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Über die Mauer in den Osten
28.06.2008, 15:57
1.

Noe (damals übrigens Pressesprecher der Alternativen Liste im Abgeordentenhaus) hat die Sache schon sehr treffen geschildert. Der Morgen der Räumung war gespenstisch. Über dem Lenne-Dreieck stand ein Hubschrauber (der Briten, die West-Berliner Polizei durfte keine Hubschrauber haben) , er peitschte die Schwaden des Tränengases hoch, ein paar der Hütten branten, die Polizeikette rückte vor und dann sprangen die Besetzer über die Mauer. Eine Riesengaudi. Ich saß auch auf der Mauerkrone, ein Bein im Westen, eines im Osten. Für mich war dieser morgen der kurzfristigenWest-Ost-Anarchie immer eine erste Ahnung von dem, was dann 17 Monate später in Berlin passierte. Ich war vor gerade mal zwei Monaten nach Berlin gezogen und dachte: Was für eine durchgebratene Stadt.
Georg Diedenhofen

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Kai Bonte 14.03.2014, 12:14
2. Über die Mauer in den Osten

Plötzlich blieb nur noch der Sprung über die Mauer: Als dem autonomen Hüttendorf am Potsdamer Platz Ende Juni 1988 die Räumung drohte, entschlossen sich 200 West-Berliner zur Flucht - in den Osten. Stephan Noe erinnert sich an das skurrile Ende einer merkwürdigen Landnahme.

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