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"Estonia"-Schiffsunglück: Die Verschwundenen von Utö
DPA

Mehr als 850 Menschen ertranken 1994 beim Untergang der Ostseefähre "Estonia". Über die mysteriöse Katastrophe rätseln Experten bis heute - und noch immer hält sich das Gerücht von einem Bombenanschlag.

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Helge Pfeiffer 28.09.2014, 12:08
1. Guter Artikel

Es wird nur leider verschwiegen, dass die Estonia regelmäßig Militärmaterial transportierte - ungewöhnlich für eine zivile Fähre? Zudem Estland eben noch Teil der ehemaligen Sowjetunion war.

" Infolge dieser Anhaltspunkte wurden die Untersuchungen Ende 2004 offiziell wieder aufgenommen. Unter anderem räumte das schwedische Militär ein, dass militärische Transporte mit zivilen Fähren befördert worden seien."
http://de.wikipedia.org/wiki/Estonia_(Schiff,_1980)

Maßgeblich beteiligt an der Vertuschung ist Carl Bildt, nebenbei ganz zufällig neoliberale Ikone aller Russlandhasser und Totengräber der Neutralität Schwedens.

Ob Anschlag, oder Unfall ... das wird man nie erfahren, aber es fällt schwer zu glauben, dass die Militärtransporte keine Rolle gespielt haben sollen. Warum baut man einen Sarkphag um das Schiff und schließt das Fahrzeugdeck von der Untersuchung aus.

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Jens Lassen 28.09.2014, 12:17
2. Kein Wort bezgl. des Gutachters, der den geborgenen Bolzen der Bugklappe ins Meer fallen liess

Und was war mit dem Gutachter, der den geborgenen Bolzen der Bugklappe einfach wieder ins Meer werfen liess, weil sich angeblich keine Spuren daran fänden. Ist der nicht auch "plötzlich gestorben" ? .. Auch darüber hätte man hier berichten können ...

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Walter Breymann 28.09.2014, 12:46
3. Etwas hat der Spiegel vergessen...

...Rückstände einer Rostschutzbehandlung geben ein völlig anderes Bild ab, als Detonationsspuren. Warum wird hier zwei unabhängigen Instituten, denen die Herkunft der Materialproben nicht bekannt, und die absolut sicher waren, dass es sich um Spuren einer Detonation handelte, die Fachkenntnis abgesprochen? Die letzte Untersuchung wurde vom Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung durchgeführt. Und nur diese eine Prüfung (Ergebnis: Rückstände einer Rostschutzbehandlung) wurde herangezogen, um das Verfahren einzustellen. Danach wurde die Unglücksstelle zum "No go" Gebiet erklärt und ist heute noch bewacht. Keiner darf dort tauchen, es könnten ja noch mehr Beweise an die Oberfläche kommen, die die Explosionstheorie stützen. Den Fall kann man auch gerne googlen, es sind nicht die einzigen Ungereimtheiten, die diesen Fall begleiten. Aber im Grunde ist es ja auch nichts Neues. Ungereimtheiten und Vertuschungen hatten wir ja gerade bei den zwei Flugzeugtragödien der Malaysia Airlines. Da muss man heutzutage kein "Verschwörungstheorethiker" mehr sein. Das sieh doch selbst der "Blinde mit dem Krückstock".

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Günter Radys 28.09.2014, 13:28
4. wer

die Bilder der Taucher der Sprenglöcher gesehen hat, wird keine andere Version mehr glauben.

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Barne Marighella 28.09.2014, 13:49
5. Einseitige Meinung in finnischen Medien

Interessant an den runden Jahrestagen des Unglücks ist die immer wieder unterschiedliche Berichterstattung in deutschen und finnischen Medien (z. B. dieser Tage in "Helsingin Sanomat").

Während zum Beispiel bei Spiegel-Online die ganzen Ungereimtheiten rund um das Unglück wenigstens berechtigterweise erwähnt werden, sin diese in den finnischen Medien schon seit über zehn Jahren kein Thema. Nach wie vor scheint es offene Fragen und Auffälligkeiten zu geben, die berechtigte Zweifel an der offiziellen Version des Untergangs zulassen. Während man sich in Deutschland dafür interessiert, wird dies in Finnland vollständig ausgeblendet bzw. als öffentlich geäußerte Meinung gar nicht zugelassen (so scheint es zumindest).

Wenn die hier geschilderten Umstände zutreffen, dann könnte man sicherlich noch heute durch erneute Untersuchungen bzw. insbesondere Tauchgänge an die richtigen Orte des Schiffes endgültig Klarheit schaffen und damit auch Verschwörungstheoretikern den Argumentationsboden entziehen. Leider wurde es bisher nicht gemacht, obwohl alleine der derart unterschiedliche mediale Umgang mit dem Unglück in Deutschland und Finnland Fragen aufwirft. Bei kaum einem anderen Thema ist die Diskrepanz in der Berichterstattung derart groß.

Interessant wäre es zu erfahren, wie in Schweden und Estland mit dem Thema umgegangen wird.

