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Vorläufer von Trumps Grönland-Plan: Schnäppchen Alaska
REUTERS

Grönland kaufen? Nicht so abwegig. Schon 1867 kauften die USA Alaska und später dänische Inseln, für Grönland boten sie 1946 viel. Im Kalten Krieg bohrten sie dort ein Geheimcamp ins Eis - und verloren eine Atombombe.

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Hini Schultze 22.08.2019, 19:18
1. Kaufen

Und wenn man sich beim Kaufen der Ländereien nicht handelseinig wird, dann wird es gefährlich. Im Jahre 1903 scheiterten die Verhandlungen zwischen der Regierung Kolumbiens und der USA über den Kauf der nördlichen Provinzen des Landes. Der dort geplant Panama Kanal war Voraussetzung für den schnellen Einsatz der in Kuba, Guam und den Phiippinen operierenden US-Flotte. Die Breite des Panama Kanals entsprach der Breite des damals grössten Kriegschiffes der USA. Nachdem die Kaufverhandlungen gescheitert waren, hatten sich die USA, wie es der damals amtierende Präsident und spätere Friedensnobelpreisträger Theodore Roosevelt formulierte, das Land Panama "genommen".

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Sven Gaertner 22.08.2019, 20:10
2. Ex-Kolonialreich verkauft 1917 eine

Kolonie und demokratischer Staat verkauft ein autonomes Gebiet sind schon zwei völlig verschiedene Vorgänge.

Trump wünscht sich die USA als seine persönliche Kanonenbootflotte, das ist schon klar.

Aber es ist an der Zeit, den Gangster und seinen scheinheiligen Vize loszuwerden, am Besten ins New Yorker Bundesgefängnis.

Die haben so viel zerstört und haben noch über ein Jahr Zeit, den Rest anzusägen ... Schlimm, aber alles „verfassungsgemäߓ.

Diese gelobte Verfassung kann man auf das Örtchen hängen.

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Falk Mehlhorn 22.08.2019, 20:11
3. Biggest Deal ever

Die Tradition reicht noch weiter zurück: 1803 kauften die USA mit dem „Louisiana Purchase“ Frankreich weite Teile westlich des Mississippi ab, das ist heute fast der gesamte Mittlere Westen bis zu den Rocky Mountains.
Die Fläche ist nur geringfügig kleiner als Grönland. Für Trump als größtem Dealmaker aller Zeiten mag also durchaus eine gewisse Logik hinter dem Plan stecken. Und immerhin hat er vorher gefragt, ein anderer hätte die Insel einfach besetzt sich das durch ein Referendum „demokratisch“ absegnen lassen...

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Gerd Wengler 22.08.2019, 20:16
4. Bild 9

Nein, kein Fernrohr zum Beobachten, sondern ein Theodolit eines Vermessers. https://de.wikipedia.org/wiki/Theodolit

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Günther Potschien 22.08.2019, 20:35
5. Bei all den Kommentaren wundere ich mich

immer wieder, warum nicht der größte Landkauf der US Geschichte erwähnt wird: Der Kauf der französichen Kolonie Lousianna im Jahre 1806. Dieses Gebiet beginnt in New Orleans, verläuft auf den Flüssen Mississipi und Missouri bis zur kanadischen Grenze. Napoleon dürfte dabei seine Kriegskasse in seinem Krieg gegen die Engländer (le perfide Albion) erheblich aufgefüllt haben.

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Alexander Hatzigiannidis 22.08.2019, 21:28
6. Grönland - keine Erfolgsgeschichte

Wenn man Informationen über Grönland liest, dann stößt man auf einen Staatshaushalt, der stark defizitär ist und fast die gesamte Wirtschaftsleistung umfasst. Man liest von einem größeren Unterschied zwischen Arm und Reich, als in den USA. Man liest von Alkoholismus. Man liest von einer sehr hohen Selbstmordrate. ... Nicht einmal 60.000 Menschen leben in Grönland.

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W. Wunderlich 23.08.2019, 14:04
7. Im Zweifelsfall ... Regime Change

Die Amerikaner können nur deshalb wie die Bullen auftreten, weil die meisten Länder dieser Erde zu feige sind, sich solchen modernen Kolonialisten entgegen zu stellen. Dann liegen „alle Options wieder auf dem Tisch“.
Fußball, CocaCola und Kartoffenchips sind ihnen wichtiger, als Menschenrechte und der Schutz der Umwelt.
Europa sollte dringend aufwachen und sich nicht noch (wie im Fall Venezuela) mit solchen Kolonialisten verbünden.

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Bodo Siebert 23.08.2019, 18:14
8. alles ist relativ

-Günther Potschien : Damals hat Trump noch nicht gelebt, den man heute verunglimpfen könnte...

und Viva Venezuela, W Wunderlich. Ein Meilenstein auf dem Weg in den Sozialismus...

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Peter Streit 23.08.2019, 22:29
9. Demokratisch ?

Hallo,
Ist denn der Kauf oder Verkauf von Staatsgebiet oder (teil-) autonomer Gebiete unter "demokratischen" Staaten heutzutage überhaupt noch rechtens ? Die einzigen, die das Recht haben zu entscheiden, wo sie hingehören wollen, sind doch nur die Grönländer, egal wie viele das sind. Nicht Trump oder andere "Staatmänner".

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