Schuld ein. Denn, wer essen will, muss arbeiten (Müntefering). Außerdem unterstellte die SPD flächendeckenden Betrug beim ALG (Clement). Deshalb wurde die Arbeitslosenversicherung umgewandelt in Sozialhilfe (aus Steuermitteln) nach ständigem Nachweis der Bedürftigkeit. Hierzu wurde die Sanktionierungsbehörde ARGE geschaffen: ständiges Fordern sollte den Arbeitslosen zwingen seine persönliche Schuld an der Arbeitlosigkeit zu tilgen. Auch durch Annahme von unqualifizierter Arbeit im Niedriglohnbereich. Lohnuntergrenze wurde der Hartz-IV-Regelsatz zzgl. der KdU. Und jetzt stellt sich dieser SPD-Haufen hin und behauptet, er müsse mit in die Regierung, damt es den kleinen Leuten etwas besser ginge. Eine einzige Frechheit.

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dioskure 09.12.2013, 09:15
2. Wie wäre es..

Zitat von hypnos
Die SPD führte unter Schröder das Prinzip der Schuld ein. Denn, wer essen will, muss arbeiten (Müntefering).
..wenn dies auch mal für Backoffice-Beamte und Politiker eingeführt würde die nur die Zeit zu ihrer reichhaltigen Pension absitzen oder nach ihrem Rücktritt die Dollars zählen. Wer Behördengänge kennt weiß exakt wovonich rede.
In Deutschland sollen alle an einem Strang ziehen. Wäre auch schön wenn nicht an zwei verschiedenen Enden.
Grauenhaft.

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renee gelduin 09.12.2013, 09:35
3.

Sollte man von einem Akademiker nicht erwarten, dass er Risikovorsorge betreibt ? Wenigstens 10.ooo oder 20.ooo sollte man zurücklegen. Unverhofft kommt oft. Das sorgt für ausreichend Spielraum. Zudem ist man nicht gezwungen "jeden" Job annehmen zu müssen.
Gerade wenn man sehr spezialisiert ist, sollte einem klar sein, dass das Segen, aber auch Fluch sein kann. Da könnte, vielleicht sogar sollte, man rechtzeitig eine Ausweichmöglichkeit schaffen.

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Blackzxr 09.12.2013, 09:37
4. hieß es nicht

mal ,bei Arbeitsamt, wer wirklich arbeiten will findet einen Job ohne Arbeitsamt..?
Vernünftige Jobs gibts beim Arbeitsamt sowieso nicht,außer man will sich verschlechtern, was das Gehalt betrifft..nur es ist nicht immer einfach als Quereinsteiger, was soll man denn sonst machen außer dem erlernten Beruf..denkt man zuerst, denn ist man länger als 2 Jahre aus seinem uursprünglichen Beruf draußen gilt er nicht mehr und man muß in einer geringeren Lohngruppe anfangen,da man ja aus dem Beruf ja schon nicht mehr up to date ist,was eigendlich quatsch ist, ein Handwerk verlernt man nicht....aber man kann das Gehalt drücken..da ist es auch egal wenn man 2 jahre ohne Krankmeldung täglich zur arbeit geht,dann kann man mit dem Chef rumstreiten das es unfähr ist,ob das nicht mehr honariert wird,jeden Tag und jeden samstag pünktlich zu kommen,unbezahlte Ü-stunden,urlaub nur zur hauptsaison ...aber wenigstens konnte ich nach fast 30 jahren wieder dort arbeiten wo ich gelernt habe...und mein jetziger chef hat MICH angerufen ob ich nicht anfangen möchte..nun bekomm ich übertariflich...

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Steuerzahler0815 09.12.2013, 09:38
5.

Keine Ahnung wo die Autorin lebt aber hier in Bayern gibt es solche Probleme nicht
In meiner Stadt ist die Arbeitslosigkeit unter 4% und jeder der will bekommt sofort nen Job sogar ohne Schulabschluss

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freeeeman 09.12.2013, 09:38
6. Danke

DANKE für diesen einfühlsamen Artikel! Besonders die "Verarbeitung des Mistes" versteht keiner, der dies nicht selbst erleben durfte.

Dazu kommt oft auch noch die Tatsache, dass das Arbeitszeugnis erst Monate später erstellt wird oder schlimmstenfalls vor Gericht erstritten werden muss.

Eine Verlängerung des ALG auf 1,5 Jahre wäre das mindeste. Dazu eine kompetente (!) Beratung beim Arbeitsamt. Dort bekomme ich nämlich leider alles mögliche, nur keine Arbeit und keine Beratung.

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chriskeey 09.12.2013, 09:40
7. Weiterbildung...? Sinnfrei

Vorab finde ich den Beitrag sehr treffend, jedoch bin ich beim letzten Punkt überhaupt nicht überein.
Diese Weiterbildungen oder ausgewählte, spezielle Förderungen sind oftmals nur ein Klotz am bein des "Arbeitssuchenden". Ich selbst war in so einem speziellem Förderprogramm, eine auffrischung und Weiterbildung für Kaufmännisches wissen (Ich selbst bin Akademiker). Zum Stundenbeginn wurde vom Dozenten darauf hingewiesen, dass die PCs über Internet verfügen und man doch keine schmuddeligen Seiten betreten sollte. Dieser Dozent machte sich im selben Atemzug an seine Private arbeit und war ständig damit beschäftigt, währen der... "Unterrichtsphase" seinen regulären Job nach zu gehen. Ein nettes Einkommen vom Staat hat er dafür bestimmt kassiert... Daher sind solche "speziellen" Förderprogramme eher für 2 Arten geeignet: DIe ersten, die sich mit der Arbeitslosigkeit abgefunden haben und 8 Stunden lang umsonst surfen können und für die andere Seite, die sich 8 Stunden lang ärgert, weil man zwar nach Stellen suchen kann, jedoch nie völlig konzentriert Bewerbungen schreiben und verschicken kann (Office veraltet) oder gar kurze Bewerbungstelefonate führen kann. Ein System, das von vorne bis hinten falsch läuft.

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raetselfreund 09.12.2013, 09:41
8. @hypnos

Sie haben noch vergessen zu erwähnen, dass es CDU und CSU waren, die sich damals mit Händen und Füßen gegen die Einführung Hartz Gesetze gewehrt haben ;-)

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grommeck 09.12.2013, 09:46
9. Die Arge gehört aufgelöst, denn....

eine wirkliche Leistung gibt es dort nicht abzugreifen, die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung - ein Hohn an sich - werden missbraucht sich selbst zu unterhalten, denn wer bezahlt das Arge-Personal... Hochqualifizierte finden in diesem Land keinen Job...die Arge kann meist nur eines - drohen und fordern, zu bieten hat sie nichts bis auf schlechtes Personal.

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