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Boris Beckers Trainer Günther Bosch: "Güntzi, bin ich Jesus?"
DPA

Einst floh er aus der rumänischen Diktatur, später schrieb er mit Boris Becker Tennisgeschichte. Hier erinnert sich Günther Bosch, 80, an Helmut Kohl, goldene Steaks - und den Jungen mit den Elefantenbeinen.

Magnus von Benz 13.12.2017, 11:58
1. Toll!

Hat mir ungemein gefallen, dieser Text!

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reinhard breuell 13.12.2017, 13:12
2. Steaks in Blattgold

Davon mal abgesehen, dass dies wohl pervers ist, ( Blattgold schmeckt nicht mal ) erklärt dieses auch, warum dann die Elefantenbeine in der realen Welt ausgerutscht sind.

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Oliver Burkhardt 13.12.2017, 13:13
3. super

was viele Vergessen ist dass Boris Becker vor Wimbeldon auch das Rasentunier in Queens gewann und auch das war schon eine riessen Überraschung

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Arno Nymus 13.12.2017, 13:23
4. @reinhard breuell, in der realen Welt ausgerutscht..

Wieso ausgerutscht? Lief ihr Leben immer nach Plan?

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Ulrich Warna 13.12.2017, 15:07
5. Tennis und

.. sind zwei Paar Schuhe.

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Ralf Wenzel 14.12.2017, 09:43
6. Die Schattenseiten des Profisportler-Lebens finden keine Erwähnung

Das Leben als Tennisprofi (und das haben viele Profisportler in Einzelsportarten gemein) ist ein sehr, sehr einsames. Man fliegt zu einem Turnier, kennt das Hotel und den Spielort und sonst fast nichts, weil für Sightseeing keine Zeit ist. Ich selbst kenne als IT-Berater das Leben aus dem Koffer und das Gefühl, morgens aufzuwachen und zu überlegen, in welcher Stadt man eigentlich gerade ist. Auch, wenn die Einsatzorte das Potential dazu haben, ist das keine Urlaubsreise mit Sportanteil, sondern ständige Arbeit. Der Sportler richtet seinen Tag, seine Woche und seine Lebensplanung nach dem Sport aus, um am Ende (egal, ob er erfolgreich war oder nicht) körperlich kaputt zu sein. Agassi kann in keinem Bett mehr schlafen (er schläft seit langer Zeit auf dem Boden!), Toni Schumacher hat völlig kaputte Hände, etc. Zudem ist man so prominent, dass man praktisch nirgends hingehen kann, ohne eine Autogrammstunde / Selfiestunde einplanen zu müssen.

Dass ein solcher Mensch sich dann etwas sucht, was er als Lebensqualität empfindet und sich Rückzugsräume in LA oder Monte Carlo schafft, die andere als dekadent empfinden, kann ich sehr gut verstehen (und ich meine jetzt keine Steuerhinterziehung). OK, ich esse kein Blattgold, ich gehe aber auch richtig gut essen wenn ich etwas zu feiern habe. Aber ich habe auch nicht Wimbledon gewonnen, sondern vielleicht ein gutes Projekt hinter mich gebracht. Ich habe auch keine Villa mit hohen Mauern drumrum, aber ich kann mich auch nackt an den Baggersee legen ohne dass Fotos im Netz herumgereicht werden oder in der Zeitung landen. Ich kann mich frei bewegen und könnte in Schwulenbars und Swingerclubs gehen, ohne dass es wen interessiert. Freiheit ist Luxus - das bemerkt man dann, wenn man selbst keine hat.

Alles, was in Richtung Prominenz geht, würde ich für mich und meine Lieben nicht wollen. Mein Sohn hat mich neulich gefragt, ob ich nicht gern Bundeskanzler werden würde. Den Anfall von Schnappatmung konnte ich noch verhindern, aber spontan schoss mir "so bescheuert kann ich doch gar nicht werden"....

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Jjan Poersckhe 18.02.2019, 15:47
7. Blattgold ... ;-))

wie kann man denn sowas machen - Blattgoldsteak ha ha ha .. Frank Ribery wuerde sich wundern, wieso hier nicht mindestens 50 Kommentare zu dem Thema verfasst wurden. Schoener Artikel uebrigens. Dass der Bosch ohne seine Frau und Kinder geflohen ist, ist schon hart.. Dass Boris so ein leidenschaftlicher Taenzer war, haette ich auch nicht gedacht, bei den Stampfern ;-))

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