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Hotel der Kriegsverbrecher

31.10.2009, 16:40
1.

Leider hat es nach dem Krieg eine Menge hoher und höchster Nazis und SS Schergen gegeben, die in Landtagen und hohen politischen Ämtern weiter Dienst taten.
Leider, leider hat eine saubere Aufklärung NIE stattgefunden,
Viel zu viele wurden als sogenannte "MITLÄUFER" eingestuft, wie Schleyer - SS Mann der ersten Tage und aus Überzeugung - Filbinger, Weyer, Willy, Zogelamnn etc etc .
All diese Nazis erfuhren in der FDP, der CDU und natürlich der CSU eine neue warme Heimat.

In den hochtrabenden Broschüren zum 60. Geb der jeweiligen Landtag
wurde NICHTS darüber berichtet.
Deutschland hat weiter panische Angst, die Nachkriegsganoven beim Namen zu nennen.
Interessant dazu die von der Linken NRW in Auftrag gegebene Studie: Das vergessene braune Erbe von Dr. Klepsch aus Oct 2009!!!

Zu Stauffenberg, der ja selbst ein glühender Hitler-Anhänger war und zum deutschen Offizierskorps könnte man vieles sagen.
Feige waten sie alle, selbst Keitel und Jodl.

Ohne all die netten Adelsgeschlechter, deren Söhne meist hohe SS Funktionen ausübten, ohne die nette preussische Generalität und ohne die Unterstützung der Großindustrie, sowie der US Industrie und Banken (selbst jüdische wie Wormser oder Warburg, hätte der NS-Wahn nicht stattfinden können.
Das Buch "Trading with the enemy", welches die Unterstützung der US Industrie für Hitler (Standart Oil fieferte bis zum Schluss Treibstoff an Hitler, Dupont lieferte die Bombenzünder an die Nazis statt an die US Army, General Motors lieferte weiter LKW an Hitler) aufzeigt, durfte in Deutschland nicht erscheinen??
Selbst Großvater Bush, Presscot machte seine Geschäfte mit dem Stahlwerk neben Auschwitz und bekam als "Engel der NAZIS" in den 50er Jahren eine satte Entschädigung, weshalb er ein Vermögen machen konnte und sein Sohn und sein Enkel sogar Mr. Präsident werden konnten.

Hätten Krupp, Thyssen, Karsadt, Deutsche Bank und all die anderen nicht alles finanziert, es hätte NIE einen Hitler geben können.

Und nach dem Krieg haben wieder alle geschwiegen, von Adenauer angefangen bis zu den ganzen hohen SS Offizieren. Alle haben sie wieder fleissig mitgespielt.
Erst jetzt kommen viele Wahrheiten wie Quandt, Thyssen, Reemtsma etc ans Licht.

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31.10.2009, 16:40
2.

Man hätte in dem Beitrag schon erwähnen können, dass die Gefangene dort nicht wie Hotelgäste behandelt wurden. Die Amerikaner haben ihnen schon gezeigt, was sie von ihnen hielten. Die Zimmer verfügten nach einiger Zeit über kein fließendes Wasser mehr und wurden bis auf eine Sanitätstrage als Bett ausgeräumt. Von Luxus war keine Rede mehr!

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31.10.2009, 16:40
3.

"Das Lager mit dem Codenamen "Ashcan", zu Deutsch: Mülleimer."

Ist der ganze Artikel so gut recherchiert?

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C.F. Romberg 31.10.2009, 16:40
4.

Camp Ascheimer ist der richtige Titel ;(

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31.10.2009, 16:40
5.

"ashcan" ist kein "Mülleimer". Es handelt sich um eine leere Konservendose (can), die an Stelle eines Aschenbechers (ashtray) benutzt wird.

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Till Eulenspiegel 01.11.2009, 09:44
6.

Ashcan = Mülleimer??? -- wäre das nicht 'trash can' (shurely not!?)

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Alexander Drewes 08.11.2009, 12:27
7.

Johann Ludwig (Lutz) Graf Schwerin von Krosigk war während der gesamten Zeit des Nationalsozialismus Reichsfinanzminister (in der international nicht anerkannten geschäftsführenden Regierung nach dem Selbstmord Hitlers Reichskanzler, Außen- und Finanzminister); die Funktion des Außenministers übte er also nur wenige Tage aus. Die drei Außenminister zwischen 1933 und 1945 waren Konstantin Freiherr von Neurath (seit 1932, bis 1938), Joachim von Ribbentrop (1938-1945) und im Jahr 1945 Schwerin von Krosigk.
Ein bisschen verwundert bin ich über die Gleichsetzung von Claus Schenk Graf von Stauffenberg mit Alfred Jodl und Wilhelm Keitel. Jemandem wie Keitel Opportunismus zu unterstellen halte ich durchaus für angängig, bei Jodl liegt dien Sachlage - studiert man nur einmal die über ihn verfertigte Literatur genauer - schon deutlich anders. Von Stauffenberg in dieselbe Reihe zu stellen halte ich allerdings für negative Geschichtsklitterung. Zwar ist es ohne jeden Zweifel richtig, dass v. Stauffenberg den Beginn des Nationalsozialismus nahezu euphorisch empfunden hat, allerdings hat sich bei v. Stauffenberg insbesondere in dem 1940er Jahren ein tief greifender Sinneswandel vollzogen. Er hielt Hitler bereits weit vor dem 20. Juli 1944 für ein Unglück für Deutschland.
Richtig ist allerdings sicherlich, dass es - mindestens im ersten Jahrzehnt der Bundesrepublik - ein gesellschaftliches Schweigekartell gab, anders hätten Männer wie Hans Globke (als Ministerialdirigent von 1949 bis 1953 und von da ab bis 1963 als Staatssekretär im Bundeskanzleramt) oder Theodor Oberländer (1953 bis 1960 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte; das Ministerium figurierte bis 1954 als ein solches für die Angelegenheiten der Vertriebenen). Es gab bei beiden eine intensive politische Diskussion über ihre politische Vergangenheit während der NS-Zeit, die Oberländer auch zum Rücktritt zwang. Eine breitere Diskussion darüber, wie die Bundesrepublik mit NS-Tätern umgehen sollte, fand allerdings erst nach dem 1958 staffgefundenen Ulmer Einsatzgruppen-Prozess statt und es stellt sicherlich kein Ruhmesblatt der deutschen Geschichtsforschung dar, mit einer Aufarbeitung des Nationalsozialismus weitgehend bis in die 1960er Jahre zugewartet zu haben.

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28.10.2010, 11:31
8.

an alle Freunde der wörtlichen Übersetzung im Forum:

wer nachschlägt, findet:

z.B. pons
ashcan = Mülleimer/Mistkübel (öster.) /Kehrichteimer (ch.)

selbst google übersetzt richtig: Mülltonne

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23.04.2012, 15:31
9.

Meines Wissen nach wurde Streicher im Juni 45 von den Amerikanern festegenommen und nicht Juni 46; zu diesem Zeitpunkt ging der Nürnberger Prozess der Hauptkriegsverbrecher bereits in seine Endphase.

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Kai Bonte 14.03.2014, 12:05
10. Hotel der Kriegsverbrecher

Es waren Szenen wie aus einem Irrenhaus: Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs internierte die US-Armee 52 Nazi-Größen in einem Kurhotel in Luxemburg. Karrieristen, Militärs und hasserfüllte Antisemiten wohnten plötzlich unter einem Dach - und boten ein skurriles Bild zwischen Eitelkeit und Wahn. Von Philipp Schnee

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