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Plattenlabel Blue Note: Wie zwei deutsche Emigranten dem Jazz eine Heimat gaben
Getty Images/ Michael Ochs Archives

It must schwing! Tanzen konnten Alfred Lion und Francis Wolff nicht - und leisteten dennoch den wichtigsten deutschen Beitrag zur Jazzgeschichte: Vor 80 Jahren gründeten die Berliner das legendäre Label Blue Note.

Jürgen Rech 03.01.2019, 22:15
1. Coltrane & Davis

Danke für diesen symphatischen Artikel. In der Fotoserie ist Ihnen leider ein Fehler unterlaufen: Bild 16 zeigt Miles Davis mit John Coltrane im Jahr 1960 in Chicago - und nicht mit Sonny Rollins.

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Mark Verheijen 03.01.2019, 22:36
2. Sehr ähnlicher Artikel

Hat der Autor die Zeitschrift „dummy“, aktuelle Ausgabe mit dem Thema „Schwarz-weiߓ gelesen? Dieser Artikel liest sich sehr ähnlich und hat einen vergleichbaren Duktus. Auch die Anekdoten ähneln sich. Aber vielleicht ist es ja nur Zufall...

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Vera Hahn 04.01.2019, 17:11
3. Sensationeller Film

"It must Schwing" ist eine großartige Hommage an die beiden Blue-Note-Gründer und für Jazzfreunde eine Delikatesse!

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Walter Foerderer 04.01.2019, 20:30
4. Blue Note

Danke, die Sendung werde ich mir anschauen.

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06.01.2019, 07:47
5. Blue Note war die Avantgarde des Jazz

Dieser Spruch " It must schwing" hört sich wirklich lustig an. Aber Blue Note steht letztlich für den Beginn der Avantgarde des Jazz mit Davis, Coltrane, Coleman, Monk und so Unbekannten wie Elmo Hope oder Herbie Nichols.
Und die Plattencover vermitteln das. Das tragische an dieser Entwicklung: Der Jazz wurde eine Musik zum zuhören und war kaum noch tanzbar, Damit verlor er seine Bedeutung und wurde durch Doo-Woop und Rock
abgelöst.

Das ist dann vielleicht die Tragik von Blue Note und des avantgardistischen Jazz: Miles Davis, Coltrane und Ornette Coleman stehen für den letzten Höhepunkt des Jazz, von da ab ging es bergab. Der Jazz erreichte niemals mehr die Massen und den Erfolg wie in den Dreißigern und Vierzigern. Das ist sicher auch die Tragik von Blue Note. Interessant daran ist, das die Popmusik sich im Moment in eine ähnliche Richtung entwickelt: Auf der einen Seite tanzbare Musik von David Guetta, Rihanna und Kate Perry, die tanzbar ist aber sich auch gut für Supermärkte und Rolltreppen eignet. Auf der anderen Seite die eher anspruchsvollere Popmusik, die kaum noch tanzbar ist. Die lebt nur noch für Eingeweihte und Kenner auf Konzerten und im sollen Kämmerlein zuhause weiter. Auch für die Popmusik gilt inzwischen, was Zappa über en Jazz sagte: "Er ist nicht tot aber riecht schlecht".

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