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Bayerische Indianer-Manie: Wildwest in München
Cowboy Club München/ morisel Verlag

Floss durch München etwa der Rio Grande? Vor hundert Jahren boomten in Bayern die Isar-Western. Die schnell gedrehten Filme bedienten einen kuriosen Wildwestfimmel, nahe den Alpen halten sich manche noch heute für Indianer.

Frank Gingeleit 13.06.2019, 12:31
1. Bevor er ganz in Vergessenheit gerät...

Bevor er ganz in Vergessenheit gerät, möchte ich hier noch - und in diesem Zusammenhang wohl ganz passend - an den Film "Der Komantsche" von Herbert Achternbusch aus dem Jahr 1979 erinnern. Einfach mal nach "Komantsche" und "Herbert Achternbusch" googeln; dann erfährt man so einiges... Hier z. B. die seinerzeitige Rezension aus dem SPIEGEL: https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14325083.html

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Kathrin Brunner Starberry. the media factory. 13.06.2019, 15:56
2. ..und nicht vergessen: der lange Weg nach Sacramento

..fehlt in der Aufstellung dieses wunderbaren Artikels: die Folge ‚der lange Weg nach Sacramento‘ aus den Münchner Geschichten von Helmut Dietl (Folge 7). Kult.
Tscharlie, Gringo und Achmed hoch zu Ross über die Leopoldstrasse. Wird bis heute nachgespielt ?

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Ricarda Nowa 13.06.2019, 18:21
3. tsss , dae bayen

ehrlich, geahnt habe ich es schon ‘ne Weile . Die Bayern sind bekloppt . Fehlt nur noch dass ich bei einem Indianer-POW WOW jene mit ‘ner Krachledernden erwische

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Markus Dichtl 16.06.2019, 07:00
4. Tschetan

Nicht vergessen werden sollte hier der schöne Film "Tschetan der Indianerjunge" von Hark Bohm aus dem Jahr 1973, der in den Isarauen südlich von München gedreht wurde.

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Win Cel 16.06.2019, 16:20
5.

Furchtbar stereotyp, rassistisch und beleidigend für die eigentlichen Natives. In den USA ist endlich durchgesickert, dass solchen Federschmuck zu tragen, ungefähr so beleidigend ist, wie Verballhornung eine Kruzifix für einen konservativen Christen - grade die Bayern sollten das nachvollziehen können.
Die verschiedenen Stämme haben völlig unterschiedliche Sitten und Kulturen (auch gerade traditionell gegenüber LGBT übrigens), die völlig ignoriert werden. Also null Respekt und Interesse an der eigentlichen Geschichte.
Und die Stämme kämpfen weiterhin mit massive rechtlicher, soziale und wirtschaftlicher Diskriminierung. Da ist "Cowboy" spielen ungefähr so okay wie "Sklavenhändler und Afrikaforscher"...
Aber hey, amüsanter "feel good" Artikel in deutscher typischer Nabelschau, da bleibt man doch lieber hinterm Mond und Rassist als zu informieren, warum das so problematisch ist.

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