Forum: einestages Blogs
Gründung der Grünen vor 40 Jahren: Pfarrer, Grafen und Bauern mit (Sonnen-)Blume
Heinrich-Böll-Stiftung/ Archiv Grünes Gedächtnis

Mitte März 1979 gründete sich in Frankfurt eine "Sonstige Politische Vereinigung" und nannte sich "Die Grünen". "Sie waren alle kleine Missionare, viele Egozentriker, Spinner und Blödmänner" - so beschreibt es einer, der dabei war.

David Braben 15.03.2019, 15:00
1. Da ist offenbar eine Zeile verlorengegangen

Der Text "Baldur Springmann (italienische Partito Radicale, Italien)" erscheint unsinnig und ist offenbar durch Auslassung von Gerda Degen und Marco Pannella zustandegekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Susanne Zenner 15.03.2019, 15:58
2. Man könnte das auch anders interpretieren:

""Wir hatten Exhibitionisten dabei, Joseph Beuys, Petra Kelly und auch Roland Vogt. Sie waren alle kleine Missionare. Von heute aus gesehen gab es anfangs viele Egozentriker, Spinner und Blödmänner in der Partei."
Es waren Charaktere dabei, Außenseiter, Überzeugte , eine bunte Mischung von schrägen Leuten, das Gegenteil der heutigen Main- Stream- Schlipsträger ( und Schlipsträgerinnen, denn die gibt es genauso) , die meist "irgendwas mit Ökonomie" studiert haben , deren Credo der Neoliberalismus ist, und die so austauschbar wie langweilig sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Karl Unold 16.03.2019, 05:27
3. ...und Alphatiere

Petra Kelly und Gerd Bastian drehen sich im Grabe um. Die Machtoption brachte sie in die Regierung Schröder. Ihr Kernanliegen, AKW, brachte die CDU Kanzlerin zum Erfolg und stellte nach Fukushima die AKW ab. Mehr als peinlich, eigentlich eine volle Klatsche. Es folgte der switch zur CDU, in Hessen und im Ländle. Dort stellt man sogar den OB, Fritz the Cat. Und baut S21, hat die schlechteste Luftqualität der BRD als Sklave der Autobosse. Ganz neue Töne vom OB aus Tübingen, der an die Enteignung denkt. Und jetzt rasch ins AKK- Lager mit 20% Wahlprognose. Die Models, die heute an der Parteispitze sind, besonders der Habeck Hype, wollen wieder ans Ruder. Rot Grün war gestern. Schwarz Grün ist heute. Mit 1979 hat das alles nichts mehr zu tun. Alles ganz menschlich. Die Machtoption ist besser als die Fundamentalopposition. Basta.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Martin Blessing 16.03.2019, 08:54
4. Wilder Haufen das....

... erst recht im Vergleich zu den entsetzlich kleinbürgerlichen und spießigen Nachfahren! Damals stand Grün noch für kritische Unangepasstheit bis hin zur Fundamentalopposition - ach Özdemir, ach Göring, ach Baerbock, ach Habeck...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Peter Vogel 17.03.2019, 09:37
5.

Steve Jobs sagte einst: "The people who are crazy enough to think that they can change the world are the ones that do!" Die Urgrünen haben sehr viel dazu beigetragen, dass sich in diesem Land einiges geändert hat. Ich hoffe, dass auch das für die Fridays for Future Bewegung gelten wird, die heute leider noch von vielen Leuten und Politikern nicht erst genommen und belächelt wird. Wer da wie Christian Lindner noch mit Schulpflicht argumentiert, der ist wahrlich ewig gestrig im Geiste geblieben!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Thomas Grimberg 18.03.2019, 11:48
6.

Es ist ein Deutsches Phänomäen, aber auch ein weltweites. Es wird nach Fusion gesucht. Alles soll einheitlich dastehen. Das geht aber erst durch die Markierung von anderen Ansprüchen. Daraus kann sich erst ein ganzes ergeben. Und wenn die Masse einem falschen Signal folgt, wird sie es auch in allem tun, was sie darstellen.Es ist alles nur so weniger gut, wie es weniger schlecht ist. und das ist zu wenig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Marc Schoenefeld 18.03.2019, 16:05
7. Korrektur zum Photo Flower-Power

Hier ist die EXIF-Info vollständiger ist als die redaktionelle Bildunterschrift: Die Grünen verstanden sich von Anfang an auch als europäisches Projekt. Anfang April 1979 in Brüssel. Vorn: Roland Vogt (deutsche Liste, die Grünen);¨mittlere Reihe v.l.n.r.: Joseph Beuys, Manfred Siebker (Grüne), Solange Fernex (französische Liste "Europe Ecologie"), Baldur Springmann und Gerda Degen (Grüne), Marco Panella (italienische Partito Radicale, Italien); hintere Reihe v.l.n.r.: Marc Dubrulle (flämische Liste) und Merete Mattern (Grüne); Luc Versteylen (flämische Liste).; Petra Kelly, Wilhelm Knabe, Milan Horacek (Grüne), Jonathan Tyler (britische Ecology Party); Maurits Henkemann und Ad Melkerts (niederländische Politieke Partij Radikalen).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Holmer Drews 18.03.2019, 16:31
8. Baldur Springmann bei der NPD

Seit Jahren wundere ich mich schon darüber, dass Baldur Springmann in Schleswig-Holstein bei den Grünen als Wahlkandidat aufgestellt worden ist. Bevor er zu den Grünen kam, ist er nach meinem Gedächtnis Walhkreiskandidat für die NPD im Wahlreis Bad Oldesloe-Bad Segeberg gewesen. Wieso ist das damals nur niemandem aufgefallen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Heinz Kopka 22.03.2019, 18:36
9. Tolle Leistung in der Energiepolitik aber ...........

..... ansonsten die Cafe Macciato Fraktion , die zu Recht von AKK kritiesiert wurde.
Es gibt sicher keine unwichtigen Themen , aber Prioritaeten sind dieser Partei unbekannt.
Deren Politik lebt geradezu , etwas zu vertreten was nur der Bildungsbuerger versteht.
Und wer ein solcher sein will , vertritt welche Meinung ?
Wenn erst die AFD verschwunden ist ( hoffentlich bald ) werden auch bei den Gruenen die Werte in den Keller gehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren