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Die Hamburger-Hypothese
07.01.2008, 12:56
1.

"Rundstück" ist in Hamburg die übliche Bezeichnung für ein Brötchen ohne "Ausbund", wie ihn z. B. die "Schrippe" aufweist. Hier ist offenbar die Hamburger Spezialität "Rundstück warm" gemeint: Sie besteht aus einem Rundstück (Brötchen) das aufgeschnitten wird und dessen Hälften mit Scheiben von Schweinebraten belegt und mit Bratensoße begossen werden. Beigelegt werden ein paar Scheiben Gewürzgurke. Dass dies nichts mit dem "Hamburger" zu tun haben kann, liegt auf der Hand.

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07.01.2008, 13:45
2.

komisch, ich finde beim englischen wikipedia nichts über die hamburger schweinefleisch-fresser. möglich das es so war wie am ende des artikels beschrieben. bei den vielen annahmen hätte jedoch ruhig das wort spekulation die plausibilität ersetzen dürfen.

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08.01.2008, 09:55
3.

Friedrich Gerstäcker reiste 1837 nach Nordamerika, nicht 1937. Sonst hätte er nicht eine Quelle der Inspiration für Karl May sein können.

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08.01.2008, 12:00
4.

Rundstueck warm wird auch heute noch in manchen Restaurants/Kneipen in Hamburg und Umgebung als "Hamburger Hacksteak" angeboten. Ich kann mir gut einen deutschen Auswanderer vorstellen, der das in Amerika zunaechst unter dieser Bezeichnung vermarktete, bis schliesslich die andere Broetchenhaelfte noch als Deckel dazu kam, damit man mit den Fingern essen konnte, und der unattraktive Begriff "Hacksteak" wegfiel. Belegen kann ich das natuerlich nicht.

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08.01.2008, 12:00
5.

Bei Hamburg denke ich an Labskaus und Hamburger ist doch von gehacktem Fleisch/corned Beef nicht so weit weg

http://de.wikipedia.org/wiki/Labskaus

zitat:
...norddeutsche Spezialität. Labskaus besteht im wesentlichen aus Pökelfleisch oder Corned Beef, Kartoffeln, Matjes, Zwiebeln und Roten Beten.
...
Das erstmals 1701 erwähnte Gericht für Seefahrer und Matrosen entstand in der Zeit der großen Segelschiffe und bestand ursprünglich nur aus Pökelfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Speck.

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12.01.2008, 12:33
6.

>komisch, ich finde beim englischen wikipedia nichts über die hamburger schweinefleisch-fresser. möglich das es so war wie am ende des artikels beschrieben. bei den vielen annahmen hätte jedoch ruhig das wort spekulation die plausibilität ersetzen dürfen.

abgesehen davon ist es mir schleierhaft, wie ein Journalist aus den Begriff "Beef-Mann" (mit zwei n ?!) aus einer englischen Webseite mit "Schweinefleisch-Esser" übersetzen kann. Ziemlich peinlich eigentlich. "Beef" heisst Rindfleisch und die Bezeichnung ist übrigens aus dem französischen "boeuf" abgeleitet. Dem zu Grunde liegt anscheinend die Tatsache, dass in welchem Jahrhundert auch immer im Vereinigten Königreich Britannien die reiche Bevölkerung, die sich Fleisch leisten konnte französich sprach. Daher trägt das Fleisch den französischen Namen während die Nutztiere den von der einfachen Bevölkerung verwendeten, englischen und daher germanischen Namen "cow" (Kuh) gebrauchte. Dies nur nebenbei.

Jedenfalls sollte einem Spiegeljournalisten so was nicht passieren.

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Ralf Kreusel 16.08.2013, 13:29
7.

Es heißt auch nicht "Wagayu", sondern "Wagyu"...

Und, was haben wir gelernt? Nur das "Nix genaues weiß man nicht." Und auch auf dem Überseedampfer ist niemand wirklich fündig geworden. Auch nur eine These von vielen.

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Kai Bonte 14.03.2014, 11:52
8. Die Hamburger-Hypothese

Der Hamburger ist eines der größten Mysterien der Küchengeschichte: Niemand weiß, wer den Kultklops erfunden hat oder warum er nach einer norddeutschen Großstadt benannt wurde. Thomas Hillenbrand hat verschiedene Buletten-Theorie überprüft - und wurde auf dem Zwischendeck eines Auswandererschiffes fündig.

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