Forum: einestages Blogs
60 Jahre Disneyland: Diktator des magischen Königreichs
Disneyland Resort Anaheim

Die Massen stürmten Dornröschens Schloss und ein Dampfer schluckte Wasser: Die Eröffnung von Disneyland im Juli 1955 war eine Katastrophe. Dabei hatte Walt Disney alles auf diktatorisch-perfektionistische Weise geplant.

john sellhorn 17.07.2015, 11:18
1. und heute kostet die eintrittskarte

fast $ 100 pro person. fuer kinder ist es ein bisschen billiger. dennoch, familien mit geringem einkommen koennen disney world und disney land vergessen.
die welt soll 'schoen und heil' bleiben....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Werner Brueggmann 17.07.2015, 11:48
2. Traumhaft, aber zu teuer

Wer sein kindliches Gemüt bewahrt hat und Kleinigkeiten zu schätzen weiß, der wird Disneyland genießen.

Aber die Preise, zu denen mittlerweile Eintritt gewährt wird, sind der Hammer. Seit 2001 ist der Kurs linear von 43 $ auf 99 $ pro Tageskarte gestiegen. Da sich auch der Dolllarkkurs verschlechter hat, kostet heute eine Karte mehr als doppelt so viel wie vor 7 Jahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Georg Oehl 17.07.2015, 13:02
3. Amüsement aus der Konserve

Ich kann diesen Theme-Parks wenig abgewinnen. Man besucht(e) sie halt der Kinder wegen. In den 13 Jahren, in denen ich nun in Florida wohne, etwa anderthalb Autostunden von Orlando entfernt, war ich einmal in Epcot. Hat sich seit meinem ersten Besuch in den Achtzigern wenig verändert. Und das Tagesticket kostet wegen der Verkaufssteuer übrigens doch über $100.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Heiko Warnecke 17.07.2015, 15:21
4. der Deutsche

...da wird eine Ikone 60, die als Beispiel für Freizeitparks noch nach 60 kopiert wird, und der Spiegel hat nichts besseres zu schreiben, als das Chaos vom Eröffnungstag und andere beschweren sich über zu hohe Eintrittspreise...
Disneyland und alle anderen Parks stehen für gute bis hervorragende und vor allem innovative Unterhaltung, stets auf dem Höhepunkt der Zeit, was jährlich Millionen Gäste dazu bringt einen schönen tag oder einen Urlaub dort zu verbringen. Ja, esist nicht günstig, aber wenn ich heute über einen Rummel gehe, bin ich auch schnell 50,- E los und das für nciht einmal annähernd so gute Attraktionen, wie bei Disney und ein schmuddeliges Gesamterlebnis.
Und dem Herren aus Florida rate ich einmal, die Parkpläne von vor 20 Jahren mit heute zu vergleichen und wenn eine Attraktion nach 60 Jahren noch immer steht, dass beweist dies eins: Sie war damals innovativ und traf genau das, um was es bei Disneyland geht: Gute Unterhaltung für die ganze Familie.

Wie bei vielen anderen Themen: Wer zum Lachen in den Keller geht und pseudokritisch grundsätzlich überall etwas zu meckern hat, der soll lieber fern bleiben, denn all die glücklichen Menschen um ihn herum, könnten ihn zum verzweifeln bringen!

Ich liebe Disneys Parks und allein in ORlando kann man 3 Wochen einen perfekten Urlaub verleben!

Herzlichen Glückwunsch Disneyland!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Till Neumann 17.07.2015, 20:29
5. Disney war ein Genie

Und das in jeder Hinsicht, auch -- aber keineswegs nur -- in wirtschaftlicher Hinsicht. Ich war nur ein einziges Mal, und zwar vor vierzig Jahren, in Walt Disney World in Florida, aber es war schon irgendwie traumhaft. Da war Disney schon bald 10 Jahre tot. Wenn die Eintrittspreise überproportional gestiegen sind (und es ist schließlich kein Sozialromantiker-Projekt, sondern ein Wirtschaftsunternehmen), ist es jedenfalls nicht mehr Disneys Verantwortung. Wohl kaum ein anderer hat im 20. Jahrhundert so vielen Menschen so viel Freude gemacht wie Disney.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Marcel Pabst 18.07.2015, 18:33
6. Manchmal

zweifle ich an den SPON Lesern... es fehlt nur noch einer der behauptet Disney zähle zu wenig Steuern und daher ginge er nie dort hin. So griesgrämig wie hier die Welt kommentiert wird ist sie hoffentlich nicht... da bekommt man ja fast Angst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Claus Adam 18.07.2015, 21:10
7. Übrigens stirbt nie jemand in Disneyland oder -world