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Axel Köhlmoos 28.09.2014, 14:00
6.

Nur weil der Spiegel diesen Unfug der TuHH berichtet hat, heißt das lange noch nicht, dass damit der Untergang geklärt worden ist. Das Computerprogramm, was damals dazu benutzt wurde, ist dazu nämlich gar nicht in der Lage. Es hätte den Spiegelredakteuren gut zu Gesicht gestanden, die "Meinung" der TuHH (nichts gegen Studenten) bei anderen Experten zu hinterfragen.

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Barne Marighella 28.09.2014, 14:12
7. Einseitige Meinung in finnischen Medien

Interessant an den runden Jahrestagen des Unglücks ist die immer wieder unterschiedliche Berichterstattung in deutschen und finnischen Medien (z. B. dieser Tage in "Helsingin Sanomat").

Während zum Beispiel bei Spiegel-Online die ganzen Ungereimtheiten rund um das Unglück wenigstens berechtigterweise erwähnt werden, sin diese in den finnischen Medien schon seit über zehn Jahren kein Thema. Nach wie vor scheint es offene Fragen und Auffälligkeiten zu geben, die berechtigte Zweifel an der offiziellen Version des Untergangs zulassen. Während man sich in Deutschland dafür interessiert, wird dies in Finnland vollständig ausgeblendet bzw. als öffentlich geäußerte Meinung gar nicht zugelassen (so scheint es zumindest).

Wenn die hier geschilderten Umstände zutreffen, dann könnte man sicherlich noch heute durch erneute Untersuchungen bzw. insbesondere Tauchgänge an die richtigen Orte des Schiffes endgültig Klarheit schaffen und damit auch Verschwörungstheoretikern den Argumentationsboden entziehen. Leider wurde es bisher nicht gemacht, obwohl alleine der derart unterschiedliche mediale Umgang mit dem Unglück in Deutschland und Finnland Fragen aufwirft. Bei kaum einem anderen Thema ist die Diskrepanz in der Berichterstattung derart groß.

Interessant wäre es zu erfahren, wie in Schweden und Estland mit dem Thema umgegangen wird.

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Martin Hagenspiegel 28.09.2014, 14:59
8.

Spätestens seit Maschinen auf Grund eines angeblich nie bestandenen Überflugverbotes in Wien zwischenlanden müssen, wissen wir, daß die europäischen Regierungen erpreßbar sind.

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Knud Schmidt 28.09.2014, 15:03
9.

Eigentlich ist es erfreulich, daß einestages der Estonia einen Artikel widmet. Leider greift dieser jedoch zu kurz.

Insbesondere die erwähnten drei Sprengsätze verdienen weitere Beachtung. Beim Sichten des Filmmaterials eines unabhängigen Taucherteams fiel an einer Bordwand ein etwa koffergroßes, schwarzes Etwas auf. Es waren wohl ursprünglich mindestens vier Bomben, von denen nur drei losgingen.

Eine zeitlang später ging also erneut ein Taucherteam filmen, die Sache genauer in Augenschein zu nehmen. Das schwarze "Köfferchen" war weg, ebenso fehlt die komplette Schiffswand, an der sie befestigt war. Dort, wo die mutmaßlichen Bomben detoniert waren, waren großzügig die Stahlwände herausgeschweißt worden. Das war deswegen brisant, weil das zivile Schiffswrack sogar noch die ganze Zeit durch die Marine abgeschirmt wurde, was - gelinde gesagt - ungewöhnlich war.

Das Wrack wurde auch eilig mit Geröll bedeckt - wiederum höchst ungewöhnlich für einen Schiffsuntergang. Die Süddeutsche schreibt: "Die technischen Taucher hatten unter anderem den Auftrag, ein Loch im Rumpf zu finden - die entscheidende Stelle sei damals aber mit Sand überdeckt gewesen, sagt er."

Ganz interessant ist auch die sogenannte Atlantiksicherung (die Verriegelung der Bugklappe). Dieses kann nirgendwo gezeigt werden, weil es "weg" ist. Es war seinzeit geborgen worden, und ein hochrangiger schwedischer Ermittler hatte es mitgenommen. Auf seinem Hubschrauberflug habe sich herausgestellt, daß zuwenig Treibstoff an Bord gewesen wäre, und man habe den Hubschrauber "leichter machen" müssen. Deswegen wurde die Atlantiksicherung über Bord geworfen. Der Schwede schwört, es sei beschädigt gewesen.

Die Süddeutsche schreibt: "Ein Mitglied warf dann auch noch einen Teil des Atlantikschlosses, das das Bugvisier sichern sollte, zurück ins Meer. Ausgerechnet für dieses wichtige Beweisstück war offenbar kein Platz mehr im Hubschrauber.".

Das Atlantikschloß ist das Beweisstück überhaupt, denn wenn - gemäß der offiziellen Version - das Bugvisier hochgeklappt wäre, dann müßte das Atlantikschloß hierbei gerissen sein. Im Falle von Bomben an Bord wäre das Atlantikschloß unversehrt gewesen.

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