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Schatzinsel Oak Island: Geldgrab der Goldgräber
History

Bauunternehmer, Leinwand-Cowboy oder US-Präsident - hier hat fast jeder mal den Spaten in die Hand genommen: Auf der kleinen kanadischen Insel Oak Island suchen Abenteurer seit 220 Jahren nach einem Schatz. Ohne zu wissen, wonach sie eigentlich graben.

Michael Bähre 09.12.2015, 14:33
1. Bodenlose Erwartungen

Interessant, aber auch irgendwie widersinnig. Wenn da wirklich jemand so gewitzt und mit solchem Aufwand einen Schatz verbuddelt haben sollte, müsste man doch annehmen, dass er auch daran gedacht haben wird ihn mal wieder bergen zu wollen. Was offenbar schwierig ist. Hat er sich da also wohmöglich selbst ein Bein gestellt? Oder hat diese Grube einen ganz anderen Hintergrund? Vielleicht handelt es sich um die berühmte "bottomless Pit", die irgendwelche besorgte Bürger sichern wollten, damit keine tollpatschigen Zeitgenossen hinein stolpern. Oder das Tor zur Hölle, das man also vielleicht lieber nicht öffnen sollte - obwohl man sich fragen muss, was da unten noch lauern könnte, was es in Syrien, dem Irak oder auch in Sachsen oder auf RTL2 noch nicht gibt. Vielleicht handelt es sich aber auch nur um eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für fanatische, von unbändiger Gier getriebene Schatzbuddler, initiiert bereits vor Jahrhunderten von besonders weitsichtigen Scherzbolden. Vielleicht ist dieses Loch aber auch der Abfluss für den, durch die Erderwärmung steigenden Meeresspiegel. Also doch lieber weiterbuddeln!

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Franz Müller 09.12.2015, 14:54
2. Spannend

Spannende Geschichte, auch wenn ich es kaum glauben kann, dass man mit den investierten Millionen nicht mehr Ergebnisse hinbekommen kann. Mit professionellem Schachtbau sollte das eigentlich bewältigbar sein? Ich werde mir wohl mal etwas mehr dazu anlesen... Ich kenne die Topografie dort überhaupt nicht, aber Kokosmatten auf Stein mit Erde ummantelt könnte ja fast ein versuch eines Deiches sein?

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Bernd Krüger 09.12.2015, 20:40
3. Nette Geschichte, die ich aber schon öfter gelesen habe.

Unabhängig, ob es einen Schatz gibt oder nicht: Wenn die baulichen Anlagen unter dieser Insel wirklich existieren (Kokosmattenfliese, Flutschächte etc.) bleibt die Frage ungeklärt, wer hat diese errichtet? Wer in der jüngeren Geschichte hatte die technischen Möglichkeiten solch umfangreiche Baumaßnahmen unterhalb des Meeresspiegels durchzuführen?

Ein Pirat, der einen großen Schatz verstecken will, "fliegt" doch dazu, vor 200 Jahren (!), keine Technik-Crew ein, die dann eine Sicherungsleistung vollbringt, an der sich heute Baufachleute mit moderner Technik noch die Zähne ausbeißen? Da wäre sein Schatz nach dem Bau weg . . . vielleicht ist ja genau das passiert :-)

Die Schatzkammer ist fertig, doch das Gold ist ausgegeben.

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Franz Müller 10.12.2015, 08:22
4. Erstaunlich

Ich finde es erstaunlich, dass es trotz der Unsummen nicht möglich war einen sauberen Schacht mit stabiler Wandverkleidung zu graben. Dann noch Spundwände in den Boden rammen und eine Pumpe rein und das Problem sollte schnell erledigt sein. Würde mich reizen mit einem Schachtbauer da mal zu graben...

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Dirk Müller-Paul 10.12.2015, 13:45
5. Märchenkram

Aaaach...so vergräbt man doch keinen Schatz. Das ist doch Märchenkram.
Das System sieht SEHR nach einem Bewässerungssystem aus, d.h. man hat den Sand, die Kokosmatten und Steine zur Filterung von Wasser (Regen? Meerwasser? Sumpfwasser?) verwendet, das über die Tunnel und Schächte an anderer Stelle genutzt werden sollte.
Höchstwahrscheinlich hat irgendein Siedler die Insel agrartechnisch nutzen wollen und hat dazu mehr Süsswasser gebraucht, als an Regen gefallen ist.
Solche unterirdischen Kanäle gibt es in nahöstlichen Ländern zu tausenden, so wurden die Oasen und Städte versorgt.
Alle Berichte über Kisten, angehackte Hände und zufällig defekte Geräte sind doch Lügenmärchen.

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Michaela Heiß 11.12.2015, 12:23
6. Bewässerungssystem

kann es keines sein, da die Kanäle mit jeder Flut Meerwasser Richtung Schacht bringen und nicht umgekehrt. Der Aufwand der Schachtbauweise spricht gegen einen "normalen" Piratenschatz, den ein Pirat ja bei Geldbedarf auch wieder möglichst schnell bergen können wollte. An geschickten und erfindungsreichen Baumeistern, die ihre Schätze für längere Zeit zuverlässig vor Unbefugten schützen wollten, kommen tatsächlich die Tempelritter in Betracht, die dank der Fischer aus der Normandie, denen die reichen Fanggründe im Nordatlantik bis hinüber zur amerikanischen Küste vertraut waren, von der Existenz dieses Landes im fernen Westen Bescheid wußten - lange bevor Kolumbus den gleichen Informationsquellen nach Westen folgte.

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Dirk Müller-Paul 16.12.2015, 19:56
7. Tempelritter-Schatz?

Zu welcher Zeit sollte das passiert sein - VOR Kolumbus?? Und dann sollen die Matten aus organischem Material tatsächlich so lange gehalten haben bei permanenter Feuchtigkeit? Und die Ritter sollen dann allen Ernstes in ein so fernes nahezu unbekanntes Land gesegelt sein, um irgendeinen Schatz zu begraben? Och nööö.
Eher hat sich da jemand vertan bei dem Versuch, Meerwasser durch Filterung zu entsalzen.
Und wenn sich da die 3 Jungs ohne aufwändiges Werkzeug durchgraben konnte, kann man wohl kaum von einem aufwändigen Versuch sprechen, einen Schatz zu verbergen. Ausserdem lässt man dann nicht eine Seilwinde über dem Schacht zurück :-D - die Geschichte ist doch lächerlich. Aber unterhaltsam ;-)
Mit der Winde wurde nur der Aushub befördert - und der Eigentümer bekam vermutlich einen Tobsuchtsanfall, als er später entdecken musste, dass ihm jemand seinen aufwändigen Bewässerungstunnel wieder aufgegraben hatte. Oder Entwässerung, egal.

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Harry Niebuhr 26.12.2017, 16:43
8. Hau weg die Kohle

Ein Spielplatz für Leute mit zu viel Geld.

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