Tote werden durch die unterirdischen Transportwege nach draußen transportiert und die Totenscheine dort ausgestellt. (Zumindest wenn ich einem ehemaligen Angestellten glauben darf).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Christof Abt 19.07.2015, 08:56
8. Ich war 1992

mit 31 Jahren dort. Disneyland gehört zu den Orten, die ich garantiert nie mehr besuchen werde. Mit Kindern mag das anders aussehen, aber für mich waren die "Attraktionen" einfach nur albern. Wer auch bei Unterhaltung einen gewissen Anspruch hat, den wird Disneyland abstoßen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
20.07.2015, 09:02
9. War 1976 in Anaheim – die Oase in der Wüste

1976 in Anaheim/Disneyland – die Oase in der Wüste

Liegt wirklich mitten in Los Angeles, allein schon die Anreise in dieser schier unendlichen, relativ niedrigen Gebäude- & Straßenwüste ist ein Erlebnis. Einmal reicht mir das allerdings, mir wurde bei den Fahrten durch LA immer ein wenig übel. Diese nicht enden wollende Gleichförmigkeit in der Affenhitze ist geradezu beklemmend. Trotz heftig tropfender Klimaanlagen allerorten.

Man sehnt sich lechzend nach einem markanten Landschaftspunkt, nach IRGENDeiner Abwechslung in dem ewigen Einerlei… Da kommt Disneyland freilich gerade recht des Wegs entlang.

Damals funktionierte der Vergnügungspark recht gut. Mir gefiel es. Bis auf die dauergrinsenden Angestellten, das wirkte total unnatürlich und aufgesetzt wie ein alter Hollywood-Streifen. Die waren alle wie dressierte Marionetten und hinterließen ein schales Gefühl. Für mich persönlich war das damals einer der Gründe, doch keine Karriere in den Staaten anzufangen (ganz andere Branche), obwohl San Francisco äußerst reizvoll ist.

Dass Disneyland nicht billig war, daran kann ich mich auch noch lebhaft erinnern. Es gab an den Kassen beim Eingang Ticket-Sets zu erwerben, verschiedene Farben je nach "Wertigkeit" der einzelnen Attraktionen, die dann innerhalb des Geländes verbraucht wurden. Die hochwertigsten waren SEHR teuer!

Zu fünft oder sechst (keine besonderen Vergünstigungen für Kinder) läppert sich das bei zwei, drei Tagen inklusive der (qualitativ mittelprächtigen) Verpflegung (astronomische Rechnungen – überreicht von süß lächelnden Mitarbeitern) vor Ort (alternativlos, man kam aus dem sehr weitläufigen Gelände nur schwer raus)…

Beeindruckend war auch der gigantische Parkplatz (die nächste Wüste, diesmal aus Blech) – mit einem eigenen (kostenlosen) Linienbusbetrieb zwischen den Parkplatz-Sektoren und den Hauptkassen (wie passend: Personal der sechzig Stück Kassenanlagen im Onkel-Dagobert-Kostüm)! Eine passable Unterkunft in der Nähe zu finden war auch kein Problem (Motel). LA ist total hässlich und irre groß, aber – wenigstens – extrem praktisch und bequem.

Leider waren die Wartezeiten bei den attraktivsten Schaugeschäften sehr lang. Drei Stunden Schlangestehen waren keine Seltenheit; interessant immerhin das äußerst professionelle "Menschenschlangen-Management".

Aber es zahlte sich aus. Lehrreich und High-Tech, wohin man auch schaute… Natürlich alles mit dem U.S.-typischen, triefenden Patriotismus. Ausgesprochen familienfreundlich. Diesen Ur-Themenpark sollte man gesehen haben. Bei Interesse genug Zeit (und $) einplanen. Leicht verdauliche Nahrung zu sich nehmen.

Die ganze Beton-Agglomeration ist übrigens von einer wüstenähnlichen Umgebung eingerahmt. Heiß und trocken. Gelegentlich (weiter nördlich) Plantagen, ebenso unendlich aufgefädelt. Stundenlang im Auto. Kein Witz: Drei Stunden Fahrt im Höchsttempo fast schnurgeradeaus, immer exakt die gleichen Obstbäume in gleicher Formation auf beiden Seiten; das ist auf die Dauer fast zum Verrücktwerden!

Zurück in Europa kommt einem dann immer alles so winzig vor…

Beitrag melden Antworten / Zitieren