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Gitarrist Ron Wood: "Die Rolling Stones sind unkaputtbar"
Graham Wiltshire/ Getty Images

Bei den Rolling Stones wurde er zur Legende. Hier spricht Gitarrist Ronnie Wood, 72, über sein Idol Chuck Berry, Rockermähnen und den Sieg über den Krebs.

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Klaus Rathjens 02.12.2019, 13:53
1.

Selten war die Diskrepanz zwischen Bekanntheitsgrad und realem Können so groß wie bei Ronnie Wood und generell bei den Stones. Gut, sie hatten ein paar Pop-Hits in den 60-gern, aber nichts, was mit der Ambitioniertheit und den sich permanent weiterentwickelnden Beatles vergleichbar wäre. Und dann kam die "It´s Only Rock´n Roll"-Phase der Band, bei der man den Titel durchaus wörtlich nehmen sollte. Jede von Instrumentallehrern betreute Schülerband bringt heutzutage ein mindestens genau so geartetes Niveau zustande. Wood und die Stones sind insofern unmissverständliche Zeugen der allgemein fehlenden muskalischen Bildung.
Auf Youtube kann man diverse Live-Videos der Stones bestaunen, bei denen die Band im Zusammenspiel regelrecht zusammenbricht. Jagger hampelt herum und verliert darüber die letzte Verbindung zu einer anständigen Intonation; Keith Richards möchte sich eine Zigarette anzünden, stellt deshalb das Spielen völlig ein und meint, auf dem Weg zu seinem Zigarettendepot Ronnie Wood einen Witz erzählen zu müssen; Charly Watts rumpelt derweil vor sich hin, während die Gastmusiker am Bass und hinter den Keyboards verzweifelt bemüht sind, der Song-Struktur zu folgen und dem ganzen Gebilde noch etwas Durchgängiges zu verleihen - was scheitert.
Mit anderen Worten: Gemessen an den exorbitanten Kartenpreisen ist es eine Frechheit, was dort auf eine unprofessionelle Weise geboten wird. Es ist eine reine Zur-Schau-Stellung eines bekannten Namens und bekannter Gesichter. Die Musik an sich steht dagegen nicht im Mittelpunkt, denn würde sie das tun, könnten die Stones-Konzerte nur mit einem gnadenlosen Pfeifkonzert enden.

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Klaus Bond 02.12.2019, 13:54
2. Rock'n'Roll...

..hält jung! Unkaputtbar bringt es auf den Punkt! Gilt nicht nur für die Stones.

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Reiner Arnold 02.12.2019, 14:44
3. Kommentar 1

...jeder, der in den Sechzigern aufgewachsen ist, weiß von der Bedeutung der Stones. Sie haben uns schlicht und einfach von dem Mief der Nachkriegszeit befreit. Wir wussten durch sie, dass es in der Welt noch etwas anderes gab, als Autorität und Repression und zudem: "Paint it Black" ist wahrscheinlich der aufregendste und zeitloseste Rocksong der jemals geschrieben wurde.

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Rocco Gabrielli 02.12.2019, 15:21
4.

