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Die dunkle Seite des Menschen
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alexander kriegelstein 25.03.2013, 09:12
10.

>EIN wichtiger Grund , wenn nicht der wichtigste (?) für den Erfolg dieses Albums wurde gar nicht angesprochen, nämlich der Gesang von Clare Torry in "The Great Gig in the Sky". Nach wie vor stellen sich mir jedes Mal die Härchen auf, wenn ich den höre. Unerreicht! Dieser Part entzieht sich dem "Denken", er ist reines Gefühl!
>Heiner Strubbe

Völlig richtig. Die Geschichte der Aufnahme vom Great Gig ist übrigens auch legendär: Ms. Torry erhielt erstmal 30,- Pfund für ihren improvisierten Einsatz... http://en.wikipedia.org/wiki/The_Great_Gig_in_the_Sky

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Stefan Blanck 25.03.2013, 09:20
11.

Wer verzapft so einen schwachsinnigen ersten Absatz? 1979 wissen die Bandmitglieder nicht, wohin die musikalische Reise hingehen soll und konzipieren dann 8 Jahre früher Dark Side of The Moon?

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Stefan Blanck 25.03.2013, 09:21
12.

Auch wenn der Autor des Artikels wohl eher "Ende der sechziger Jahre" meinte, ist das etwas effektheicherisch übertrieben. Das Schaffen der Band in jener Zeit gestaltete sich durchaus eher als kontinuierlicher Prozess, denn als Sinnkrise nach dem Motto: "Wir müssen jetzt mal etwas ganz anderes machen." Dazu höre und sehe man sich einfach auch mal Pink Floyd live in Pompeji an. Und auch mit sozialkritischen Songs haben sie nicht erst bei Dark Side of the Moon begonnen.

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Olaf Nyksund 25.03.2013, 09:24
13.

Natürlich "Zugedröhnte". LSD & Co. sind genauso psychoaktive Substanzen wie Alkohol und werden aus identischen Gründen gebraucht. Welche Philosophie da dran gehängt wird, ist die Frage der Wahl des - der eigenen Ansicht nach - besseren Alibi. Dass eine Droge den Menschen etwas zeigen kann, was dieser ohne chemische Hilfen nicht erkennt, dürfte ins Reich der Legenden der 1960er gehören. Und wer schon Aldous Huxley in der Sache herbei zitiert, dem sei auch "Miserable miracle" (deutsch: "Unseliges Wunder") von Henri Michaux empfohlen - audiatur et altera pars.

Was das eigentliche Thema angeht: warum sollen wir bei dem Album eigentlich die Studio-Produktion "vergessen"? Ist diese doch das, was die Scheibe so einmalig macht und zum Wegbereiter erhebt. Das schreibt der Autor ja schon selbst. Im Gegensatz dazu legen die Lyrics eine gewisse, dem Zeitgeist nicht fremde, Trivialität an den Tag. Dass das Geld die Welt regiert, dass das eigene Leben nicht ewig währt, herrje, sind das epochale Entdeckungen, ist das nobelpreisträchtige Metaphorik?

Lassen wir also die Kirche im Dorf und freuen uns, dass diese Musik nicht altert. Das Album habe ich mir im Übrigen neulich erst gekauft. Ich hatte noch nie ein Exemplar besessen. Unglaublich, nicht? Dafür gleich als SACD. Klingt unglaublich gut. Hut ab vor der - Produktion!

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G. Ryrko 25.03.2013, 09:24
14.

Eines der besten Alben aller Zeiten !!! Dagegen trudeln "Thriller" und "Back In Black" eher in der Beliebigkeitsspirale, dem Motto getreu, für jeden etwas.
Parsons´ fantastische Mitarbeit ist verschiedentlich deutlich erkennbar und rundet diese Cäsur der PF-Historie wohlklingend ab.
Thema zugedröhnt: siehe Josefine Bode.
Leider hat Waters die Band verlassen, seitdem dümpelt PF eher in der 2ten Liga.
Doch die meisten Roger Waters Soloalben sind sehr hörenswert und lassen ein bißchen Wehmut aufkommen, an die längst vergangenen guten Zeiten.

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Mike Horn 25.03.2013, 09:24
15.

Die am meist gespielte Platte meiner Sammlung. Wirklich ein Jahrhundertwerk;)

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Peter Degrell 25.03.2013, 09:24
16.

>Musik für "Zugedröhnte"??
>Pink Floyd machte nie Musik für "Zugedröhnte". Weder vorher noch nachher. Schon allein deshalb nicht weil ihre Leitdroge eher LSD war, und ähnliche Substanzen, die eben nicht zudröhnen wie beispielsweise Alkohol, sondern im Gegenteil offener und sensibler machen.

Ach Gottchen. Und gleich kommt natürlich wieder jemand daher, der Drogen "differenziert" betrachtet.

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Oliver Plaschka 25.03.2013, 09:24
17.

Glaubt man dem Mason-Zitat auf Wikipedia, dann sollte sich das Album mit den Dingen befassen, die Menschen in den Wahnsinn treiben ("make people mad"). Der (sonst gute) Artikel erweckt ein bisschen den Eindruck, Pink Floyd hätten sich in einer Dienstleisterrolle für Drogenkonsumenten gesehen, und vergisst, dass die Band selbst bis über beide Ohren ihre Probleme hatte. Ich sehe "The Dark Side of the Moon" daher weniger als bewussten Versuch, jetzt auch mal was für die Allgemeinheit oder den "kleinen Mann" zu schreiben, als einen teils kathartischen, teils verzweifelten Befreiungsschlag. Das Album steckt trotz seiner "hellen", lichten Momente auch voll dunkler, existentieller "Angst", und dieses Wechselspiel aus Hoffnung und Angst ist es, was es meines Erachtens so zeitlos macht.

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Peter Franzen 25.03.2013, 09:26
18.

@Josefine Bode:

Ich denke, dass man LSD auch als zudröhnend definieren kann. Zumal LSD auf den damaligen Konzerten die Droge schlechthin war.

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Thomas Gottberg 25.03.2013, 09:26
19.

Ein sehr guter Artikel der die Tatsache auf den Punkt bringt. Ab The Darside of the Moon ist Pink Floyd mehr als nur Musik gewesen. Sie transportierten Botschaften und verdeutlichten Probleme, vor denen noch heute die Politik die Augen verschließt. Bis The Wall war die Message von der Suche nach der eigenen Seele und dem Sinn im Leben geprägt leider haben vermutlich nur die wenigsten Leute verstanden worum es Roger Waters überhaupt ging. Die Menschen aber die er erreichte, schreiben heute vermutlich solche Artikel.

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