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Holocaust: Der Fotograf von Auschwitz
AFP

Wilhelm Brasse war Häftling in Auschwitz. Er überlebte, weil die Nationalsozialisten ihn als Fotograf einsetzten. Seine Porträts zeigen die, die kurz darauf im Gas starben - und sind unzählige Zeugnisse des Grauens.

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Clemens Kisselbach 12.01.2015, 16:36
1. Ohne große Worte....

Beeindruckender Artikel über eine noch beeindruckender Person. Mein mein totaler Respekt gild ihm!

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Peter Alef 12.01.2015, 17:33
2. ...bin...

..ergriffen...

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Volker Eschen 12.01.2015, 17:36
3. Trifft nicht zu

"Brasse muss junge Menschen fotografieren, von denen er weiß, dass sie am nächsten Tag ins Gas gehen werden."
Diese Aussage dürfte - wenn überhaupt - nur in ganz seltenen Ausnahmefällen zutreffen. Wer als Häftling erfasst wurde, war nicht für das Gas sondern für die "Vernichtung durch Arbeit" vorgesehen.
Von den mehr als 1.000.000 Menschen, die in Auschwitz vergast wurden, hat Brasse bestimmt die meisten nicht einmal von weitem gesehen. Sie galten in der Regel nicht als Häftlinge, bekamen keine Nummer eintätowiert und wurden ganz bestimmt nicht photographiert.

Dass Wilhelm Brasse viele, die später auf andere Weise ermordet wurden oder an Hunger oder Krankheit starben, photographiert hat, ist natürlich trotzdem ein wichtiger Beitrag zur Geschichte des Lagers.

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Hans Gabel 12.01.2015, 17:49
4. Bild 15 der Bilderstrecke

Das Bild 15 der Bilderstrecke ist falsch beschrieben. Es ist keinesfalls das Lagertor von Auschwitz- Birkenau zu sehen, sondern das Lagertor des Stammlagers Auschwitz. Das Stammlager und das Außenlager Birkenau waren räumlich deutlich getrennt und glichen sich auch keineswegs in Erscheinung und Aufbau, insofern ist die Verwechslung merkwürdig. Vllt könnten sie dies korrigieren.

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Bernd Freitag 12.01.2015, 18:51
5. Bild 15

Da muss ich Herrn Gabel zustimmen. Bild 15 zeigt eindeutig den Eingang vom Stammlager in Auschwitz "City". Birkenau liegt einige Kilometer weit entfernt mitten auf den Äckern der polnischen Pampa. Die Menschenversuche fanden im Stammlager statt. Birkenau war das eigentliche Vernichtungslager.

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Thomas Messinger 12.01.2015, 21:05
6. ...es bricht mir das Herz

...wenn ich diese armen Menschen sehe.
Sie sind einem pötzlich so nahe....als ob man in der Situation dabei war.
Diese dreckigen Scheiß-Nazis....

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Edgar Michahelles 12.01.2015, 21:22
7. Ergreifend

Die Menschen, ihre Schönheit, Vergänglichkeit, Fragilität, Mut und Hoffnung.... Leben und Tod: Ergreifend!

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Reiner Engelmann 12.01.2015, 22:00
8. Czeslawa Kwoka

Czeslawa Kwoka heißt das polnische Mädchen, das zusammen mit ihrer Mutter nach Auschwitz deportiert wurde. Mit einer Gruppe weiterer
Mädchen und Frauen wurde sie zum Erkennungsdienst gebracht, um für die Kartei fotografiert zu werden. Als die Aufseherin, ein weiblicher Kapo, sie mit ihrer Nummer aufrief, weil sie die nächste sein würde, verstand Czeslawa nicht, was man ihr sagte. Sie war ein polnisches Mädchen und verstand nur polnisch - die Aufsehrerin nannte aber die Häftlingsnummer in deutscher Sprache, die Czeslawa nicht verstand. Dafür bekam sie einen Schlag mit einem Stock ins Gesicht - die Lippen platzten auf und bluteten.
Czeslawa Kwoka - eine winzig kleine Geschichte, in drei Minuten von Wilhelm Brasse fotografiert - aber drei ganz wichtige Minuten, die uns bis heute das Bild des Mädchens bewahren, um uns an sie und ihr kurzes Leben erinnern zu können. Sie ist nicht mehr das Häftlingsmädchen mit der Nummer - sie hat wieder ihren Namen, der mit den Fotos verbunden ist. Und damit auch wieder ihre Würde.

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Frank Boehme 12.01.2015, 22:36
9. Bieszczady-Gebirge

"...über das Bieszczady-Gebirge an der Grenze zu Ungarn zu fliehen".
Heutzutage liegt zwischen dem Bieszczady-Gebirge und Ungarn der oestlichste Zipfel der Slowakei und auch ein Teil der Ukraine. Gehoerten diese Geibiete damals zu Ungarn?

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