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DDR-Bildband: Schnappschüsse aus der Diktatur
Roger und Renate Rössing/ Lehmstedt Verlag

Ein neuer Bildband zeigt den Alltag in der DDR: den Rentnerball unterm Honecker-Portrait, die Liebe in der Laubenkolonie. Mit der Ästhetik der SED-Propaganda hat das wenig zu tun.

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Parmesan Partisan 09.10.2014, 06:41
1.

Hier wird der DDR wieder Totalüberwachung und Schießbefehl vor. Aber was ist hier denn anders? Ein Überwachungsstaat ist die BRD auch und geschossen wird auch auf Demonstranten mit Pfefferspray und Wasserwerfern.

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Kay Feske 09.10.2014, 07:06
2. Was für eine tiefgründige Feststellung... die Geschicht MUß neu geschrieben werden

"Denn trotz Totalüberwachung und Schießbefehl ging das Leben auf Bauernhöfen in der Uckermark, in Ferienanlagen auf Usedom oder auf Baustellen in Ostsachsen weiter."

Obwohl... Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich habe mich damals, ob der Totalüberwachung, eigentlich 24/7 unterm Bett versteckt. Und tue es heute wieder... Da behaupte noch einer, Geschichte wiederhole sich nicht!

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Folker Friedel 09.10.2014, 07:52
3. Sollen mir die Bilder irgendwas sagen?

Ich hab mir die Bilder (inkl. der Kommentare) mal reingezogen. Offenbar hatte da jemand Langeweile und hat alle möglichen Bilder, die er/sie aus DDR-Zeiten in schwarz-weiß finden konnte, in einen "Bildband" (wenn man das so nennen kann) gepackt. Die Aussage "Aber es sind genau solche abseits der offiziellen Bildästhetik entstandenen Fotos, die das sozialistische Deutschland in einem authentischen Licht zeigen." kann ich definitiv nicht bestätigen. Es scheint so, als wolle man mal wieder zeigen, dass DDR nur schlecht und die BRD einfach nur toll war. Also ich habe in meinem Album keine solcher tristen Bilder. Aber das ist bestimmt nur Zufall.

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Uwe Anton 09.10.2014, 08:10
4. Das tut uns leid, wir haben tatsächlich halbwegs normal gelebt.

Aber mal im ernst, gibt es heute keine Doppelstockzüge mehr, das es hervorhebenswert ist? Wenn ich die Schulterstücke richtig deute, handelt es sich mitnichten um einen Offizier, der neben dem Punk sitzt.
Der Spiegel sollte endlich aufhören, die DDR zu demonisieren. Wir waren/sind auch nur Menschen gewesen.

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09.10.2014, 08:12
5. Sehr hübsche Überschrift

Ja, ja, ja:

DDR == Diktatur
DDR == Diktatur
DDR == Diktatur

Wie oft wünschen Sie, dass wir es aufschreiben, damit klar ist, dass es verstanden wurde? Echt: wie im Staatsbürgerkundeunterricht :-)

Und in der DDR gab es also "Totalüberwachung". Ein interessantes Wort. Sollte man mal in Ruhe drüber nachdenken.

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Aber schöne Bilder.

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Wolfram Dietzsch 09.10.2014, 08:21
6. Übertreibt ihr nicht etwas?

Vielleicht sollte man den im Artikel verwendeten Begriff "Totalüberwachung" noch einmal abändern, angesichts der Aktivitäten und Fähigkeiten von NSA, GCHQ und Co. bauen sich sonst falsche Vorstellungen auf.
Ich meine ja nur, nicht dass die Antragsteller bei der BStU enttäuscht sind über nicht vorhandene Aufschreibungen oder die Banalität des Auffindbaren.

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Tobias Lebelt 09.10.2014, 08:39
7. Diktatur?

Die Bezeichnung in der Überschrift scheint mir etwas übertrieben. Vielleicht könnte man sich auch "Demokratischen Zentralismus" einigen.

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Andreas Bauer 09.10.2014, 08:44
8. SPON und DDR ...

das geht garnicht. Die Bilder sind sehenswert, keine Frage. Aber was sollen diese Unterschriften. Fast alle der gezeigten Bilder könnten genauso in der BRD geschossen worden sein. Lediglich der Genosse Generalsekretär und der Vopo oder die Marken an der Wand in der Kleingartensparte deuten auf die DDR hin. In der BRD wären mehr Autos auf den Straßen.

Also was soll der Artikel mit den dazugehörigen Texten? Was soll das bedeuten "Ästhetik der SED-Propaganda". Ist es denn wirklich war, dass ein in der Alt-BRD immer noch Leute gibt, die glauben in der DDR konnte man nicht "ganz normal leben"? Die SED-Propaganda wurde vom größten Teil der Bevölkerung sowas von ignoriert, dass man sich unter dem hier benutzten Begriff "Ästhetik der SED-Propaganda" nichtmal was vorstellen kann. Zeigt mal sowas, das wäre dann auch für Ostdeutsche interessant.

Und das obligatorische Erwähnen von "Totalüberwachung und Schießbefehl" darf ja in keinem Artikel über die DDR fehlen, wenngleich das mit Alltagsfotografie nichts zu tun hat.

Ja, dass Einsperren der Leute unter Gewaltandrohung war schlimm und auch die Überwachungsergebnisse der Stasi der Stasi konnten schlimme Folgen für denjenigen haben, der eklatante staatsfeindliche Aktivitäten zeigte. Aber dass "weiß" im Westen nun mitlerweile jeder und wird auch durch refelxhaftes Erwähnen in jedem DDR-Artikel nicht dramatischer oder ungeschehen oder was auch immer damit bezweckt wird.

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Tobias Lebelt 09.10.2014, 08:44
9. Diktatur?

Die Bezeichnung in der Überschrift scheint mir etwas übertrieben. Vielleicht könnte man sich auch "Demokratischen Zentralismus" einigen.

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