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Synthiepop-Stars Alphaville: "Richtige Instrumente konnten wir nicht"
imago/ Horst Galuschka

Mit Hits wie "Forever Young" wurden die Münsteraner Marian Gold und Bernhard Lloyd 1984 über Nacht zu Stars - dabei hatten sie als sozialistisches Kollektiv angefangen. Ein Gespräch über politische Werte und Partys mit Oligarchen.

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Jürgen Z 18.03.2019, 12:00
1. Namen

Gold (Künstlername) und Gössling (Geburtsname) ?
Ist da irgendeine Botschaft dahinter? Der eine ist mehr weltgewandter Künstler, der andere Ostwestfale?

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Frederic Furchensumpf 18.03.2019, 15:30
2. Frank Mertens?

Und wo ist Frank Mertens geblieben? Der fehlt in der Aufzählung völlig...

Mal davon abgesehen, dass "Afternoons In Utopia" viel zu oft verkannt wird. "Forever Young" ist für mich, nostalgisch gesehen, generell und mit Abstand das wichtigste Album für mich in meinem Leben, da kommt nichts anderes ran. Ich habe es 1984 zum Geburtstag geschenkt bekommen und sehe mich heute noch, wenn ich es höre, als 13jähriger an einem Samstag-Abend zwischen meinen Legos sitzen. Alphaville und Jean-Michel Jarre haben mich quasi die Liebe zur elektronsichen Musik gelehrt. Und auch danach hat mir das Album nicht nur einmal durch schwere Zeiten geholfen. Emotional hänge ich also sehr an dem Album.

Musikalisch finde ich A.I.U. aber deutlich ausgereifter und abwechslungsreicher, auch wenn sich mein absolutes Lieblingsstück von Alphaville nicht auf dem Album, sondern auf der B-Seite der Singleauskopplung "Dance With Me" zu finden ist (mit dem viel zu langen Titel "The Nelson Highrise (Sector Two: The Mirror)"). Ich zähle es dennoch zum A.I.U.-Kanon. Für mich das perfekte Album zu einem guten Buch von Jules Verne...

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Udo Fussbroich 18.03.2019, 16:55
3. Völker, hört

'Forever Young' ist allenfalls eine pubertäre Fingerübung. Der wahre Schatz ist "The Breathtaking Blue", welches bis auf zwei nicht ganz so dolle Füller nur erlesenste Songperlen enthält. Das Album ist zum Dahinschmelzen schön, klingt atemberaubend und will und will nicht altern.

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Steffen Knossalla 18.03.2019, 17:23
4. 1984 ein guter Jahrgang

Forever Young gehört auch zu meinen Lieblingsalben. Ich finde, dass 1984 ohnehin ein außergewöhnliches Jahr in der Pop Geschichte war. Ich erinnere nur an Purple Rain von Prince, Private Dancer von Tina Turner, Borne in the USA von Bruce Springsteen, Diamond Life von Sade, Welcome to the Pleasuredome von Frankie goes to Hollywood, Hunting High and Low von A-Ha, It’s my Life von Talk Talk, Like a Virgin von Madonna, um nur einige der Alben zu nennen, die 1984 mit unvergessenen Hits Musikgeschichte geschrieben haben.

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Christine Schröter 18.03.2019, 17:26
5. Fast ein Privatkonzert

Als Alphaville groß war hatte ich nichts für sie übrig. Das änderte sich am 10.08.2012 (mein 49. Geburtstag). Im Vorfeld hatte ich in Berlin Plakate gesehen für das erste Bergfunk Open Air auf dem Funkerberg (von dort wurde am 22.12.1920 Deutschlands erste Rundfunksendung ausgestrahlt) in Königs Wusterhausen.
An diesem Abend regnete es. Kein lauer Sommerregen, sondern Starkregen. Es goss wie aus Kannen. Dementsprechend wenig Publikum war dort. Ich stand mit ca. 30 Leuten direkt vor einer halbhohen Bühne. Auf eben jener turnte Marian Gold in viel zu engen Klamotten wie ein Michelin Männchen herum und lieferte eine Show ab die absolut begeisterte. Die Bühne wurde genauso nass wie wir. Es kam zu Rückkoppelungen und kurzen Ausfällen. Wen es nicht juckte war Marian Gold. Ein echter Vollblut Rock'n Roller. Ich habe meine Begeisterung in meinem Freundeskreis geteilt. Bis heute glaubt mir das niemand.

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Gösta Ahrweiler 18.03.2019, 17:28
6. Und ich möchte

Das Forever Young auf meiner Beerdigung abgespielt wird. Danke für dieses wundervolle Lied.

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Marcus Heering 18.03.2019, 17:49
7. Schön

Ach Erinnerungen.
Zeitlos.
Hätte gern mehr zum Oligarchenauftritt gelesen. Musste lachen.
Clip mit Beyonce kannte ich gar nicht. WOW!

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18.03.2019, 18:12
8. Wie sagt man: Sehr bizarr, das Interview

Ja, eine Synthesizer-Group aus der Popperzeit. Hatten ein paar Hits. Der Rest ist Vergessen. Aber bei SPON wird ein ewiges Leben garantiert. Das ist schön. Erinnert alles an die vielen englischen Sythie-Groups aus dieser Zeit, wie Heaven 17.

Irgend wie fand ich das Interview komisch. Gut, die Geschichte mit dem Künstlerkollektiv gab nochmal was her. Aber ein ganzes Leben quasi im Kühlschrank gelebt, mit 3 Hits? Haben sie auch öfters Bratkartoffeln gegessen. Was ist seit 1984 passiert? Vielleicht ist ja NIX passiert, außer Big in Münster? Bei soviel scheinbarer Leere im interview würde man für die Jungs (die jetzt ja ältere Herren sind) am liebsten ein pralles Leben erfinden. Auch wenn alles gelogen wäre.

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Markus Bahler 18.03.2019, 18:16
9. irgendwie

wiederspricht dieser Artikel bzw. lässt einiges nicht übersichtlich. Liegt wohl daran das einfach ein Interview zitiert wurde ohne das alles mal genauer zu hinterleuchten und verständlich wiederzugeben.
Heutzutage bzw. ende der 90er Anfang 2000er haben viele DJs grosse Welthits gelandet auch ohne je ein Instrument spielen zu können. Lasst Alphaville doch einfach Alphaville sein. Ich war 1983 erst 6 Jahre alt aber diese Musik schallte mir in die Ohren egal wie sie entstanden ist.

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