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Zwangsverpflichtete der Waffen-SS: Hitlers Kindersoldaten
Heinz Schütze

Sie waren das letzte Aufgebot der Nazis: 15-Jährige, in Kurzlehrgängen ausgebildet, wurden in SS-Uniformen gesteckt und in den Kampf gegen die übermächtige Rote Armee geworfen. Die Überlebenden fühlten sich als Opfer, wurden aber als Täter geächtet.

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swen thomas 05.04.2014, 16:45
20. Wut und Wut

Diese verfluchten Schergen eines jeden Regimes. Die skrupellos Kinder und Jugendliche, Frauen und Deserteure hinrichten. Auch heute noch. Blinder Gehorsam. Und dann soll man diese vergeben. Niemals. Befehle sind auch dazu da verweigert zu werden. Wer hat eigentlich die Richter verurteilt, die im blinden Gehorsam Recht sprechen. Auch heute noch. Für mich sind die blinden Befehlsausführer und blinden Rechtsbrecher, menschenverachtende Schwerverbrecher. Wer hat die denn zur Rechenschaft gezogen? Mein Opa war bei der Polizei und wurde ebenfalls zwangsweise zur SS eingezogen. Aber Jugendliche und Kinder. Man den Feldjägern möchte ich auch heute noch in die Fresse schlage.

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sabine michels 06.04.2014, 00:21
21. Geboren 1928

Auch meinem Vater ist es so ergangen. Auch er wurde als 16jaehriger unfreiwillig Mitglied der SS und als Kanonenfutter eingezogen. Erst mit 84 Jahren hat zu reden angefangen....von der Angst, der Flucht, von den Menschen die ihn auf der Flucht versteckt haben....ihm und seinem Kumpan die SS Uniform ausgezogen haben und die gewarnt haben was es ueberhaupt bedeutet, was fuer eine Gefahr es ist diese Uniform zu tragen. Ich finde bedeutsam ist, sich klar zu machen das diese "Jungs" nichts anderes kannten als Nazi Deutschland. Ueber viele, viele Jahre indoktriniert, uninformiert....und dann werden sie vom Kuechentisch weg in den Krieg geschickt. Das , so finde ich, ist doch wirklich unglaublich gruselig.

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Anna Vesely 10.04.2014, 13:28
22. Meine Mutter (geb. 1928)

erzählte, dass ihre Familie in Budapest im Keller lebte und einmal ein ganz dünne, verzweifelter Junge, ein Kindersoldat in den Keller gekommen und um eine Schere gefragt, wollte die Fingernägel endlich schneiden. Meine Mutter hat ihm eine kleine Schere gegeben. Sie hat den Soldat nie wieder gesehen. Sie sagte immer: Seine Augen vergisst sie nie.

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