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Alltagsbilder aus dem Westen: Tante Inges Fotoschatz
Ingeborg Loh/ Archiv Karsten Loh

Bilder machte Ingeborg Loh ihr ganzes Leben lang, im Alltag wie auf Reisen. Und hielt ihre Leidenschaft geheim. Erst als die alte Dame ins Pflegeheim musste, entdeckte ihr Neffe 30.000 hinreißende Schnappschüsse.

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Axel Schön 09.09.2019, 14:55
1.

Irgendwie erinnert mich der Ansatz für diese "Story" an die mittlerweile verfilmte Geschichte von Vivian Maier, die nun wirklich eine talentierte Fotografin war und nur zu schüchtern und einzelgängerisch, um ihr Werk zu Lebzeiten der Öffentlichkeit präsentieren zu können, wollen.. Aber diese Ingeborg scheint mir doch ein sehr durchschnittliches "Talent" zu sein und es ist mir schleierhaft, wie der Autor darauf kommt, dass die Bilder eine über den Amateur-Status hinausweisende Qualität besitzen soll. Das Ganze ist mir doch arg konstruiert nach dem Motto: Huch, das könnte ja eine Story sein. Könnte. Der Verdacht drängt sich mir auf, dass es ganz eventuell verwandtschaftliche Verbindungen geben könnte zwischen dem Autor und der Fotografin... Das Einzige von Wert ist vielleicht die Skurilität der Bilder im Rückblick in vergangene Zeiten, aber diese Skurilität dürfte sich in vielen alten Fotoalben der Republik wiederfinden lassen, da hat sie wirklich keinen herausragenden Sonderstatus verdient.

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Hans Bechmann 09.09.2019, 15:53
2.

Ich kann dem 1. Kommentar zu 100% zustimmen. Der einzige Grund die Fotos als möglicherweise ausergewöhnlich zu betrachten ist der verkörperte Zeitgeist. Aber diesen haben unzählige andere Hobbyfotografen amüsanter festgehalten. Wenn ich groß bin veröffentliche ich mal die 50.000 Dias und Fotos die mein Vater geknippst hat....

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Robert Schlack 09.09.2019, 15:55
3. Leider sehr triviale, für Dritte sinnfreie Fotos

aus den 70er, 80er und 90er Jahren, wie sie zuhauf in irgendwelchen Fotoalben westdeutscher Familien oder in Schachteln und Kisten auf irgendwelchen Dachböden vorkommen dürften. Woher der Hype um diese Fotos kommen soll, ist mir schleierhaft.

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Meike Madsen 09.09.2019, 15:59
4. Sieht aus

wie der Blick in ein x-beliebiges Fotoalbum der älteren Generation. Wenn ich die Bilder in den Alben meiner Eltern oder Schwiegereltern fände, würde ich mich nicht wundern und höchstens fragen, wer das sei. Aber vielleicht konnten meine Verwandten einfach zu gut fotografieren ...

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Thomas Bünder 09.09.2019, 16:12
5. ich habe hier

die alten Fotoalben meiner Grosseltern. Gerettet nach deren Tod. Die Aufnahmen egal ob es zuhause, unterwegs oder an der Nordsee waren, waren unscharf, Polaroid-Sofortbildkamera sei dank. Ich erinner mich gerne an diese Zeiten zurück aber jeder der nicht dabei war kann dort drin keine wirkliche Faszination finden. Für mich ist es eine Zeitreise in die Vergangenheit.

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Johannes Schmölling 09.09.2019, 16:47
6. Höchst banal

wenn ich das so anmerken darf. Schnappschüsse wie die gezeigten vermag jedermann aus dem Familienalbum auf den Tisch zu legen. Meine Tante Lore hat zig Alben mit Fotos ab 1910. Allesamt absolut einzigartige Zeugnisse der Epochen...
Also ich bitte den Autoren des Artikels zur Mässigung. Zwei Apfelsinenwichtel auf der Kaffeetafel reissen keinen vom Hocker. Die Bilder sind allesamt nach einem Motto entstanden: immer draufhalten, Inge.

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Jürgen Untiedt 09.09.2019, 16:50
7. Das ist doch ein Witz, oder?

Solche banalen Schnappschüsse finde sich vermutlich auf mehr als 10 Mio Dachböden Deutschlands. Ich muss mal wieder bei meiner Omma reinschauen und ihre Fotokiste inspizieren. Den Fund schicke ich dann dem Spiegel, versprochen...

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Susanne Zenner 09.09.2019, 17:03
8. Das verschwundene Land....

mich erinnern die Bilder an die Bonner Republik - ein Land, das es übrigens genauso nicht mehr gibt wie die DDR,
es sind tolle Zeitdokumente. Und nein, 30.000 Fotos hat wahrlich nicht jeder gemacht. Ich habe aus der Zeit bis zu den Neunzigern etwa 30 Fotos.

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Stefan Hauf 09.09.2019, 17:04
9. Geht mir auch so

Leider kann auch ich keine herausragende fotografische Qualität entdecken, wenn es auch schöne und interessante Erinnerungen sein mögen. Aber ein nicht in Tante Ingeborgs Leben involvierter Beobachter sieht hier nur eine Abfolge von technisch und gestalterisch sehr limitierten Schnappschüssen.

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