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50 Jahre Taschenrechner: Die Erfindung, die beinahe unterging
Texas Instruments

Diese Bastelarbeiten waren revolutionär: Jack Kilby erfand erst den Mikrochip, dann den Taschenrechner - seine Bosse unterschätzten beides. Erst Jahrzehnte später erhielt der US-Ingenieur einen Nobelpreis.

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Klaus Mnatrid 29.03.2017, 14:19
10. Ein Hoch auf meinen ersten Priveleg-Rechner

Das weckt Erinnerungen. Damals, muss so 1977 gewesen sein, wollten mir die Lehrer den Ti-30 mit der roten LED-Anzeige andrehen, wobei der Rest der Klasse das Ding auch kaufte. Bei Mathearbeiten musste die Klasse verkabelt werden, weil die Rechner soviel Strom verbrauchten und die Batterien ständig leer waren. Die 9-V Batterie hielt so vier Stunden. Außerdem ging einem ds Klackern der Tasten echt auf die Nerven.Das Problem hatte ich mit meinen Privileg LC 1070 SR von Quelle für 79 D-Mark nicht, weil der schon eine LCD-Anzeige hatte und locker 1.000 Stunden Dauerbetrieb mit einem Satz Batterien leistete. Den Rechner habe ich ürbigens immer noch und er ist immer noch voll funktionstüchtig!

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Christian Roll 29.03.2017, 19:21
11. Schon geschlossen?

Die Schnittstelle meldet mir schon geschlossen, warum nur? So so, Hr. Hahn war 1975 der der gesagt hat Taschenrechner erst ab der 7ten? Ich habe 1983 in Rheinland Pfalz, Wörth am Rhein, also genau gegenüber von Karlsruhe in BW, Abitur gemacht. Und wir waren die ersten die in der neunten Klasse einen Taschenrechner verwenden durften. In der 8ten haben wir übrigens noch die Bedienung eines Rechenschiebers gelernt! Der Taschenrechner war übrigens ein TI30 mit einem sehr beliebten Serienfehler, er hat nämlich die Batterie (9V Block) schneller leergefressen als man schauen konnte. Daher hatte der Lehrer bei Klassenarbeiten immer ein paar Ersatzrechner dabei.
Übrigens hasste unser damaliger Mathelehrer (Referendar frisch von der Uni) den Taschenrechner (aus meiner heutigen Sicht muß ich ihm sogar recht geben :-)). Er hat dann einmal eine Klassenarbeit geschrieben in dem haufenweise eigentlich einfache Trigometrie dran kam, die aber mit dem Taschenrechner wegen der Rundungsfehler kaum zu bearbeiten war. Erst wenn man auf die im Unterricht behandelten Formeln zurück gegangen ist ergab die Arbeit einen Sinn. Das hat mir glücklicherweise den Blick für die Einschränkungen eines Taschenrechners geöffnet...

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Ralf Urmersbach 29.03.2017, 20:55
12. LED-Anzeigen 1971

Ich habe meine erste Digitaluhr im Jahr 1972 selbst gebaut, da hat man schon LED-Siebensegmentanzeigen in allen Elektronik-Bastelläden kaufen können.
LCD kamen erst ein paar Jahre später.

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Volker franz 29.03.2017, 22:09
13. Wir hatten noch Kopfrechnen als Teil von Mathe

Und Das war gut so! Viele failed Businesses waeren den Eigenentuemern als Lebenserfahrung erspart geblieben wenn Sie die einfache Kalkulation im Kopf beherrschen wuerden!

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Steff Tolo 30.03.2017, 02:58
14. @vorherige Kommentatoren

Ich freue mich sehr, dass viele die klare Mathematik und den einfachen Taschenrechner schätzen. Genau so muss es auch sein. Worüber ich aber schon ein bisschen entsetzt bin, ist das Vertrauen das manche in ihr Tablet - ganz besonders in die aus dem Gemüseladen - setzen. In der Informatik müsste eigentlich jedem bekannt sein: ein Programm kann nur das leisten, was die Programmiersprache und der Programmierer ihm zugestehen. Programme müssen sich oft zwangsweise über Tricks den Zugang zu (vermeintlich) genauen Berechnungen erzwingen. Oft sind diese aber mit einem Verlust an Exaktheit verbunden. Wenn Sie wirklich exakte Daten haben wollen, dann müssen Sie auf ein rein elektronisches System zurückgreifen. Eine Software muss schon sehr Hardware-nah programmiert sein, damit sie ohne Fehler rechnet. Und genau das geht bei den meisten Programmiersprachen eben nicht. Es gibt lediglich zwei Ausnahmen, bei denen man auf die Richtigkeit des Ergebnisses vertrauen kann. Und das sind Maple und Mathematica. Alle anderen Programme sind für allgemeine Mathematik unbrauchbar. Ausnahme: es ist vollkommen egal was rauskommt und ob es stimmt. Dann kann man sogar eine iTaschenrechner-App verwenden. Für alle kritischen Anwendungen sind diese aber unbrauchbar!

