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Massaker am Wounded Knee: Blut färbte die Prärie
J.C.H. Grabill/Library of Congress

Ohne Gnade schossen sie auf Frauen, Kinder, Flüchtende. Vor 125 Jahren metzelten Soldaten Hunderte Sioux nieder. Die Trägödie am Fluss Wounded Knee zählt zu den Schandflecken in der Geschichte der USA.

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Emanuel Gold 29.12.2015, 11:30
1.

Wounded Knee war nur eines in einer ganzen Reihe von brutalen Massakern an der amerikanischen einheimischen Bevölkerung durch die europäischen Zuwanderer. Man sollte sich durchaus auch an die Massaker von Wachita oder von Sand Creek erinnern, bei dem friedliche Frauen und Kinder niedergemetzelt wurden, während die Mehrzahl der Männer auf der Jagd oder der Suche nach einem anderen Lager war.

Es gab viele Custers und Chivingtons in der amerikanischen Geschichte, aber kaum jemals eine Entschuldigung, oder gar Entschädigung.

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werner koehler 29.12.2015, 11:42
2. Und das in Gods Own Country

Da muss aber echte saure Gurkenzeit herrschen, dass SPON so ein unappetitliches Thema so hoch hängt. Es ist umso erstaunlicher, wenn man berücksichtigt, dass es um das Land geht, das uns nach dem WKII beigebracht hat wie man seine schmutzige Vergangenheit aufzuarbeiten hat. So macht man sich keine Freunde, drüben über dem Teich.

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Sebastian Freund 29.12.2015, 11:44
3. kurze anmerkung

man sollte erwähnen, dass die gefallenen US-soldaten fast ausschließlich durch "friendly fire" starben, bedingt durch die kreisförmige formation der soldaten.

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KD Meier 29.12.2015, 12:08
4. Indianerkriege

Alle Indianer Nordamerikas hatten u. a. unter dem Ruf der extremen Grausamkeit zu leiden der ihren Verwandten auf den suedlichen Ebenen durchaus zu Recht anhing: Den Apache, Kiowa u. Commanche.
Auch militaerisch waren diese Indianer das groesste Problem fuer die US-Armee. Nicht umsonst wurden US-Kampfhubschrauber nach diesen Voelkern benannt. Das Umgang mit Indianern auch weitgehend o. Kriege u. Massaker geht, haben die Franzosen vorgemacht.

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Thomas Berger 29.12.2015, 12:18
5. Spionage + Geheimnisverrat

Würde der Autor dieses Artikels diesen kurz nach dem Massaker veröffentlicht haben, dann wären nach heutiger Rechtslage er und seine Informanten wegen Geheiminisverrats zu jahrzehntelanger Haft verurteilt worden.

Die USA sind kein demokratischer Rechtsstaat mehr. Freiheit für Chelsea Manning.

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Peter Lustig 29.12.2015, 13:04
6. @werner koehler

Ich glaube das stimmt so nicht und ein grosser Teil der inneren Spannungen hier in den USA kommen davon das mann hier sich nicht offen mit seiner Vergangenheit auseinander setzt und viele Sachen wis zb. die Rebel Flag immer noch glorifiziert werden als im Gegensatz zu Deutschland wo man offener mit der Vergangenheit umgeht.

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Helmut Böhlke 29.12.2015, 13:12
7. Tragödie und Schandfleck

Kein Ruhmesblatt für die USA. Hat sich schon mal ein US-Präsident bei den Indigenen Einwohnern Nordamerikas entschuldigt dafür? -Und nach Wounded Knee machten die USA weiter so -in vielen anderen Ländern.

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Michael Klein 29.12.2015, 13:17
8. schandfleck...

hoert sich irgendwie als ausnahme an. aber dieser schandfleck war eher die regel.
nur ein toter indianer ist ein guter indianer das war und ist heute immer noch die realitaet im land der unbegrenzten moeglichkeiten. indianer werden immer noch
ins politische abseits gedraengt damit sie ihre legitimen ansprueche auf ihr land
aufgeben.

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Götz Vollweiler 29.12.2015, 13:27
9. Thanksgiving

Der beste Beweis, wie wenig die US-Amerikaner verstanden haben, dass ihr Land auf Völkermord basiert ist dieses komische "Familienfest" namens "thanksgiving": Darin wird daran erinnert, dass die Ureinwohner den ersten Siedlern über den Winter halfen.

Diese dankten es ihnen, indem sie sie später gnadenlos massakriertren.

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