Zitat von Klaus Rathjens
Selten war die Diskrepanz zwischen Bekanntheitsgrad und realem Können so groß wie bei Ronnie Wood und generell bei den Stones. Gut, sie hatten ein paar Pop-Hits in den 60-gern, aber nichts, was mit der Ambitioniertheit und den sich permanent weiterentwickelnden Beatles vergleichbar wäre. Und dann kam die "It´s Only Rock´n Roll"-Phase der Band, bei der man den Titel durchaus wörtlich nehmen sollte. Jede von Instrumentallehrern betreute Schülerband bringt heutzutage ein mindestens genau so geartetes Niveau zustande. Wood und die Stones sind insofern unmissverständliche Zeugen der allgemein fehlenden muskalischen Bildung. Auf Youtube kann man diverse Live-Videos der Stones bestaunen, bei denen die Band im Zusammenspiel regelrecht zusammenbricht. Jagger hampelt herum und verliert darüber die letzte Verbindung zu einer anständigen Intonation; Keith Richards möchte sich eine Zigarette anzünden, stellt deshalb das Spielen völlig ein und meint, auf dem Weg zu seinem Zigarettendepot Ronnie Wood einen Witz erzählen zu müssen; Charly Watts rumpelt derweil vor sich hin, während die Gastmusiker am Bass und hinter den Keyboards verzweifelt bemüht sind, der Song-Struktur zu folgen und dem ganzen Gebilde noch etwas Durchgängiges zu verleihen - was scheitert. Mit anderen Worten: Gemessen an den exorbitanten Kartenpreisen ist es eine Frechheit, was dort auf eine unprofessionelle Weise geboten wird. Es ist eine reine Zur-Schau-Stellung eines bekannten Namens und bekannter Gesichter. Die Musik an sich steht dagegen nicht im Mittelpunkt, denn würde sie das tun, könnten die Stones-Konzerte nur mit einem gnadenlosen Pfeifkonzert enden.
Das klingt aber sehr verbittert! Lassen Sie mich mal raten - Mitglied einer Schülerband, anschließend hoffnungsvoll als ambitionierter Musiker mit ein paar Freunden gestartet, nur um festzustellen, dass all die 'Amateure' wie z.B. die Rolling Stones Erfolg haben, nur bei Ihnen wollte es nie so recht funktionieren. Jetzt sind sie Städtischer Angestellter und trauern den alten Zeiten wehmütig nach, oder um mit den Stones zu sprechen: "You Can't Always Get What You Want"

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Ingolf Tabbert 02.12.2019, 15:42
5. Für mich

sind sie seit 51 Jahren immer noch die größten. Auch wenn ich heute lieber zu Rammstein oder Metallica gehe. Mit den Stones hat alles angefangen. auch für uns im Osten. Einer meiner seltenen Einkäufe im Intershop war eine Stones-CD zu meinem 18. Geburtstag 1972. Da ging es aber schon weiter mit Deep Purple und Black Sabbat. Ich war beim 1. Ostberliner Stones Konzert in Weißensee 1990. Damals paßte ich mangelns Ticket noch durch die Zaunlücke. Vielleicht sollten sie jetzt doch ihre Rocker-Rente genießen, aber so eine Mega-Kritik wie von Herrn Rathjens haben sie nicht verdient.

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Daniel Stahl 02.12.2019, 16:03
6.

Zitat von Klaus Rathjens
Selten war die Diskrepanz zwischen Bekanntheitsgrad und realem Können so groß wie bei Ronnie Wood und generell bei den Stones. Gut, sie hatten ein paar Pop-Hits in den 60-gern, aber nichts, was mit der Ambitioniertheit und den sich permanent weiterentwickelnden Beatles vergleichbar wäre. Und dann kam die "It´s Only Rock´n Roll"-Phase der Band, bei der man den Titel durchaus wörtlich nehmen sollte. Jede von Instrumentallehrern betreute Schülerband bringt heutzutage ein mindestens genau so geartetes Niveau zustande. Wood und die Stones sind insofern unmissverständliche Zeugen der allgemein fehlenden muskalischen Bildung. Auf Youtube kann man diverse Live-Videos der Stones bestaunen, bei denen die Band im Zusammenspiel regelrecht zusammenbricht. Jagger hampelt herum und verliert darüber die letzte Verbindung zu einer anständigen Intonation; Keith Richards möchte sich eine Zigarette anzünden, stellt deshalb das Spielen völlig ein und meint, auf dem Weg zu seinem Zigarettendepot Ronnie Wood einen Witz erzählen zu müssen; Charly Watts rumpelt derweil vor sich hin, während die Gastmusiker am Bass und hinter den Keyboards verzweifelt bemüht sind, der Song-Struktur zu folgen und dem ganzen Gebilde noch etwas Durchgängiges zu verleihen - was scheitert. Mit anderen Worten: Gemessen an den exorbitanten Kartenpreisen ist es eine Frechheit, was dort auf eine unprofessionelle Weise geboten wird. Es ist eine reine Zur-Schau-Stellung eines bekannten Namens und bekannter Gesichter. Die Musik an sich steht dagegen nicht im Mittelpunkt, denn würde sie das tun, könnten die Stones-Konzerte nur mit einem gnadenlosen Pfeifkonzert enden.
Schreibt da mein Musikleherer? Einfach nur geniesen und nicht rummosern.