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maria castellano 30.03.2017, 07:49
15. Dito Siemens 1949

Auch bei Siemens wurde 1949 das Potential von integrierten Halbleiterschaltungen nicht erkannt, obwohl die Idee im Bereich Hoergeraete in Erlangen entstand. Dr. Werner Jacobi haelt vermutlich das weltweit erste Patent zu ICs, was jahrzehntelang in der Geschichte der IC-Entwicklung kaum erwaehnt wurde. Es ist sogar fraglich, ob Kilbys Idee ueberhaupt patentfaehig war.
Hat Siemens oder eine Tochterfirma jemals Taschenrechner hergestellt?

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Helmut Orthmann 30.03.2017, 10:07
16. HP und UPN

Mein erster Rechner war auch von TI. Dann kam aber HP mit dem 67er und damit wurde vieles einfacher. Durch die UPN entfiehl diese Plackerei mit den Klammern und den Bruchstrichen. Den 67er habe ich heute noch. Was ich aber bis heute nutze ist der HP10C, der finanzmathematische Rechner von HP. Mit dem kann man die wesentlichen Aufgaben der Finanzmathematik im Handumdrehen lösen. Die meisten Bankberater kommen ins Schwitzen, wenn man diesen Rechner beherrscht. Excel benötigt man dann nur noch, um bestimmte Berechnungen zu dokumentieren und leichter Alternativen zu berechnen. Mobil ist der HP10C eine große Hilfe.

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Rolf Elmar Hofmeister 30.03.2017, 11:14
17. Mein erster Taschenrechner

war ein TI 30, ich glaube er wurde als "little professor" beworben. mit roter Leuchtdioden--Segment Anzeige. War für die Schulzeit völlig ausreichend. Später im Studium tat es zunächst ein Sharp-LCD-Rechner, das Modell habe ich vergessen. Und dann entschied ich mich 1987 für einen Hp15c. Der läuft heute noch (neben einem Hp42s). Und natürlich war auch ein Sharp-Pocketcomputer PC1500 bei mir im Einsatz, weil mich die Programmierung mit BASIC interessierte. Der ganze Graphiktaschenrechnerquatsch an den Gymnasien ist für mich nicht nachvollziehbar : preiswerte Smartphones gibt es heute überall, für nahezu jeden Taschenrechner gibt es eine App als Emulator, und im Gegensatz zu früher können die Geräte heute viel mehr, sie geben wenn möglich Formelergebnisse oder echte Brüche als Ergebnis an, berechnen Primfaktoren, ggT und kgV, beherrschen die Bruchrechnung (anders als die meisten Schüler...), rechnen dank Gigaherztaktung des Prozessors erheblich viel schneller als frühere Taschenrechner und kosten oft nur den Gegenwert einer Tasse Kaffee (die Apps, nicht das Smartphone). Auch für graphische Probleme (Kurvendiskussion), Flächenberechnung (Integration) Dreiecksberechnung (Geometrie) und Vektorrechnung (analytische Geometrie) gibt es hervorragende graphische Gratisapps. Nur eines hat sich bei mir über die Jahrzehnte nie mehr verändert : meine Vorliebe für die umgekehrte polnische Notation (RPN) in den Taschenrechnern der Firma Hewlett Packard. Die möchte ich nicht mehr missen ! Aber das ist eine andere Geschichte...

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Rolf Elmar Hofmeister 30.03.2017, 12:11
18. Ehre wem Ehre gebührt

Der erste Taschenrechner der Welt war die mechanische Rechenmaschine Curta1, deren Konstruktionspläne 1940 von dem damaligen KZ-Gefangenen Curt Herzstark im KZ Buchenwald vollendet wurden. Die Curta1 gilt bis heute als kleinste mechanische 4-Spezies-Rechenmaschine der Welt. Sie konnte elfstellige Ergebnisse anzeigen, Wurzeln berechnen, und Dreisatzberechnungen durchführen. Die Firma Contina AG in Lichtenstein produzierte von 1947 bis 1970 Ca 140000 Exemplare der Maschine darunter später auch die Curta2, die bis zu fünfzehnstellige Ergebnisse liefern konnte. PS : Wer erleben will, was RPN-Apps heute zum Preis von ca. 2 Euro leisten, sollte sich einmal den "acron-rpn-calculator" im Playstore näher ansehen, nur um ein Beispiel zu nennen.

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Thomas Agsten 30.03.2017, 12:44
19. So nicht richtig

In NRW sind Taschenrechner auch noch im Jahr 2017 in der Grundschule verboten. Was sollten die Kinder auch damit? Man lernt das Ein Mal Eins auswendig und übt die Grundrechenarten schriftlich bis zur Perfektion. Da würde die Abkürzung über den Taschenrechner doch den kompletten Matheunterricht sinnlos machen. Schnelles Kopfrechnen ist wichtig im späteren Berufsleben. In allen Bereichen.

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