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Goldrausch im Salzbergwerk
10.05.2009, 09:46
1.

Ein Hinweis zur "Rückgabe" des Goldes: Selbstverständlich wurde das Gold offiziell an die Ursprungsländer "zurückgegeben" - fairerweise sollte man aber auch den Fakt ergänzen, daß das "zurückgegebene" Gold physisch in den USA lagert und auch von den USA "treuhänderisch" verwaltet wird.

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10.05.2009, 22:01
2.

Die Amerikaner, von der Armeeführung bis zu einzelnen Offizieren, haben das Giold in Merker geklaut wie der Raben, dass das "zurückgegeben" wurde, davon kann keine Rede sein. Das hätte übrigens eine einfache Recherche im SPIEGEL-Archiv ergeben.

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=19438032&top=SPIEGEL

Klauen war 1945 in der U. S. Army, wie der Bankier und Historiker Kenneth Alford aus Richmond (Virginia) recherchiert hat, so was wie ein "soldatischer Sport". Alford: "Die Grenze der Plünderei hing nur davon ab, wie groß der Sack war, den man mitbrachte."

Professor Carl Weickert, der die Oberaufsicht bei der Bergungsoperation im "Kunstflakbunker" in Berlin-Friedrichshain führte, erklärte in einem amtlichen Bericht zur Sache, dass die Bilder, die dort gelagert waren, sich heute "im Westen befinden". 441 hochkalibrige alte Meister - Rubens, Caravaggio, van Dyck und andere.

Mysteriös auch die amerikanische "Sicherstellungsaktion" im Kalibergwerk Merkers in Thüringen, wo Gold, Bargeld und 3000 Kisten Kunst aus Berlin gelagert waren, darunter die Nofretete-Büste, Riemenschneiders "Vier Evangelisten" und der "Mann mit dem Goldhelm" aus dem Umfeld von Rembrandt.

Nach dem Abkommen von Jalta von Anfang Februar 1945 hätten die Amerikaner die Grube in Merkers, so wie sie war, an die Sowjets übergeben müssen. Trotzdem wurde sie am 14. und 17. April leer geräumt. Obwohl der Konvoi von zehn mobilen Flakgeschützen, mehreren Flugzeugen und fünf Zügen Infanterie begleitet wurde, kamen auf dem Weg zur Reichsbank in Frankfurt am Main drei Lastwagen abhanden.

Und in den Eizenstadt-Report findet sich auch wenig Hinweise auf Rückgabe.

http://www.pcha.gov/PlunderRestitution.html/html/StaffChapter2.html#anchor66802

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10.05.2009, 22:01
3.

Ich weiß nicht, ob Heinz Beckers Beitrag ironisch gemeint ist, aber die USA haben das Gold NICHT zurückgegeben, es gilt weiterhin als "verschollen". Tatsächlich haben es die USA aber einbehalten, genauso wie das ursprünglich von den Japanern geraubt Gold der Chinesen, das die USA mithilfe der CIA und einem Dissidenten suchen ließen und gefunden hatten. Nach dem 2. WK gehörten den vorher hochverschuldeten USA über die Hälfte des weltweiten Goldes.

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Vittorio Ferretti 11.05.2009, 09:48
4.

Weiss man, wieviel Gold in Merker gelagert war?

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11.05.2009, 13:07
5.

Laut des Eizenstat-Berichts von 1997 lagerten in Merkers rund 400 Millionen Reichsmark in Gold.

http://www.state.gov/www/regions/eur/ngrpt.pdf

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Vittorio Ferretti 11.05.2009, 15:31
6.

Da 4,2 RM einem US $ (0,81 G Gold) entsprachen, lagerten also ca. 80 t Goldmetall in Merker. Das ist fast ein Drittel % der heutigen 3.000 t Goldreserven der BRD. Diese lagert bekanntlich überwiegend im Keller der Federal Reserve Bank in Manhattan.

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Kai Bonte 14.03.2014, 12:04
7. Goldrausch im Salzbergwerk

Wertvolle Gemälde, glitzerndes Gold, kofferweise Banknoten: Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges machten amerikanische Soldaten in Thüringen eine spektakuläre Entdeckung. Sie fanden den wohl größten Schatz der Nazis - 420 Meter unter der Erde. Von Insa van den Berg

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