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50 Jahre Taschenrechner: Die Erfindung, die beinahe unterging
Texas Instruments

Diese Bastelarbeiten waren revolutionär: Jack Kilby erfand erst den Mikrochip, dann den Taschenrechner - seine Bosse unterschätzten beides. Erst Jahrzehnte später erhielt der US-Ingenieur einen Nobelpreis.

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Christian Floreck 29.03.2017, 12:15
1. tja

Das Bosse von neuen Ideen nichts wissen wollen ist ja nix neues.
Die Führungsriege von Nokia hat sich über Smartphones totgelacht.
Und deutsche Automobil Hersteller ignorieren Elektro u Brennstoffzellen auch konsequent.
Und Internet ist für Deutschland Neuland

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Philipp Börker 29.03.2017, 12:37
2. Schule

Taschenrechner haben auch heute noch in der Schule frühestens in der Mittelstufe eine Berechtigung.

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anna albert 29.03.2017, 12:52
3. Innovation

Wie mit jeder Innovation, die das bestehende Geschäft eines Konzerns verändert oder gar bedroht...
Kodak hat eine der ersten Digitalkameras entwickelt und sie bewusst zurückgehalten. Kodak gibt es heute nicht mehr. Allerdings ist es bei Nokia etwas anders. Da kommt der zweite Faktor dazu. Innovation muss zu den Möglichkeiten passen. Nokia hat sehr früh Smartphones entwickelt und versucht sie zu verkaufen. Allerdings war der Markt technisch nicht vorbereitet. Ein Smartphone ohne funktionierendes mobiles Internet hat zu wenig Mehrwert. Mit dem Fortschritt und der besseren Marketingstrategie von Apple war das ein verkaufbarer und erstrebenswerter Lifestyle-Mehrwert. Nokia hat also nicht mehr dran geglaubt, weil man schon einmal gescheitert war. Es gab lange vor IKEA schon mal die Idee Möbel in flachen Kartons zum selber aufbauen zu verkaufen. Hat nicht funktioniert, weil niemand ein eigenes Auto hatte, um die Möbel nach Hause zu fahren.
Aber zugegebenermaßen halte auch ich zumindest die Beherrschung der Grundrechenarten im Zahlenraum bis 100 bei gleichzeitigem Stromausfall für erstrebenswert.

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Ingo Meyer 29.03.2017, 12:56
4. Nicht jede Analogie ist stimmig

Der Leser Christian Floreck vergleicht die Negierung mancher Erfindung im Bereich der Consumer-Eelktronik mit dem Widerstand oder dem angeblich retardiertem Verhalten der Automobilbauer gegenüber der E-Mobilität. Wie immer das Rennen ausgehen mag: Es gibt genügend Hersteller von E-Mobilen und vor allem Hybrids. Wenn der Erfolg ausbleibt, ist dies ein physikalisches Problem nicht eines von zukunftsorientiertem Marketing. Was die Rechner von Casio betrifft: Den Fx 991 habe ich nach Jahrzehnten heute noch. Um ihn richtig nutzen zu können, sollte man aber schon ein wenig Mathematik können. Im Übrigen mal wieder: Danke für den Beitrag.

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Clemens Eifeler 29.03.2017, 13:00
5. Taschenrechner

Die Erinnerung an die ersten Taschenrechner bringt fast Glücksgefühle in Erinnerung - ich habe damals Physik und Mathematik studiert. Allerdings sind zwei der wichtigsten Geräte sind nicht erwähnt worden:
Von Hewlett Packard der HP 35 und der HP 67, der von den Astronauten sogar auf den Flügen zum Mond mitgenommen worden ist. Er hatte ein winziges Magnetkarten-Lesegerät. Auf den Kärtchen waren Steuerungsprogramme gespeichert. Fotos sind im Web.

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Hein Dinnebier 29.03.2017, 13:16
6. Schule

Der Kollege aus BW hat Weitsicht bewiesen. Auch in Bayern gibt es bis heute den Taschenrechner erst ab der Mittelstufe.

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Daniel Banek 29.03.2017, 13:27
7. Auch ich ärgere mich über den Taschenrechner meiner Tochter

Ist ein TI-Voyage 200 (glaube ich zumindestens) zum Glück hat die Schule den gestellt sind wirklich teuer. Bin Ingenieur und einigermaßen Mathe affin aber das Ding kann man ohne Studium nicht bedienen. Wenn sie ihn benutzt kontrolliere ich das mit Pocket CAS auf dem IPAD, eine WUNDERVOLLE Mathe App (kostet ca. 10 Euro).

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Christoph Poll 29.03.2017, 13:30
8. Der Taschenrechner an sich...

Also ich kenne drei Phasen aus Schule/Studium:
1. Phase: Orientierungsstufe und Mittelstufe: Hier gab es in Mathe oft gar keinen Taschenrechner, weil wir ja erstmal per Hand verstehen sollten, was wir damachen.
2. Phase: Bis ins Abi: Der Normale Taschenrechner (sogar mit 3 Speicherplätzen!) war Standard und durchgängig erlaubt.
3. Phase: Ingenieursstudium. Da ich hier zum Glück das Geld hatte einen TI 200 zu kaufen, konnte ich so manche Formeln einprogrammieren und "auf Knopfdruck" lösen. Es war gerade der Beginn der Smartphone-Ära. Ich wurde sogar in mancher Klausur gebeten diesen "Computer" wegzupacken (und musst meinen alten Schulrechner verwenden). Der TI 200 hatte in etwa die Rechenkapazität für Super Mario 1 und einen Gameboy-Verdächtigen grün/schwarzen Bildschirm. Aber er hat mich durchs Studium gebracht. Ich nutze ihn selbst jetzt noch bei der Arbeit (seit 7 Jahren), weil er einfach robust ist. Die Apps auf Windows oder auf dem Smartphone/Tablet sind da bei weitem nicht so flexibel wie meine alte "Brotdose" :-)

Und ein Kommentar zu dem Entwickler: Manchmal ist man mit diesen Entwicklungen einfach ein Jahrzehnt zu früh. Ich kenne das selbst nur zu gut.

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Ludwig Kellner 29.03.2017, 14:13
9. so früh?

"leuchteten 1971 erstmals LED-Ziffern". Habe ein schlechtes Gedächtnis für Jahreszahlen. Aber 1971 scheinen mir für LED-Ziffern sehr früh. Oder sind vielleicht LCD-Ziffern gemeint?

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