Forum: Gesundheit
Achilles' Verse: "Stehen bleiben oder ich pfeife"
DPA

Am liebsten läuft Anna Achilles nach der Arbeit. Doch wenn sie Feierabend hat, ist es draußen längst finster. Aber allein in der Dunkelheit laufen? Anna traut sich und bemerkt: Gefahren lauern immer da, wo man sie am wenigsten vermutet.

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noalk 18.11.2015, 15:52
1. Genialer Satz

Das nächste Mal gehen wir zusammen laufen.

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doppelpunkt 18.11.2015, 16:23
2. Lampe? Gute Idee!

...weil ich es hasse, auf dem Heimweg durch einen dunklen Park mit dem Fahrrad immer wieder fast in nachtschwarz gekleidete, unbeleuchtete JoggerInnen (möglichst zu mehreren nebeneinander) zu knallen, die erst im letzten Moment im Scheinwerferlicht zu erkennen sind. Und dabei habe ich schon das hellste erlaubte Licht am Rad. Ich wundere mich nur, wie die den Weg finden. Laufen die mit Nachtsichtgeräten?

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memphisman 18.11.2015, 16:35
3. Kampfsport, Frau Antilles!

Machen Sie Kampfsport, Frau Achilles. Das Verletzungsrisiko ist um ein vielfaches geringer als beim Laufen, mindestens genauso gesund, ganzheitlich für Körper UND Geist. Sie trainieren nicht allein und in der Gruppe macht es auch viel mehr Spaß. Und ganz nebenbei erlernen Sie auch die schmerzhaften Hebel, Griffe und Schläge … ;-)

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matimax 18.11.2015, 18:29
4. Mehr Licht!

Den Parkplatz gerade hinter mir gelassen, die Pulsuhr mahnte mit einem Piepton den fehlenden Empfang des GPS-Signals an, trabte ich im stockdunklen Wald.
Die Außengeräusche gedämpft wahrnehmend durch die Ohrstöpsel des MP-3-Players lief ich im Rhythmus der Barockmusik vom Kulturradio.

Die Stirnlampe für 15 Euro vom Discounter erinnerte in ihrer Leuchtkraft an alte Fahrradfunzeln.
Früher, als die Dynamos noch surrend vom Reifenmantel angetrieben wurden. Nass wie heute durfte es nicht sein, denn dann rutschte das Antriebsrädchen oft durch und die Glühbirnchen erloschen.
Also, es war kaum mehr als die Wegbegrenzung zu erkennen - Achtung Waldläufer: Umknickgefahr hoch 3 für's Fußgelenk!

Es roch streng nach Maggi, ein untrügliches Zeichen, dass sie ganz nah sein mussten.
Mein Unterbewusstsein reagierte prompt mit fröstelnd empfundener Gänsehaut.
Die innere Stimme fragte tadelnd: was, hast du etwa Angst? Sei ein Mann, reiß dich zusammen.

Dann geschah es: Plötzlich spürte ich einen leichten Schlag in der Kniekehle, drehte mich ruckartig um.
Wir waren wohl beide erschrocken, denn die Bache stob ein paar Schritte zurück.
Frischlinge flitzten aufgeregt herum, Rascheln im Gebüsch, ein allgemeines Grunzen war zu vernehmen, da waren wohl noch mehr - ja, ich befand mich mitten in einer Rotte von hungrigen Wildschweinen.

Die wollten es wohl nicht hinnehmen, dass ich ohne einen Sack Kartoffeln mitzubringen ihr natürliches Habitat betrete und mahnten nun ihr Nachtmahl an.

Wie-oft hatte ich es schon gesehen, dass vermeintliche Tierschützer bereits auf dem Parkplatz ganze Wildschweinrotten regelrecht mästeten, indem sie säckeweise Futter aus dem Kofferraum holten und auf den Boden schütteten.
Blöde Idioten, dachte ich nur, ohne mich auf eine ohnehin sinnlose Diskussion einzulassen.

