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Volksaufstand in der DDR: "Erzähl bloß nicht, worüber wir zu Hause sprechen"
Archiv Siegfried Wittenburg

In einem alten Schrank fand Siegfried Wittenburg einen belichteten Film unbekannter Herkunft - Aufnahmen aus der Rostocker Warnowwerft. Er stellte Vergrößerungen her und entdeckte Bilder, die ihn an Geheimnisse seiner Kindheit erinnerten.

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Andreas Osterhold 16.06.2015, 09:25
1. Der

Zu dem auf Bild 8 gezeigten Traktor "Aktivist" schreibt "wikipedia": "Der RS03 (Markenname „Aktivist“) war ein Standardtraktor in Blockbauweise. Er wurde von 1949 bis 1952 im Brandenburger Traktorenwerk hergestellt."
Auch das dort gezeigte Bild entspricht im wesentlichen dem auf Bild 8 gezeigten Traktor.

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Bernd Blindmann 16.06.2015, 10:32
2. Sehr schön!

Ich bin in Markgrafenheide aufgewachsen (allerdings in den 80ern) und finde den Artikel sehr spannend! Danke dafür!

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Hartmut Braun 16.06.2015, 10:49
3. Bild 9

Zitat: "Meine Mutter ärgerte sich oft über einen Mitbewohner, der nacheinander in zwei Parteien aktiv war: In der NSDAP, danach in der SED, und sich auch so benahm."

Frage: Wie benimmt man sich denn so als SED-Mitglied? Und wie benimmt sich ein SED-Mitglied, dass jetzt in der CDU ist?

Bild 27:
Zitat: "Für Rationalisierungen und Modernisierungen teilte der Staat seinem Betrieb zu wenig Geld zu."

Eigentlich sollten Sie schon wissen, dass weniger das Geld das Problem war, das damals wie heute unbegrenzt gedruckt werden konnte, sondern dass die Betriebe auch für Körbe voller Geld kein Material kaufen konnten, das praktisch nie in ausreichender Menge vorhanden war, gerade Material, das importiert werden musste, denn für die DDR-Mark bekamen Sie im Ausland nichts.

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Wolfgang Joensson 16.06.2015, 11:08
4. Beeindruckend...

....dass der Autor trotz widriger Umstände verstanden hat, um was es im Leben geht, wie man an seinem letzten Satz sieht. Diese Menschlichkeit ist es, was hoffen lässt.

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wolfgang Bergmann 16.06.2015, 11:16
5. Haben wir Glück gehabt

Ich bin Jahrgang 1944, also etwa in dem Alter des Autoren.
Manche seiner Sätze erinnern mich an eigene Erfahrungen in den Jahren.
Auch bei uns kamen ausländische Besatzer vor. Hier Briten. Wobei schlechte Erfahrungen die Bauern machten weil sie bei Manövern quer über bestellte Felder fuhren.
Wir haben Glück gehabt auf der richtigen Seite zu leben.
In 1961 nahm ich an einer Jugendaustausch Massnahme mit England teil.
Da besuchten wir auch das Bohldamm Lager in Uelzen. Tage bevor die Mauer in Berlin errichtet wurde. Ich hatte den Eindruck das Lager brummte wie ein Bienenstock.
Wir deutsche haben Glück gehabt weil die Vereinigung ohne Blutopfer geschehen ist.

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jochen speck 16.06.2015, 11:22
6. Nur mal so zur Erinnerung:

er ging in den Westen ,und verdiente dort als Maurer das Vierfache-und konnte sich sogar was dafür kaufen !

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Albert Meier 16.06.2015, 11:35
7. Kein Unterschied.

Meine Fotos aus der Zeit sehen genauso aus. Kindheit in einer westdeutschen Hafenstadt.

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Christoph Bathelt 16.06.2015, 12:26
8. Menschlichkeit in unmenschlicher Zeit

Lieber Herr Wittenburg, Ihr Bericht hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt (mal wieder), daß Menschen auch in schwierigen Situationen menschlich bleiben können, dazu gehören auch die sympathischen Erlebnisse mit den Angehörigen der GSSD. Ihre Schilderungen und Fotos erwecken noch mehr mein Interesse an Ihrer Stadt, die ich schon von den Büchern Walter Kempowskis und meines Lehreres Gustav Timm liebgewonnen habe und schon seit langen einmal besuchen möchte. Mein Lehrer Timm arbeitete seinerzeit mit beim Bau des gezeigten Hochhauses in der Langen Straße.
Herzliche Grüße an die Küste!

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Vladimir Fomin 16.06.2015, 13:00
9. VladRuss

SCHICKSAL DES FS "JURI DOLGORUKI"
Die Dokumente und Fotos von "Juri Dolgoruki" hier: http://www.infoflotforum.ru/topic/31338-jurii-dolgorukii-588-proekt/

und noch hier:
http://riverforum.net/showthread.php?t=1235

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