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Showdown in der Haifischbucht
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31.03.2008, 17:33
1.

Wie geht denn die Geschichte weiter Herr Peter?

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01.04.2008, 09:55
2.

Ein interessanter Beitrag, aber voller zahlreicher offensichtlich nicht zu Ende geführte Umarbeitungen. - Es wäre schön, wenn das zu beheben wäre!

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01.04.2008, 09:55
3.

>Wie geht denn die Geschichte weiter Herr Peter?

Die australischen Wissenschaftler die die beiden Schiffe gefunden haben sind dabei in diesen Tagen Nahaufnahmen von beiden Wrecks zu machen.

Thilo Kober, Smiling Press, Canberra

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01.04.2008, 09:55
4.

Als Australier bin ich natürlich traurig, diese Geschichte zu lesen. Meine Mutter war Passagierin auf dem westaustralischen Schiff "Koolinda", das überlebenden Seeleute gerettet hat. Sie hat gelegentlich erzählt, wie sie und die anderen Passagiere die Deutschen im offenen Frachtraum beobachtet haben.
Für mich ist es rätselhaft, warum die Offiziere der Sydney so unvorsichtig am Anfang waren und warum die Rettungsboote am Ende scheinbar nicht benutzt wurden.
Hoffentlich wird die Entdeckung der beiden Wracks etwas Heilen zu diesem dunklen Kapitel deutschaustralischer Beziehungen beitragen.
Ja, ich weiß, es war Krieg . . .

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01.04.2008, 11:31
5.

Hallo Herr Peter,

vielen Dank für die Schilderung der Geschichte der Kormoran. Die Angabe, Sie hätten mit dem letzten Überlebenden gesprochen, ist aber definitiv falsch, ich habe persönlich im erweiterten Verwandtenkreis einen weiteren Überlebenden, der das Gefecht der Kormoran gegen die HMAS Sydney mitgemacht hat und dann nach mehreren Tagen auf See mit einem der Rettungsboote bei Carnarvon in Westaustralien an Land ging.

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01.04.2008, 14:26
6.

Die o. a. Wiedergabe des Geschehens ist nicht ganz korrekt:

1. Die Entfernung bei Feuereröffnung zwischen beiden Schiffen betrug lediglich 800 bis 900 Meter entgegen den damals geltenden Vorschriften z.B. der britischen Admiralität. Dies ist auch die entscheidende Ursache für den ungewöhnlichen Ausgang des Gefechts, weil sich dadurch die Überlegenheit der Waffen der SYDNEY verminderte.

2. Die Kormoran wurde nie von Torpedos getroffen, beim Ende des Gefechts wurden zwar von der Sydney mehrere Torpedos abgefeuert, diese gingen aber alle vorbei. Ursache für den Untergang der Kormoran war tatsächlich der Brand im Maschinenraum und die gelagerten Minen.

3. Es gibt heute noch mehrere Überlebende der Sydney, darunter auch mein Vater, der als Offizier während des Gefechts auf der Brücke der Sydney stand, daher auch meine Detailkenntnisse.

4. Noch eine Information bezüglich der Rettungsboote der Sydney: Beim Ende des Gefechts war die Sydney vom Bug bis zum Heck völlig in Flammen gehüllt, die Boote waren zu diesem Zeitpunkt sicherlich bereits zerstört.

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03.04.2008, 11:06
7.

Hallo Herr von Goesseln,
zum Einsatz der Torpedowaffe der Kormoran eine Frage, jetzt, da die Wracks der beiden Kontrahenten gefunden sind. Erwarten Sie, dass die beiden UW-Torpedorohre der Kormoran leergeschossen sind?
Ich freue mich, dass Ihr Vater noch zu den Ueberlebenden gehoert und die Fundposition der Kormoran alle frueheren Aussagen ihrer Besatzung endlich bestaetigt hat.

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04.04.2008, 09:00
8.

Hallo Herr Weichbrodt,

kurze Korrektur zu meinen Angaben, mein Vater stand natürlich auf der Brücke der Kormoran und nicht auf der Brücke der Sydney, ein Fehler meinerseits.

Zu Ihrer Frage bezüglich der Torpedos dazu die Info, das die Kormoran mit Beginn des Gefechts 2 Torpedos abfeuerte, wovon ein im Bugbereich die Sydneys traf, ein andere aber vor dem Bug vorbeilief. Wenn beide getroffen hätten, wäre das Gefecht sicherlich beendet gewesen. Am Ende des Gefechts kurz vor der Feuereinstelung wurden beim Abdrehen in größerer Entfernung nochmals Torpedos von der Kormoran auf die Sydney abgefeuert, welche aber nicht trafen.
Die von der Sydney abgefeuerten Torpedos, auch kurz vor Ende des Gefechts, liefen alle an der Kormoran vorbei. Die Sydney konnte ihre Torpedowaffe wohl deshalb erst so spät einsetzen, da bei Anfang des Gefechts auf kurzer Entfernung die zu den Torpedowaffen laufenden Männer der Sydney von den deutschen MGs und kleineren Geschützen direkt beschossen wurden und sie nicht erreichen bzw. einsetzen konnten.
Soviel zu den Einzelheiten, die ich von meinem Vater erzählt bekommen habe.
Ergänzend möchte ich aber neben diesen eher kriegerischen Details darauf hinweisen, daß mein Vater wie auch sicherlich alle anderen Teilnehmer des Gefechts wie auch deren Angehörigen sehr oft an den sinnlosen Tod der 645 Seeleute der Sydney denken. Die Fragen, warum nicht ein einziger gerettet werden konnte, warum überhaupt sich Deutsche und Australier beschiessen bzw. töten, beschäftigt ihn heute mit 96 Jahren noch stärker wie früher. Ich kann mich hier nur der Hoffnung anschliessen, das es solch einen Wahnsinn nie mehr geben sollte.

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Hans-Joachim Junge 23.04.2008, 11:23
9.

Guten Tag,
Mein ältester Onkel Kurt Foerster (meine Mutter ist Ingeborg Foerster verw. Schulze), diente auf der Kormoran (Kapitänleutnant IO). Zuvor hatte er das HAPAG-Motorschiff "Königin Louise" in der Ostsee kommandiert, wo es unter der Kriegsflagge des Dritten Reiches fuhr, u.a. als Minenleger. Er ist in dem Buch "Hilfskreuzer Kormoran" von Dettmer/Brennecke (Koehler-Verlag)auf Seite 30 erwähnt. In dem Buch sind zahlreiche Fotos enthalten, die ich aber wegen des Copyrights wohl nicht veröffentlichen darf. Kurt Foerster starb 1962 in Hamburg.
Barbara Junge

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09.05.2008, 18:34
10.

Hallo!
Ich kann aucvh einiges zur Kormoran beitragen!
Mein Großvater dient auf der Kormoran als Unteroffizier.
Allerdings war er kein Matrose sondern im Maschinenraum.
Ich habe ihn bereits gefragt ob er Hernn Buttner kenne aber ich verneinte.
Nun bring ich ihm mal ein Bild mit-mal schaun ob er ihn dann erkennt.
Somit kann ich also auch die Aussage, Herr Buttner sei der einzige Überlebende, verneinen.
mfg
Clemens

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