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Peter Mank 02.12.2019, 16:09
7. Schlechtere Schuelerband?? Naja.....

... man muß erstmal solche Songs schreiben koennen.... Damit geht's ja schon los... Und dann auch das Charisma haban, um sie auf diese Art und Weise zu 'performen', live on stage.... Es sind einfach ueber Jahrzehnte Riesenhits... Und weiterhin die Frage: Beatles oder Stones ???

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Timothy Jones 02.12.2019, 16:16
8. Rational richtig

Zitat von Klaus Rathjens
Selten war die Diskrepanz zwischen Bekanntheitsgrad und realem Können so groß wie bei Ronnie Wood und generell bei den Stones. Gut, sie hatten ein paar Pop-Hits in den 60-gern, aber nichts, was mit der Ambitioniertheit und den sich permanent weiterentwickelnden Beatles vergleichbar wäre. Und dann kam die "It´s Only Rock´n Roll"-Phase der Band, bei der man den Titel durchaus wörtlich nehmen sollte. Jede von Instrumentallehrern betreute Schülerband bringt heutzutage ein mindestens genau so geartetes Niveau zustande. Wood und die Stones sind insofern unmissverständliche Zeugen der allgemein fehlenden muskalischen Bildung. Auf Youtube kann man diverse Live-Videos der Stones bestaunen, bei denen die Band im Zusammenspiel regelrecht zusammenbricht. Jagger hampelt herum und verliert darüber die letzte Verbindung zu einer anständigen Intonation; Keith Richards möchte sich eine Zigarette anzünden, stellt deshalb das Spielen völlig ein und meint, auf dem Weg zu seinem Zigarettendepot Ronnie Wood einen Witz erzählen zu müssen; Charly Watts rumpelt derweil vor sich hin, während die Gastmusiker am Bass und hinter den Keyboards verzweifelt bemüht sind, der Song-Struktur zu folgen und dem ganzen Gebilde noch etwas Durchgängiges zu verleihen - was scheitert. Mit anderen Worten: Gemessen an den exorbitanten Kartenpreisen ist es eine Frechheit, was dort auf eine unprofessionelle Weise geboten wird. Es ist eine reine Zur-Schau-Stellung eines bekannten Namens und bekannter Gesichter. Die Musik an sich steht dagegen nicht im Mittelpunkt, denn würde sie das tun, könnten die Stones-Konzerte nur mit einem gnadenlosen Pfeifkonzert enden.
An diesem verkopften Kommentar gibt es inhaltlich wenig zu bestreiten, allein - Rocknroll findet sehr viel weiter südlich statt. Wenn Keith (der beste mittelmäßige Gitarrist der Welt, hatte Alexis Korner mal gesagt) ein bisschen schlampig ein Riff schrammelt, stehen in derselben Sekunde Zigtausend Leute auf den Zehenspitzen. Drum ist er Keith Richards, deal with it.

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Rainer Hüls 02.12.2019, 16:22
9.

Man kann nicht fast 60 Jahre lang Stadien füllen, wenn man nichts zu bieten hat. Irgendwann wäre dem letzten Deppen aufgefallen, dass sie gar nicht Gitarre spielen können. Nein, die Stones sind einmalig, nicht immer in der Fingerfertigkeit, aber im Feeling, das sie rüberbringen, und im einem Katalog von rund 400 Kompositionen, die zum Teil Klassiker wurden und noch heute gerne gecovert werden. Musik ist etwas anderes als eine Zirkusnummer. Auf Schnelligkeit und Perfektion kommt es nicht an.

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