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Mai 1968 in Frankreich: "Unter dem Pflaster liegt der Strand"
AP

Während in anderen Ländern Studenten wegen des Vietnamkriegs oder politischer Missstände auf die Straße gingen, begannen die Mai-Unruhen in Frankreich eher banal: mit der Empörung über geschlechtergetrennte Schlafräume.

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Angst Hase 13.05.2018, 21:08
1. So ganz kann ich das immer noch nicht nachvollziehen!

Ich bräuchte mal einen guten Literaturhinweis, um 68 global nachvollziehen und verstehen zu können, v.a. auch unter dem Gesichtspunkt dass "die 68er" für die Rechte "an allem Schuld' sein soll. Dank G20 in meiner Heimatstadt HH fällt es mir schwer zu verstehen, wie ein paar tausend randalierende Studenten (damals v.a. Kinder der Oberschicht) irgendwas hätten bewegen können sollten.

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Franziska Kreß 14.05.2018, 11:23
2.

Erstens, der Bildungsminister hatte recht. Zweitens, was ist schlimm an geschlechtergetrennten Schlafräumen? Es gab und gibt viele gute Gründe für Protest (damals z.B. der Vietnamkrieg), aber das ist lächerlich. Aber der "rote Dahny" war sowieso eher eine lächerliche Figur.

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Volker Podworny 15.05.2018, 17:53
3. ewig gestrige (post 2)

mit den altbackenen Moralvorstellungen der 50er Jahre ist es für die ewig gestrigen natürlich ein Problem, daß es gemeinsame Schlafräume gibt. Das ist aber eigentlich auch egal. Vögeln kann man schließlich überall.

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Franziska Kreß 15.05.2018, 19:25
4. Herr Podworny

Was haben getrennte Schlafräume (die es noch heute gibt) mit "altbackener Moral" zu tun? Es hat den Studenten schließlich niemand den Sex verboten, aber nach Geschlechtern getrennte Toiletten, Umkleideräume und Schlafsäle gibt es noch heute. Deswegen einen Aufstand anzuzetteln zeugt lediglich davon, daß die Studenten offenbar noch lange in der Pubertät verharrten.

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Volker Podworny 16.05.2018, 09:32
5. @Franziska Kreß*

Ich seh darin kein Problem das es gemeinsame Bad und Schlafräume gibt. Aber ich muß ihnen recht geben. Deshalb einen Aufstand anzuzetteln ist schon grotesk. Aber es war auch nur der Aufhänger für das was im Mai 68 in Paris passierte.

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Franziska Kreß 16.05.2018, 14:40
6.

Ich hätte ein Problem mit gemeinsamen Bäder und Schlafräumen. Und viele die ich kenne (eher die Frauen als die Männer). Das hat nichts mit Prüderie zu tun, sondern mit einer gewissen Intimsphäre. So etwas darf man niemanden aufzwingen. Etwas anderes ist es, wenn es einem Studenten verboten wird im Einzelzimmer seiner Freundin zu übernachten. Wer keinen Sex hat, weil es keine gemeinsamen Schlafräume gibt ist dämlich.
Natürlich soll man Anlaß und Ursache nicht verwechseln (der "Prager Fenstersturz" von 1618 war bekanntlich nur Anlaß und Auslöser des Dreißigjährigen Krieges nicht die Ursache), und es gab damals viele Gründe zum Protest. Cohn-Bendit aber war, ist und bleibt ein Schwätzer den man nicht ernstnehmen kann.

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Franziska Kreß 16.05.2018, 16:12
7. @Volker Podworny

Es gibt viele (hauptsächlich jene weiblichen Geschlechts) die doch ein Problem mit gemeinsamen Schlaf- und Wachräumen haben. Zwischen absoluter Prüderie und absoluter Freizügigkeit ist reichlich Platz. Die eine sonnt sich mit, die andere ohne Bikinioberteil, und Mädels möchten gern unter sich sein (Jungens und Männer möchten doch auch mal "weiberfreie Zonen"). Prüde wäre es natürlich, wenn man dem Studenten verbieten würde, bei seiner Freundin (im Einzelzimmer) zu übernachten. Wer keinen Sex bekommt, weil es keine gemischten Schlafräume gibt, will entweder keinen oder ist einfach nur zu dämlich.

Natürlich war diese Sache nicht die Ursache sondern nur Anlaß und Auslöser der Krawalle/ Proteste (so wie ja der "Prager Fenstersturz" 1618 auch nicht die Ursache des Dreißigjährigen Krieges gewesen war, sondern nur der Auslöser).

Aber Cohn-Bendit ist ein unsympathisches Großmaul, spätestens seit der Sache mit den kleinen Mädchen dürfte das bekannt sein. Aber man muß zugeben, er verstand es schon immer, sich gut zu verkaufen.

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Volker Podworny 16.05.2018, 23:37
8. @Franziska Kreß

Ich bin etwas irritiert wegen post 6 & 7, fast der gleiche Inhalt. Aber egal. Ich muß eingestehen das wir in einigen Dingen garnicht soweit auseinander liegen. Der Grund warum mir der Kamm geschwollen ist war der zweite Satz ihres post Nr.2. Natürlich hab ich meine vermeintlichen Vorurteile bestätigt bekommen. Franziska Kreß kann nur Konservativ, rückwärtsgewandt mit den Moralvorstellungen der 50er sein. Da hab ich wohl ins Fettnäpfchen getreten bzw. darin gebadet. Zumindest haben Sie die gleiche Abneigung gegen Cohn Bendit wie ich sie habe. Ich geh noch einen Schritt weiter. Er ist nicht nur ein Schwätzer, er ist eine Darmendausscheidungsöffnung. Muß ich so bezeichnen, sonst lauf ich Gefahr das mein Beitrag nicht ins Forum gestellt wird.

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Franziska Kreß 17.05.2018, 19:53
9.

Mein Computer ist abgestürzt, kurz nachdem ich den ersteren Kommentar geschrieben habe und ich dachte, er wäre nicht mehr übertragen worden. Daher fast der gleiche Inhalt nur mit etwas anderen Worten. Konservativ bin ich schon, aber nicht viktorianisch. Ich möchte auch nicht in der Zeit des "Kuppelparagraphen" leben. Ich bin keine 68erin (das war lange vor meiner Zeugung) und weiß nur, was ich darüber gelesen, gesehen habe (deshalb bin ich vielleicht auch ein bißchen objektiver als manche Zeitzeugen), aber ich habe den Eindruck, daß gerade bei den Achtundsechzigern jene noch heute am meisten von den Medien hoffiert werden, die die damals die größte Klappe hatten und die spektakulärsten Aktionen veranstalteten. Manche waren harmlose Spinner (wie Langhans) andere schon recht gefährlich (wie der Antisemit Kunzelmann, der keineswegs nur ein harmloser Puddingwerfer gewesen ist) und dann natürlich die Uschi Obermaier die aus irgendeinem Grund als eine Ikone der Emanzipationsbewegung gefeiert wird, weil sie mit ein paar Prominenten geschlafen hat.

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