Jetzt nur nicht nervös werden, also einfach weiterlaufen, erst ganz sachte, dann immer schneller.
Die Wildschweine ließen mich "kampflos" ziehen und blieben "enttäuscht" zurück - puh, noch mal Glück gehabt!

Zwanzig Minuten später sah ich in der Ferne ein helles Licht auf mich zukommen. Na nu, fahren die jetzt schon mit Mottorrädern durch den nächtlichen Wald?
Der Lichtkegel wurde immer greller, blendete mich schließlich.
Bis ich erkannte, dass mich ein Mountainbiker mit ultraheller Helmlampe passierte.

Bo ey, super! So was bräuchte ich auch, und schon ist der Waldweg auf dreißig Meter fast taghell ausgeleuchtet, die Keiler stets im Blick.
Und nun kommt wie immer im leben das Aber:
Eine Internet-recherche ergab Anschaffungskosten von 300 Euro für diese neueste Errungenschaft der Lichttechnik.
Bei höchster Leuchtstufe hält der Akku kaum länger als anderthalb Stunden.

Ob ich wohl doch besser auf dem Laufband im Fitness-Center überwintere.
Das wäre allemal billiger und die Erkältungsgefahr geringer als im kalten, feuchten und dunklen Wald zu laufen.

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mischer1448 18.11.2015, 20:42
5. Ein neues Mitglied der Achilles-Familie

Eine so spannende und locker erzählte Geschichte wie sie auch Meister Achim nicht besser hinbekommen hätte. Dafür werden Sie als Anton Achilles in die Achilles-Familie aufgenommen und dürfen uns regelmäßig mit weiteren Lauferlebnissen erfreuen.

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7eggert 18.11.2015, 21:17
6.

Zitat von doppelpunkt
...weil ich es hasse, auf dem Heimweg durch einen dunklen Park mit dem Fahrrad immer wieder fast in nachtschwarz gekleidete, unbeleuchtete JoggerInnen (möglichst zu mehreren nebeneinander) zu knallen, die erst im letzten Moment im Scheinwerferlicht zu erkennen sind. Und dabei habe ich schon das hellste erlaubte Licht am Rad. Ich wundere mich nur, wie die den Weg finden. Laufen die mit Nachtsichtgeräten?
Brauchbares Licht - auch in dem man eine eigentlich zugelassene Lampe höher einstellt, ist in der tat verboten. Erlaubt ist nur, den Reaktionsweg auszuleuchten und dadurch den Rest (z.B. den Anhalteweg) um so dunkler erscheinen zu lassen. "Zur Sicherheit" ...

Am Körper getragene Lampen, z.B. Stirnlampen, sind hingegen erlaubt.

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asasse 18.11.2015, 21:23
7. Ohne Laternen fühle ich mich sicherer

mir geht es genau umgekehrt: wenn ich unter Laternen laufe sieht mich doch jeder aus einem Kilometer Entfernung und ich sehe nur den Lichtkegel der Laterne.

Laufe ich hingegen im dunkeln, sieht mich niemand bevor ich ihn sehe. Das finde ich viel angenehmer.

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Thomas Rudi Edward Mx 18.11.2015, 21:54
8. Eine Frage der Sichtweise

Sein Sie froh, daß Sie kein joggender Mann sind. Immer wenn Sie einer weiblichen Läuferin an einer dunklen Stelle begegnen, verfällt die in eine Art Abwehrstarre und schaut einen mit einem Blick an, bei dem man nicht weiß, ob sie gleich die Knarre oder nur das Pfefferspray zieht. Ich bin zwar kein Vergewaltiger und habe auch nicht vor, einer zu werden, aber ICH würde niemals da auf Opfer lauern, wo man die eigene Hand nicht vor Augen sehen kann. Das bedeutet nämlich gleichzeitig, man sieht auch nicht, ob die eigene Oma des Weges kommt oder Conchita Wurst.

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melchers 18.11.2015, 22:31
9. Atem geht schneller?

Hey Anna, dann bist Du vorher nicht schnell genug gelaufen um einen Trainingseffekt zu erzielen. Wir sehen uns Sonntag beim Staffelmarathon...

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