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Amerikas Werke und Hollywoods Beitrag
Kai Heinrich 06.05.2011, 11:43
1.

Das erinnert an die Maskierung vom Maschsee in Hannover.

Aus Sorge die alliierten Bomberverbände würden die Stadt Hannover an der Form des Maschsees erkennen wurde der See mit einer ähnlichen Kunstlandschaft überzogen.

Zum einen gingen die Aufbauten dann allerdings irgendwann in Flammen auf und andererseits kam heraus das sich die Flieger am symmetrischen Muster der Herrenhäuser Schlossgärten orientierten und die riesige Maschsee-Tarnung samt künstlicher Bäume belanglos war.

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08.05.2011, 07:24
2.

Ich glaube das ist einer der interessantesten Artikel den ich seit langem gelesen habe! Die Bilder sind faszinierend. Waere klasse wenn es einen Dokumentarfilm gaebe.

Vielen Dank fuer diesen super Artikel!

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10.05.2011, 12:14
3.

Vielen Dank an Solveig Grothe, dass sie diesen alten Hut noch einmal hervorgeholt hat. Besonders wichtig ist ihr Hinweis, dass die Tarnanlagen in Europa längere Zeit recht wirkungsvoll waren. Nicht viele wissen, dass die Briten im II. Weltkrieg 630 "Decoy Sites" hatten, darunter 230 Scheinflugplätze und 400 sonstige Scheinanlagen. Die Briten haben veröffentlicht, dass die Scheinanlagen 443 mal angegriffen und die Scheinflugplätze 434 mal Ziel von deutschen Angriffen waren. Sie ersparten den Städten 5% aller Bomben und einige tausend Tote.
Auf der anderen Seite hat die RAF zwischen 1941 und 1942 auf der deutschen Seite - Deutschland und die von Deutschen besetzten Gebiete - rund 600 decoy sites - Scheinanlagen - fotografisch identifiziert.
Insgesamt ist hier ein Thema, das noch zu wenig erforscht ist. Bis vor einem Jahr überhaupt nicht erforscht war die Tatsache, dass sowohl die Briten als auch die Deutschen, wenn sie eine Anlage als Scheinanlage durchschaut hatten, Holzbomben darauf abwarfen, um den Gegner zu düpieren. Die Briten schrieben auf diese Holzbomben "wood for wood".
Diesen Sachverhalt hat als erster Pierre Courouble in seinem Buch "L´énigme des bombes en bois" dargestellt. Dieses Buch erschien anschließend auf Englisch, Niederländisch und 2010 auch auf Deutsch jeweils im französischen Verlag "Les Presses du Midi" in Toulon. Ein Zeitzeuge, der einen solchen "Holzbomben-Angriff" auf den Scheinflugplatz Borkteheide 1943 erlebt hat, ist auf youtube unter "Holzbomben" zu hören und zu sehen.
Pehs

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Kai Bonte 14.03.2014, 11:57
4. Amerikas Werke und Hollywoods Beitrag

Aus Angst vor japanischen Bombern versteckten die USA während des Zweiten Weltkriegs ihre Flugzeugwerke an der Westküste unter gigantischen Tarnnetzen. Filmstudios errichteten darauf ganze Fassadenstädte, Gummiautos inklusive. Der Aufwand war enorm - und am Ende nutzlos. Von Solveig Grothe

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Johannes Spielhagen 02.06.2015, 11:31
5. weiße Rahmen

Hallo SPON, könnt ihr bitte diese weißen Rahmen um die Bilder in den Fotostrecken weglassen? Auf dem Mobiltelefon kann man von den Bildern fast nichts mehr erkennen, da die Bilder in der SPON App auch nicht zoombar sind.

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Nico Kaiser 02.06.2015, 13:53
6. @Johannes Spielhagen

also in meiner (Android) App sind die Bilder zoombar!

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Sebastian Buhler 24.02.2016, 04:22
7. interessanter Artikel

und tolle Kommentare. danke fuer den beitrag ueber den See bei Hannover, das wusste ich bisher nicht. sehr gut gefaellt mir auch der part mit den piloten...klar, die rollbahn wurde mal eben verlegt...lustig

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Christian Groß 15.05.2017, 13:54
8. Hamburg?

Wurde nicht in Hamburg auch die Außenalster auch so ähnlich wie der Maschsee in Hannover getarnt?

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Tom Pebbles 01.09.2018, 18:58
9. @Christian Groß:

Korrekt, und mit ähnlich wenig Erfolg wie in Hannover. U.a. nachzulesen bei Cajus Becker, 'Angriffshöhe 4000'. Übrigens eine der ersten, sichtlich bemüht neutralen, Kriegschronologien nach dem 2. Weltkrieg, aus der Sicht der deutschen Luftwaffe und Marineflieger. Sehr gut lesbares, interessantes Werk seiner Zeit, das auch viele der (zT bis heute propagierten) Verlautbarungen der englischen Luftwaffe in ein anderes Licht setzt.
Übrigens, vom selben Autor: 'Augen durch Nacht und Nebel', die Geschichte des in Deutschland erfundenen und später von Briten und schließlich auch Deutschen zunehmend verfeinerten Radars.
Muß auch im zeitlichen Kontext gelesen werden, trotzdem großartig informativ und gut zu lesen.

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Tom Pebbles 01.09.2018, 19:01
10. Ansonsten:

Ein (weiterer) toller und unterhaltend-informativer Artikel von Solveig Grothe, der mehr Raum verdient hätte - gerne mehr davon! :)

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