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"Asterix"-Schöpfer Uderzo: Beim Teutates!
Paris Match/ Getty Images

Jahrzehntelang bescherte Albert Uderzo der Welt immer neue Asterix-Abenteuer. Heute wird er 90 - fast so alt wie der störrische Methusalix im Comic. Ein Streithammel ist der Zeichner auch im echten Leben.

Hans-Joachim Schlosser 25.04.2017, 12:00
1. Hmmm ...

... wenn Asterix 93 Jahre alt ist (und Obelix nicht viel jünger) - wie alt sind dann Methusalix, Miracol... äh, Miraculix, und Majestix? Oder sind die längst ins ewige HZinkelsteinlager eingegangen?

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Helge Delion 25.04.2017, 12:50
2. Überakademisiert

Asterix' Dorf als Sinnbild des jüdischen Schtetl? Da war doch wohl der promovierte Schreiber Academicus am Werk! Das Dorf von Asterix ist einfach das idealisierte gallische Dorf, wie es heute teils noch existiert, mit Charcuterie, Boulangerie, Epicerie und so wieter, wie es sich gehört. Ein "Schtetl" sah da doch meist anders aus, vor allem städtischer und in der Handelsstruktur weniger nahrungsorientiert.

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Hans Hass 25.04.2017, 19:18
3.

Als peinlicher Prozesshansel hat sich Uderzo um seinen guten Ruf gebracht. Er hätte sich ein Beispiel nehmen sollen an seinem Kollegen Morris ("Lucky Luke") der in diesen Fragen viel cooler war. Uderzo hat sich ja schon in den 70er Jahren beklagt, weil im ZACK-Magazin komische Figuren mit Asterix-ähnlichen Helmen aufgetaucht sind. Vor soviel Kleingeistigkeit kann man bloß den Kopf schütteln.

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Peter Hartung 26.04.2017, 17:32
4. Schtetl? Reistance!

Insgesamt zeugt dieser Artikel ja doch von erfreulich viel Fachkenntnis des Autors. Woher die Deutung des gallischen Dorfs zum jiddischen Schtetl kommt, bleibt jedoch sein Geheimnis. Was viel eher passt, und nach meinem Wissen anfangs auch so gedacht war: das gallische Dorf steht sinnbildlich für die Resistance im zweiten Weltkrieg - und die Deutschen werden darum weniger durch die Goten karikiert als durch: die Römer.

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