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Zweiter Weltkrieg: Der Retter im Vatikan
O'Flaherty Family Archive/ O'Flaherty Society/ Marie Lalor und Familie

Der irische Vatikangeistliche Hugh O'Flaherty versteckte nach 1943 mehr als 6.000 Menschen in Rom vor den Nationalsozialisten. Mit seinem deutschen Gegenspieler lieferte er sich eine mörderische Jagd.

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Tobias Klemmer 20.10.2014, 14:11
1. gibts auch einen tollen film dazu

Wenn ich mich recht erinnere heißt er im wendekreis des kreuzes oder so

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Reynaldo Bustamante 20.10.2014, 14:18
2. Vatikan hatte Retter und Verräter

Sehr guter Artikel über manchmal vergessene Menschen die ihr Leben riskiert haben um von totalitären Regimes verfolgten Menschen zu helfen. Ganz im Gegenteil zu dem österreichischen Bischof und Fluchthelfer von deutschen Kriegsverbrechern Alois Hudal, der im Vatikan bewusst und mit Fälschung von Unterlagen Kriegsverbrecher über die Rattenlinie ins Ausland, bevorzugt Argentinien, schleuste. Er durfte sogar noch bis 1953 intensiv für die RKK arbeiten obwohl seine Aktivitäten vielerseits bestens bekannt waren. Zwei Gegenteile: einer der dem Mitmenschen vor Gewaltätigen hilft und der andere der Verbrecher vor der Gerechtigkeit versteckt. All diese Priester sind nun mal Menschen mit Präferenzen, Ideologien und oft einer grossen Dosis von Scheinheiligkeit.

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Timm Eickhof 20.10.2014, 14:59
3.

Ein großes Vorbild für Menschlichkeit - und offensichtlich für einen gewissen Humor (Finte im Vatikan bei seiner eigentlichen Festnahme).

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Thorsten Latz 20.10.2014, 15:04
4. Festungshaft

Hier möchte ich doch ganz kurz darauf hinweisen, dass Herbert Kappler keinesfalls eine Festungshaft absaß. Er saß eine normale Freiheitsstrafe als verurteilter Verbrecher ab, seine Haftanstalt war in einer ehemaligen Festung untergebracht.

Eine Verurteilung zu Festungshaft war eine viel leichtere Strafe, Festungshaft ist eine Strafe, die die bürgerlichen Ehrenrechte nicht beeinschränkte. Zur Festungshaft wurde man verurteilt, wenn man etwas tat, was zwar verboten war aber dem gesellschaftlichen Konsens dennoch entsprach. Z.B. wurden Offiziere oft zu Festungshaft verurteilt, nachdem sie an eigentlich verbotenen, gesellschaftlich aber geforderten Duellen teilnahmen. Auch Hitler saß nach seinem Putsch 23 in Festungshaft, weil der bayrische Staat erkannte, dass der Mann ein politischer "Überzeugungstäter" mit "besten" Absichten für ein starkes Deutschland war und nicht irgend ein dahergelaufener Anarchist, der Chaos stiften wollte.

Nach verbüßen einer Festungshaft konnte man umgehend am gesellschaftlichen Leben wieder teilhaben, oft saß man sogar in offenen Räumen und verließ die Festung auf Ehrenwort nicht.

Das alles ist nicht der Fall in Kapplers Fall. Der Mann verbüßte eine Freiheitsstrafe in einer Festungszelle, er saß keinesfalls eine Festungshaft ab.

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Friedrich Johannes Engelke 20.10.2014, 17:34
5. ... 335 Menschen

Warum diese Verbrämung eines Verbrechens? Unter Hinrichtung versteht man nach meiner Ansicht die von Gerichten angeordnete Tötung eines Menschen. Das hat - so schlimm solche Hinrichtungen auch immer waren/sind - zumindest noch den Anschein der Rechtlichkeit. Richtigerweise hätte es heißen müssen, daß ... 335 Menschen "ermordet" wurden. Dann trifft man den Kern der Sache viel besser.

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christian feider 20.10.2014, 17:52
6. adreatinische Höhlen...

erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist,das die Begründung,mit der diese Tat geschah,vollkommen rechtens war und sich in der Haager Landkriegsordnung wiederfindet,im verhältniss von getöteten regulaeren Soldaten eines Staat zu dem Verhältniss von "Geiseln",also entweder Gefängnissinsassen oder bei fehlen derselben eben Bürgern
damit sollte zu recht irregulaere Kriegsführung begrenzt werden,die total entmenschlicht.
Bei Bedarf gern die Unterzeichner-Staaten der Haager Landkriegsordnung googlen
alle massenmörderischen irregulaeren Kriege gehen im Grundsatz auf die Abschaffung derselben im Zuge der !nachträglich! und rechtswidrigen neu geschaffenen Gesetze zurück,die in den Nachkriegs-Gerichtshöfen angewandt wurden.
ein IS terrorist würde sich zehnmal überlegen,eine Geisel zu töten,wüsste er um seinen Status laut HLO und der Konsequenzen daraus,heute verstecken sich massenmörder hinter titeln wie "rebell"/"widerstandskämpfer" etc

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Heiko Fähnel 20.10.2014, 17:56
7. Im Wendekreis des Kreuzes

Der Film mit Gregory Peck in der Hauptrolle versucht mit filmischen Mitteln das Elend und die Angst der flüchtigen Juden und Soldaten zu erfassen. Das gelingt nicht immer, aber Gregoery Peck tettet mit seiner Darstellung den Film und das Thema. Der Film ist sehenswert.

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Manfred Heitmann 20.10.2014, 20:13
8. Nicht der Vatikan ein einzelner mutiger Mann

Es ist nur der Mut und die Menschlichkeit weniger. Das hat nichts mit dem Vatikan zu tun. Das dieser tolle Mann zufällig einem Aberglauben anhängt ist dabei nicht wichtig. Genau so waren es widerliche Menschen die auf der Rattenlinie Nazis über den Vatikan zur Flucht verhalfen. Ich frage mich daher warum der Beruf eines Geistlichen viel öfter als bei anderen Berufen großartiger Menschen genannt werden muss.

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Angela Higbee 20.10.2014, 20:15
9. Diese Geschichte wurde schon verfilmt

Gregory Peck spielte den Priester und Christopher Plummer den SS Mann Kappler. Im englischen hiess der Film "the black and the red" glaube ich mich zu erinnern.

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