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Röntgen-Pioniere: "Ich habe meinen Tod gesehen"

Deutsche Fotothek /Franz Stoedtner Vor 120 Jahren entdeckte Conrad Röntgen die X-Strahlen im Labor. Der Mensch von innen - eine Sensation, ein Jahrmarkt-Gag. Von den gefährlichen Nebenwirkungen ahnte er noch nichts. Völlig verstrahlt starben Forscher und Mediziner zu Hunderten.

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dieter gerling 12.11.2015, 15:22
1. Meine Großmutter...

kannte noch Röntgenapparate, die in Schuhgeschäften standen. Man konnte damit sehen, ob die neuen Schuhe richtig passen. Ob sie sie benutzt hat, ist nicht überliefert. Vermutlich nicht, denn sie starb im Alter von 104 Jahren.

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12.11.2015, 15:29
2.

Also der Film- faszinierend, habe ich noch nie gesehen. Was für eine Strahlendosis, dafür muß man ja 25*je Sekunde geröntgt werden. Und man braucht eine Röntgenoptik für die Filmkamera, oder hat man den Flureszenzschirm abgefilmt? 1936 wusste man doch, daß das gefährlich ist.

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Thomas Dette 12.11.2015, 15:35
3.

In Salamander Schuhgeschäften der späten 60er standen Röntgenapparate um seine Füße in den Schuhen zu durchleuchten. Ich habs überlebt, meine Füße auch:-)

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Thomas Dette 12.11.2015, 15:38
4.

Ahh, gerade den Artikel über die Schuhgeschäfte gelesen die diese Röntgenapparate aufgestellt hatten. Netter Zeitvertreib für uns Kinder........was für ein Wahnsinn:-)

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Fritz Steiner 12.11.2015, 15:38
5. Konrad Röntgen war im Briefkontakt

mit einem österreichischen Physiker. Der berichtete dem Röntgen über eine seltsame Schwärzung seiner Photopapiere, die er in Schublade unter dem Experimentiertisch abgestellt hatte. Er warf die Frage auf: ist es möglich, das ihm die verpackte und in der Schublade verschlossene Photomaterialien eine durchdringende Strahlung seiner Kathodenröhre verursachte?
Das war für den cleveren Konrad geradezu eine Anleitung und gleich hat er alles veröffentlicht. Publish, or perish- galt schon damals.

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Carsten Jost 12.11.2015, 15:49
6. Hat sich nicht so viel zu heute geändert

Die Kraftwerksbetreiber behaupten immer noch, dass es in der Nähe ihrer AKW kein erhöhtes Krebsrisiko bestünde.

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Markus Döring 12.11.2015, 16:12
7. Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich...

@Carsten Jost: Sie übersehen nur geflissentlich, dass die Messtechnik in den letzten 120 Jahren doch ein paar klitzekleine Fortschritte gemacht hat.

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Minkowski Seyrich 12.11.2015, 16:37
8.

@Detlef: Sie können keine Optiken für Röntgenstrahlen bauen wie sie es von Lichtkameras gewöhnt sind. Der Effekt der Linse auf die Röntgenstrahlen ist ca. eine Million mal geringer. Heutezutage gibt es Röntgenlinsen (meist aus Silizium oder Beryllium), die Qualität von Lichtoptiken erreichen diese aber nicht.

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Imke Otremba 12.11.2015, 16:39
9. Rheinisch?

Remscheid gehört zwar zur Metropolregion Rhein-Ruhr, wir mögen aber lieber unsere Klassifikation als Teil des "Bergischen Landes". Aber wegen der Grafen von Berg, nicht wegen der vorhandenen Berge.
Das Röntgenmuseum hier lohnt übrigens einen Besuch, für Groß und Klein.

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